Plakat- und Facebook-Aktion für neues Eisstadion

Stadt reagiert: "Darf man nicht überbewerten!"

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Rosenheim - Die Diskussion um ein mögliches neues Eisstadion reißt nicht ab. Eine Fan-Gruppierung hat öffentlich Position bezogen und sogar ein Banner ans Rathaus gehängt! Jetzt gibt es auch eine Reaktion der Stadt:

UPDATE, 11.50 Uhr: Reaktion der Stadt

Auch wenn das Plakat in der Nacht auf Mittwoch gleich wieder weg war, ist dieses der Stadtverwaltung nicht entgangen. Pressesprecher Thomas Bugl sagte gegenüber Radio Charivari, dass die Stadt die Aktion zur Kenntnis genommen habe. Allerdings dürfe man so etwas nicht überbewerten.

Zudem ändere auch ein Transparent nichts an der grundsätzlichen Haltung von Oberbürgermeisterin Gabriele Bauer, die das Thema sehr vorsichtig angehen möchte.

Die Erstmeldung:

Auf Facebook und auf einem Internet-Blog prangen die bunten Fotos von dem Plakat mit der Aufschrift "Eisstadion-Lösung finden - sofort". Dieses Banner hatte eine Fan-Gruppe der Starbulls in der Nacht auf Mittwoch an der Außenfassade des Rosenheimer Rathauses angebracht und damit bei den Anhängern ins "Schwarze" getroffen. Die Fotos wurden zahlreich gelikt und geteilt.

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Die Polizei fand das Ganze etwas weniger witzig und entfernte es umgehend, als es von den Beamten entdeckt wurde. In einer Pressemeldung hieß es, dass das Plakat mit einer "nicht politischen Botschaft" versehen gewesen und sichergestellt worden sei. Der Besitzer, der mit der Herstellung "wohl etwas länger beschäftigt gewesen sein dürfte", könne sich bei der Polizei melden, um es abzuholen. Ansonsten würde das Plakat vernichtet, so die Polizei.

Das war aber noch nicht alles. Denn nach der Plakat-Aktion hat die Fangruppe am Mittwochnachmittag ein Statement auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht und fordert darin unter anderem Oberbürgermeisterin Bauer auf, das "Possenspiel der letzten Jahre zu beenden" und sich "der Stadionfrage produktiv zu stellen". Denn die Starbulls als Aushängeschild der Stadt und der Region bräuchten bräuchten eine zukunftsfähige Heimat!

Die Stellungnahme im Wortlaut:

"Die Stadionfrage, steht mittlerweile schon seit einigen Jahren im Raum, ohne nennenswerte Ergebnisse. Dass eine Renovierung unseres geliebten Eisstadions an der Jahnstraße wirtschaftlich nicht mehr rentabel ist, steht leider außer Frage. Diese Tatsache wollten wir als Gruppe lange nicht wahrhaben, somit wurden die Augen vor der Stadion-Thematik bisher verschlossen. Nachdem zum Beginn der Sommerpause bekannt wurde, dass eine erneute Reduzierung der Kapazität um fast ein Viertel droht, haben wir uns dazu entschlossen, nun auch öffentlich zur Stadionfrage Position zu beziehen.

Denn diese betrifft bekanntermaßen nicht nur den Profisport, sondern ebenfalls eine breite Masse an Hobby-Mannschaften, den öffentlichen Lauf, Stockschützen, sowie Eiskunstläufer und den Schulsport. Zudem die äußerst erfolgreiche Talentschmiede der Nachwuchsmannschaften des SB Rosenheim, welche keine geringe Zahl an National- und NHL-Spielern hervorgebracht hat. Damit sowohl der Breitensport, als auch die Nachwuchsarbeit und der Profisport eine Zukunft haben, ist eine zweite Eisfläche unerlässlich.

Hiermit fordern wir den Stadtrat und die Oberbürgermeisterin Frau Gabriele Bauer dazu auf, das Possenspiel der letzten Monate, ja sogar Jahre, sofort zu beenden und sich produktiv der Stadionfrage zu stellen! Das sportliche Aushängeschild der Stadt Rosenheim und der ganzen Region braucht eine zukunftsfähige Heimat!"

mw

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