Rosenheim gewinnt Penalty-Krimi

Verdienter Auswärtserfolg in Bad Nauheim

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Bad Nauheim/Rosenheim - Die Starbulls Rosenheim haben das Auswärtsspiel in Bad Nauheim am 46. Spieltag der DEL 2 mit 5:4 nach Penaltyschießen gewonnen.

Alle vier Rosenheimer Treffer in der regulären Spielzeit fielen in Überzahl, ehe Wade MacLeod als einziger Spieler beim „Ausschießen“ einnetzte. Nachdem die Grün-Weißen bereits einen 0:2-Rückstand aufgeholt hatten, konnten sie zwei weitere Male Führungen der gastgebenden Roten Teufel ausgleichen. Als klar dominierendes Team im zweiten und dritten Drittel versäumten es die Starbulls aber, drei Punkte mit aus der Wetterau an die Mangfall zu holen.

Im Gegensatz zum letzten Wochenende konnte Starbulls-Coach Franz Steer mit Ausnahme von Gustav Veisert und Christian Neuert wieder auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. Dennoch fanden die Grün-Weißen im ersten Spielabschnitt nur schwer ins Spiel. Bad Nauheim dominierte und nutzte einen früher Fehler von Rosenheims Tobias Thalhammer, der nach einem gewonnen Anspiel in der Rosenheimer Zone die Scheibe leichtfertig vertändelte, zur Führung. Topscorer Nick Dineen scheiterte im ersten Versuch noch an Starbulls-Torwart Steinhauer, durfte es aber ungestört noch ein zweites Mal probieren und versenkte das Hartgummi im rechten oberen Eck (6.). Nur 48 Sekunden später agierten die Grün-Weißen erneut zu behäbig, Dusan Frosch bediente von hinter dem Tor Dustin Cameron und der versenkte die Scheibe im kurzen Eck, das Torwart Steinhauer nicht rechtzeitig zu machte (7.). Tyler McNeely sorgte in der 12. Spielminute für den Anschlusstreffer. In Überzahl stocherte er einen Rückpass von Max Renner über die Linie, zuvor traf Michael Rohner von der blauen Linie nur den Pfosten. Danach hatten aber die Gastgeber wieder mehr vom Spiel, die Bad Nauheimer Führung nach 20 Minuten ging deshalb vollauf in Ordnung.

Die Scheibe lief gut

Mit Beginn des zweiten Spielabschnitts dominierten die Starbulls die Partie aber deutlich. Der verdiente Ausgleichstreffer fiel in der 25. Minute. Die Rosenheimer hatten zwei Spieler mehr auf dem Eis, die Scheibe lief gut und nach einem Diagonalpass von Peter Lindlbauer tunnelte C.J.Stretch den insgesamt guten Torwart der Gastgeber aus spitzem Winkel zum 2:2. Bad Nauheim schlug glücklich zurück. Dusan Frosch traf von hinter dem Tor einen Rosenheimer Schlittschuh im Slot, die Scheibe sprang reichlich zufällig Dustin Cameron vor den Schläger und der hatte keine Mühe, auf 3:2 zu stellen (29.). Eine Minute später traf Dominik Daxlberger das Gestänge des Bad Nauheimer Tores – nach Meinung der Rosenheimer von innen. Doch Hauptschiedsrichter Ramin Yadzi sah die Scheibe nicht hinter der Linie und quittierte die Nachfrage von C.J.Stretch gleich mit einer zehnminütigen Disziplinarstrafe. Aber das Rosenheimer Powerplay funktionierte in der Wetterau auch ohne den Topscorer: Peter Lindlbauer zog von der blauen Linie ab, Torwart Rämö konnte die Scheibe nicht festhalten und Wade MacLeod staubte zum 3:3 ab (33.). Lindlbauer, Vallorani und Loibl hatten danach den Rosenheimer Führungstreffer auf dem Schläger.

McNeely mit dem Ausgleichstreffer

Die defensiv stark und offensive bemerkenswert variabel agierenden Starbulls ließen den Tabellenvierten auch im dritten Drittel kaum noch zur Entfaltung kommen. Stretch traf nach 44 Minuten nur den Pfosten. Als Dusan Frosch in der 46. Spielminute mit dem Schläger Tyler McNeely im Gesicht traf und mit einer großen Strafe vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, schien die Führung für die Starbulls überfällig – doch es kam anders. Kyle Helms spielt die Scheibe nach einer eigentlich schon abgeschenkten Breakchance von der Bande nach innen und Peter Lindlbauer lenkte sie am verdutzen Lukas Steinhauer ins eigene Tor (50.). Noch in der gleichen Spielminute nutzten die Grün-Weißen aber doch noch ihre fünfminütige Überzahlsituation. Tyler McNeely kam überraschend aus halblinker Position zum Abschluss und versenkte das Spielgerät hoch im langen Eck zum 4:4. In der Schlussphase versäumten es MacLeod, Gottwald und Vallorani den Rosenheimern drei verdiente Punkte zu sichern.

Die Verlängerung gehörte dann aber den Gastgebern – auch, weil sie nach einer fragwürdigen Strafzeit gegen Wade MacLeod zwei Minuten in Überzahl agieren konnten. Mit viel Einsatz und einem starken Lukas Steinhauer zwischen den Holmen retteten sich die Starbulls ins Penaltyschießen. Glücklicherweise war MacLeods kleine Strafe acht Sekunden vor Ende der Overtime abgelaufen, denn der Rosenheimer Toptorschütze traf als erster und einziger der sechs Schützen im Shout out und bescherte den Grün-Weißen damit immerhin noch den zweiten Zähler.

Spielbericht Starbulls Rosenheim e.V.

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