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Rosenheim: Neuer Starbulls-Keeper Pasi Häkkinen

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    • 06.07.12
    • Starbulls Rosenheim
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Neuer Starbulls-Keeper: Pasi Häkkinen

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Rosenheim - Der Nachfolger von Norm Maracle im Tor der Starbulls steht seit gestern fest: Er ist 35, Finne und hatte in der letzten Saison einen sensationellen Gegentorschnitt!

OVB

© OVB

Pasi Häkkinen steht nächste Saison im Starbulls-Tor.

Nachdem klar war, dass Maracle, der durch Topleistungen großen Anteil an den Starbulls-Erfolgen der letzten beiden Jahre hatte, nicht mehr aus Kanada zurückkehrt, ließ sich Starbulls-Coach Franz Steer viel Zeit um den richtigen Mann auf dieser wohl wichtigsten Position im Eishockey zu finden. Steer hatte dabei einige interessante Kandidaten zur Auswahl, darunter einen jungen kanadischen Keeper, einen erfahrenen Torhüter aus Tschechien sowie zwei Keeper, die letzte Saison bereits in Deutschland gespielt hatten.

Letztendlich aber setzte Steer auf die Karte "Erfahrung" und damit auf Häkkinen. "Er war von Anfang an mein Favorit. Er ist erfahren, er kennt die Liga, ich habe ihn live erlebt, als er bei Dresden gespielt hat und da war er mit Sicherheit neben Norm Maracle der beste Torhüter der Liga. "Er hatte sogar einen besseren Gegentorschnitt als Norm", erklärte der Starbulls-Coach, der den anderen Kandidaten gestern absagte.

Der elfte Finne bei den Starbulls

Häkkinen ist übrigens der elfte Finne, der für eine Rosenheimer Eishockeymannschaft spielte und neben Pasi Reitanen, der in der Saison 1995/1996 zwei Spiele für die Starbulls in der DEL absolvierte, der zweite finnische Keeper.

Häkkinen wurde am 25. Juni 1977 in Laapeenranta geboren. Er ist 1,79 Meter groß und wiegt 80 Kilogramm. Einen Großteil seiner Karriere verbrachte er in Finnland. Außerdem spielte er in England, Dänemark, Italien, Deutschland und zuletzt in Weißrussland, wo er in Gomel einen sagenhaften Gegentorschnitt von 1,70 in 49 Spielen aufwies. Eigentlich sollte er nächste Saison in die russische KHL wechseln, aber weil dort nur noch russische Keeper spielen dürfen, stand er plötzlich ohne Verein da. Dann schlug Franz Steer zu, weil er nur Positives über Häkkinen hörte. "Er passt auch menschlich zu unserem Team", sagt Steer.

Publikumsliebling in Dresden

OVB© ZieglerVorletzte Saison noch Gegner, im neuen Spieljahr in einer Mannschaft: Starbulls-Kapitän Stephan Gottwald und der neue Torhüter Pasi Häkkinen.

In Dresden war Häkkinen, der 2009 in Italien mit Bozen Meister wurde, Publikumsliebling. Die Fans liebten seine spektakulären Saves und sein impulsives Spiel. Häkkinen dazu: "Ich versuche einfach mich zu schützen. Und natürlich, wenn mich jemand schlägt, schlage ich zurück (lacht), so läuft das. Es ist den gegnerischen Spielern einfach nicht erlaubt, so etwas zu tun. Eine Sache regte mich in Dresden echt auf. Die Spieler kommen an, sie überrennen den Goalie, hauen ihn und bekommen keine Strafe. Ich haue zurück und ich bekomme mit Sicherheit eine, da läuft etwas falsch. Zu den Aufgaben des Schiedsrichters gehört auch, mich als Torhüter zu schützen. Es ist einfach nicht erlaubt, mich zu schlagen oder zu berühren. Und wenn sie es tun, gebe ich es zurück. Das ist auch der Grund, warum ich zu viele Strafen bekommen habe."

Nach jedem erfolgreichen Spiel in Dresden hechtete er bäuchlings auf die Fans zu, was ihm den Spitznamen "Flying Pasi" eingebracht hat. "Die Fans haben gerufen ,Tanze, Pasi, tanze', aber ich bin kein Tänzer. Ich brauchte also etwas anderes und das ist dabei heraus gekommen."

"Hatte die falschen Goalies vor mir"

In seiner Karriere war Häkkinen oft in der Rolle des Backup-Keepers, was oft an den überragenden ersten Torhütern in den jeweiligen Teams lag.

"Ja, ich hatte viele Jahre die falschen Goalies vor mir. Es waren etliche, die dann in die NHL gegangen sind und dort Top-Torhüter waren oder sind. Und ich hab den Fehler gemacht und bin geblieben (lacht). Nein, ich habe von ihnen viel gelernt in der Zeit. Und man arbeitet auch immer auf die Chance hin, Nummer eins zu werden und wird so besser", erklärt Häkkinen.

Nächste Saison wird der Finne die Nummer eins in Rosenheim sein und wenn er annähernd an die Leistungen in Dresden oder zuletzt in Weißrussland anknüpft, kann Rosenheim wieder eine gute Rolle in der 2. Eishockey-Bundesliga spielen.

bz

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