DEL 2

Drei Powerplay-Tore: Die Starbulls schlagen die Füchse

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Rosenheim - Die Starbulls empfingen am Freitagabend die Lausitzer Füchse im Rosenheimer Stadion. Am Ende gewann man mit 3:1, auch weil das eigene Überzahlspiel gut ausgenutzt wurde. 

Starbulls Rosenheim - Lausitzer Füchse 3:1 (2:0, 0:1, 1:0)

Tore: 

1:0 (9.) Stefan Loibl (Peter Lindlbauer - Powerplay)

2:0 (20.) Tyler McNeely (Michael Rohner , David Vallorani - Powerplay)

2:1 (21.) Milan Kostourek (Darren Haydar , Thomas Götz)

3:1 (48.) C.J. Stretch (Wade MacLeod - Powerplay)

Zuschauer: 2252

Schiedsrichter: Stefan Vogl

Strafen: Starbulls 18 - Füchse 16

Höhepunkte aus dem Live-Ticker

1. Drittel

Die Starbulls führen nach dem ersten Drittel durch die Tore von Stefan Loibl und Tyler Mcneely mit 2:0 gegen die Lausitzer Füchse. Es ist kein großer Unterschied zwischen den Teams auszumachen, einzig die Chancenverwertung bei den Starbulls ist besser. Man könnte sogar noch höher führen, wenn C.J. Stretch seinen Penalty hätte verwandeln können.

2. Drittel

Nach dem zweiten Drittel führen die Starbulls mit 2:1 gegen Weiswasser. Die Füchse waren jedoch lange Zeit die tonangebende Mannschaft im zweiten Drittel, mit mehreren hochklassigen Möglichkeiten, die aber meist der beste Rosenheimer Timo Herden zunichte machte. Die größte Chance der Starbulls vergab Wade Macleod, als er in Unterzahl alleine auf Fallon zulief, ihn jedoch nicht überwinden konnte.

3. Drittel 

Arbeitssieg für die Starbulls! Die Rosenheimer siegen vor 2252 Zuschauern mit 3:1 Toren. Damit gewinnen die Starbulls auch das vierte Duell gegen die Füchse. Die Entscheidung fiel im letzte Drittel durch C.J. Stretch, der im 5:3 Überzahl für die Entscheidung sorgte. Bis dahin waren die Füchse bissig und gleichwertig und machten es den Starbulls sehr schwer. Garant für den heutigen Sieg war wieder einmal im Rosenheimer Tor ein überragender Timo Herden. 

Weiter geht es am Sonntag in Crimmitschau und bereits am nächsten Dienstag um 19.30 gegen Ravensburg. 

Vorbericht

Ab 19.30 Uhr: 
Live-Ticker zum Spiel

Am Freitag empfangen die Starbulls Rosenheim am 41. Spieltag der DEL 2 im heimischen Stadion die Lausitzer Füchse. Spielbeginn gegen das zuletzt sehr auswärtsstarke Team aus Weißwasser ist um 19.30 Uhr. Am Sonntag sind die Grün-Weißen dann in Crimmitschau zu Gast. Beide sächsischen Kontrahenten wollen den Playdowns unbedingt entgehen und sind dabei gegen die Starbulls fast schon um Punkten verdammt. Die Mannschaft von Franz Steer will ihrerseits unbedingt die Chance auf Rang sechs wahren und möglichst alle sechs am Wochenende zu vergebenden Zähler für sich beanspruchen.

Die große Chance zum Sprung auf Tabellenplatz sechs, der nach Ende der Hauptrunde die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale bedeutet, haben die Rosenheim Eishockeyspieler am vergangenen Freitag verpasst. Trotz einer starken Schlussphase mussten sich die ohne Christian Neuert, Fabian Zick, Tyler McNeely, Gustav Veisert, Florian Gascke und ab der ersten Pause auch noch ohne Dominik Daxlberger angetretenen Kufenflitzer von der Mangfall gegen die Frankfurter Löwen knapp mit 3:4 geschlagen geben.

"Gegen einen so stark besetzten Gegner waren unsere Ausfälle einfach nicht zu kompensieren, zumal einige weitere Spieler angeschlagen in die Partie gingen" sagt Trainer Franz Steer. Und trotz des 2:1-Auswärtssieges gegen den SC Riessersee enteilte die hessische Konkurrenz um Platz sechs am Sonntag um einen weiteren Zähler. Sechs Punkte beträgt das aufzuholende Delta nunmehr. Zwar haben die Frankfurter im Moment "nur" fünf Zähler mehr auf dem Konto, doch die in der Abrechnung ausschlaggebende Tordifferenz der Löwen (plus 31) ist gegenüber jener der Starbulls (minus sechs) praktisch nicht mehr gut zu machen. Bad Nauheim, mit sechs Punkte Vorsprung auf Rosenheim derzeit Tabellenfünfter, hat dagegen bisher nur zwei Tore mehr erzielt als kassiert.

Darauf, ob die Frankfurter Stagnation anhält oder der von vielen Ligabeobachtern längst prophezeite "Einbruch" der Roten Teufel noch eintritt, haben die Starbulls natürlich keinerlei Einfluss. Dass man in einem solchen Fall aber "da" sein will, steht für die Grün-Weißen außer Frage. Insofern gilt es zunächst, die Hausaufgaben zu erledigen und keinen Punkt unnötig liegen zu lassen, zumal plötzlich auch die Dresdner Eislöwen wieder Ansprüche auf Platz sechs anmelden. Nach dem 3:1-Sieg im Nachholspiel gegen Kaufbeuren am Dienstag ist die Mannschaft vom neu verpflichteten Coach Bill Stewart wieder bis auf zwei Punkte an die Starbulls herangerückt. Am vergangenen Sonntag gewannen die Dresdner das Sachsenderby in Weißwasser mit 5:2 und sorgten damit dafür, dass die Lausitzer Füchse in Rosenheim nun mächtig unter Druck stehen.

Füchse verpflichten Trainer Paul GardnerEine "Nullrunde" würde den Bemühungen um das Erreichen der Pre-Playoffs einen herben Dämpfer verleihen. Ihre rasante spätherbstliche und vorweihnachtlich Talfahrt konnten die Füchse immerhin stoppen. Mit Interimscoach Peter Ihnacak anstelle des von der Verantwortung entbundenen Dirk Rohrbach holten sie in den letzten sechs Spielen das Jahres 2015 bemerkenswerte 13 von 18 möglichen Punkten. Weil eine Einigung für ein weiteres Engagement von Ihnacak in der Lausitz nicht zu Stande kam, verpflichteten die Füchse den 59-jährigen kanadischen Trainerfuchs Paul Gardner. Unter seiner Verantwortung punktete das Team auswärts überraschend stark, siegte in Kaufbeuren, Bremerhaven und Kassel und entführte beim "Winterderby" vor über 30.000 Zuschauern immerhin einen Punkt aus Dresden.

Im heimischen Fuchsbau gab es dagegen mit Gardner noch nichts zu bejubeln, sondern glatte Niederlagen gegen Bad Nauheim und Dresden. Mit 44 Zählern rangieren die Füchse deshalb hinter dem punktgleichen ESV Kaufbeuren auf Tabellenplatz 12. Der Rückstand auf Pre-Playoff-Platz zehn beträgt vier Punkte. Mit dem kurz vor Weihnachten nachverpflichteten DEL-erfahrenen Stürmer Ken Magowan (Leistenprobleme) und dem schussstarken Verteidiger Lukas Pozivil (Ellenbogenentzündung) müssen die Lausitzer beim Gastspiel in Rosenheim wahrscheinlich auf zwei wichtige Akteure verzichten. Gespannt darf man darauf sein, wer das Tor der Gäste hüten wird. Der vor der Saison als klare Nummer eins verpflichtete Joe Fallon überzeugte nur in den ersten Saisonspielen. Danach wechselten beim US-Amerikaner immer weniger Licht mit immer mehr Schatten. Trainer Paul Gardner schenkte zuletzt Backup Johannes Wiedemann das Vertrauen, der seinem Team die beiden Punkte in Bremerhaven (2:1 n.V.) fast im Alleingang gewann und auch beim sensationellen 5:1-Sieg in Kassel überragend hielt. Im letzten Heimspiel gegen Dresden sah Wiedemann dagegen eher unglücklich aus und musste seinen Platz nach dem zweiten Spielabschnitt wieder für Fallon räumen.

Die bisherigen Saisonduelle mit den Lausitzer Füchsen gewannen die Starbulls allesamt. In Weißwasser behielten sie zweimal nach Verlängerung die Oberhand (4:3 und 2:1), im Allerheiligen- Heimspiel gelang den Grün-Weißen ein souveräner und ungefährdeter 4:1-Sieg. Die Favoritenrolle kann und will Trainer Franz Steer gegen den ehemaligen "Angstgegner" aus der Lausitz deshalb gar nicht bestreiten: "Wir wollen oben dabei bleiben und dazu müssen wir ein solches Spiel gewinnen". Allerdings könnte die Partie gegen einen vermutlich defensiv eingestellten und destruktiv agierenden Gegner durchaus zu einem unangenehmen Geduldsspiel werden.

Ihrerseits ein unangenehmer Gegner sein wollen die Starbulls dann am Sonntag beim Gastspiel in Crimmitschau. Ende Oktober gelang ihnen das schon einmal. Tyler McNeely sorgte im Sahnpark für eine frühe Führung, die bis weit in den letzten Spielabschnitt Bestand hatte. Doch die Eispiraten, die zuvor den Eindruck erweckten, noch Stunden spielen zu können ohne zu treffen, drehten die Partie durch zwei späte Überzahltore von Tospcorer Eric Lampe (53 Punkte in 38 Spielen!) und gewannen 2:1. Dass die Westsachsen, die jetzt noch vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone haben, nach einem Null-Punkte-Wochenende unter Zugzwang stehen, macht die Aufgabe in Crimmitschau für die Starbulls diesmal nicht leichter. Vor allem wollen sich die Eispiraten für die 3:2-Niederlage beim letzten Auftritt in Rosenheim revanchieren und sich für die schlussendlich blamable 1:5-Heimpleite im letzten Heimspiel gegen den Tabellenvorletzen aus Freiburg vor eigenem Publikum rehabilitieren. Ansonsten präsentierte sich die Mannschaft von Chris Lee im Jahr 2016 überraschend stark, feierte in Heilbronn und Bad Nauheim 4:1-Siege und gewann die Heimspiele gegen Riessersee (6:3) und Kaufbeuren (3:0).

Einen aus Crimmitschauer Sicht negativen Saisonrekord stellte allerdings die derbe 2:14-Niederlage vor zwei Wochen in Kassel dar. Starbulls-Coach Franz Steer kann wieder auf den am vergangenen Wochenende grippebedingt ausgefallenen Fabian Zick zurückgreifen. Ob dies auch bei Andrej Strakhov und Dominik Daxlberger der Fall ist, wird sich erst kurzfristig entscheiden. Stürmer Stefan Loibl trainierte unter der Woche in Rosenheim, Franz Steer rechnet aber damit, dass er am Wochenende zu DEL-Einsätzen für Kooperationspartner Straubing kommt. Sicher fehlen werden dem Rosenheimer Trainer neben Christian Neuert auch der noch krankgeschriebene Gustav Veisert und der noch an einer Fußverletzung laborierende Florian Gaschke.

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V.

Rubriklistenbild: © Ludwig Schirmer

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