4:2-Heimsieg gegen Bad Nauheim

MacLeods Willenskraft als "Genickbruch" für die Gäste

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Setzte sich in Unterzahl mit letzter Kraft energisch durch und erzielte das wichtige 3:1: Wade MacLeod (rechts).

Rosenheim - Die Starbulls sind zurück in der Erfolgsspur. Zwei Tage nach der Pleite gegen Spitzenreiter Bremerhaven setzten sich die Grün-Weißen gegen derzeit eigentlich formstarke Gäste aus Hessen durch. *NEU: Videos*

Vor 2.479 Besuchern im Kathrein-Stadion gewannen die Rosenheimer Eishockeyspieler mit 4:2 (2:1, 1:0, 1:1) gegen den EC Bad Nauheim und bleiben damit in der DEL2-Tabelle mit Blick auf Platz sechs den Löwen Frankfurt zumindest einigermaßen auf den Fersen. Gegen die Roten Teufel, die zehn ihrer letzten elf Spiele gewonnen hatten, war aber starker Willen und harte Arbeit nötig, um die drei Punkte in der Innstadt zu behalten.

Aus grün-weißer Sicht musste einem zunächst angst und bange werden. Die Gäste aus der Wetterau legten los wie die Feuerwehr und hatten in der Anfangsphase gleich drei, vier richtig gute Torchancen. Doch dann legten die Starbulls einen Zwischenspurt ein - und Manuel Edfelder nahm dies offenbar wörtlich. Hinter dem eigenen Tor schnappte sich der junge Stürmer die Scheibe, sauste über das ganze Spielfeld, düpierte dabei vier Gegenspieler und überwand dann auch noch Keeper Mikka Rämo - 1:0 (7.).

Video: Die Highlights der Partie

Gute zwei Zeigerumdrehungen später durften die Fans erneut jubeln - und wieder war die Entstehung klasse: Nach einem Superpass von Tyler McNeely aus dem eigenen Drittel tauchte Max Vollmayer vor Rämo auf und überwand den Finnen im Gästetor ein zweites Mal (9.). Die Hessen schüttelten sich kurz und kamen dann durch einen trockenen Schuss von Dominik Lascheit zum Anschlusstreffer (12.). Und die Starbulls hätten sich anschließend über weitere Gästetore bis zur ersten Sirene nicht beschweren dürfen, denn sowohl Joel Keussen als auch Harry Lange trafen mit "Krachern" nur den Querbalken.

Überstandene Unterzahl als Knackpunkt

Im Mittelabschnitt überstanden die Starbulls eine lange doppelte Unterzahl unbeschadet - und schlugen just in dem Moment zurück, als der vierte Feldspieler aufs Eis zurückgekehrt war. Wade MacLeod zauberte dabei eine wahre Energieleistung aufs Eis. Der Kanadier hatte schon weit über eine Minute auf dem Eis gestanden, setzte sich dann aber trotz aller Foulversuche der Nauheimer durch und brachte den Puck mit letzter Kraft im Tor unter - 3:1, das Publikum war natürlich aus dem Häuschen (24.).

Dass es sich dabei um die Schlüsselszene der Partie handelte, darüber waren sich hinterher die Trainer einig. "Das 3:1 für Rosenheim war aus meiner Sicht der Genickbruch, auch wenn meine Mannschaft bis zum Schluss alles versucht hat", musste ECN-Coach Petri Kujala eingestehen. "Der Knackpunkt war das überstandene Drei gegen Fünf und dann unser drittes Tor", sagte Starbulls-Chefanweiser Franz Steer, der mit dem Ergebnis zufrieden war - mit der Leistung jedoch nicht ganz: "Teilweise waren wir von den Gegenspielern zu weit weg!"

In den letzten 20 Minuten ließen die Starbulls aber nur noch wenig anbrennen und hatten das Geschehen ziemlich sicher im Griff. Und knapp zwei Minuten vor Schluss war dann auch alles klar, als Nauheim alles riskiert und Rämo früh vom Eis genommen hatte. Beppo Frank behielt die Übersicht und traf aus der eigenen Zone ins verwaiste Tor zum 4:1 (59.). Dass die Hessen 61 Sekunden vor Schluss durch Eugen Alanov noch zu einem zweiten Treffer kamen, ärgerte zwar Steer, konnte aber die Freude der Fans über den Heimsieg nicht trüben.

Video: Die Stimmen der Trainer

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - EC Bad Nauheim 4:2 (2:1, 1:0, 1:1) 

Tore: 1:0 (7.) Manuel Edfelder (Tobias Thalhammer), 2:0 (9.) Max Vollmayer (Tyler McNeely), 2:1 (12.) Dominik Lascheit (Daniel Ketter, Maximilian Spöttel), 3:1 (24.) Wade MacLeod (Max Renner, Timo Herden - Unterzahl-Tor), 4:1 (59.) Beppo Frank (ENG), 4:2 (59.) Eugen Alanov (Andreas Pauli, Marc Kohl). 

Schiedsrichter: Sascha Westrich (Zweibrücken).

Strafen: Rosenheim 6 - Bad Nauheim 16.

Zuschauer: 2.479.

mw

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