Kaufbeuren vs. Starbulls 3:4

Knapper Sieg in schwacher Begegnung

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Max Vollmayer
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Kaufbeuren - Hauptsache gewonnen! Die Rosenheimer Eishockeyspieler setzten sich am Abend in einer schwachen Partie bei einem angeschlagenen ESV Kaufbeuren mit 4:3 (0:0, 2:2, 2:1) durch.

Nach einem torlosen ersten Drittel brachte Marc Schmidpeter die Gastgeber in der 22. Minute glücklich - es war ein halbes Eigentor - in Führung. Rosenheim antwortete durch ein Powerplay-Tor von CJ Stretch (29.), geriet aber drei Minuten später durch Josh Burnell (32.) erneut in Rückstand. Peter Lindlbauer egalisierte die ESVK-Führung in der 36. Minute jedoch ein zweites Mal.

Im Schlussabschnitt brachte Dominik Daxlberger die Grün-Weißen nach nur 21 Sekunden erstmal in Führung. Kaufbeuren glich zwar nach einer Fehlentscheidung des Referees in Überzahl durch Lee Baldwin noch einmal aus (51.), doch 83 Sekunden vor dem Ende gelang Wade MacLeod der insgesamt verdiente Siegtreffer für Rosenheim.

Einen ausführlichen Spielbericht lesen Sie am Samstagvormittag auf rosenheim24.de!

Hier können Sie das Spiel in unserem Live-Ticker nachlesen.

Vorbericht

Die beiden bisherigen Vergleiche mit dem ESV Kaufbeuren in der laufenden Saison haben die Starbulls jeweils auf eigenem Eis bestritten – mit völlig unterschiedlichen Ergebnissen. Beim 3:0-Sieg Anfang Oktober feierte Lukas Steinhauer im Rosenheimer Tor einen Shutout, obwohl die Gäste aus dem Allgäu zum Teil mehr Spielanteile hatten als die Starbulls und insgesamt mehr Schüsse auf das Rosenheimer Tor abgaben als umgekehrt. 

Körperloses Spiel wird bestraft

Ende November kassierten die Grün-Weißen dagegen eine hohe 3:8-Heimniederlage, obwohl diesmal das Torschussverhältnis für die Starbulls sprach. Nach Toren von David Vallorani und Wade MacLeod lag die Mannschaft von Franz Steer sogar zweimal verdient in Führung. Drei Gegentore binnen zwei Minuten und 14 Sekunden Ende des zweiten Drittels brachten die Allgäuer dann aber auf die Siegerstraße. In der zweiten Pause löste Timo Herden dann Lukas Steinhauer zwischen den Pfosten ab, konnte aber nicht verhindern, dass der ESV Kaufbeuren für seinen zweiten Dreierpac k nur noch 58 Sekunden (!) brauchte. Starbulls-Schreckgespenst an diesem schwarzen Nachmittag des Totensonntags 2015 war Chris St. Jacques, der dreimal selbst traf und zwei weitere Kaufbeuerer Tore auflegte. 

Ab 19.30 Uhr berichten wir in unserem Live-Ticker.

"Wir haben damals insgesamt nicht so schlecht gespielt, wie es der 3:8-Endstand vermuten lässt. Aber in den entscheidenden Phasen haben wir zu viele Fehler gemacht und vor allem körperlich nicht dagegen gehalten. Und das wird in der Liga von jedem Gegner bestraft", weiß Trainer Franz Steer, der mit seinem Team das Auswärtsspiel im Allgäu mit großem Respekt angeht: "Die Kaufbeurer haben gegen Bietigheim alles andere als schlecht begonnen, konnten aber das Tor nicht machen und sind dann in einen Negativstrudel geraten. Gegen uns wollen und müssen sie sich jetzt unbedingt rehabilitieren."

Kaufbeuren unter Zugzwang

Sieben Mal am Stück blieben die Rot-Gelben zuletzt ohne Punkte, und nach der bitteren 1:9-Heimniederlage gegen den neuen Tabellenführer Bietigheim Steelers machte sich doch etwas Ratlosigkeit in der Sparkassen-Arena am Berliner Platz breit. Immerhin hatte sich die personelle Situation wieder dem Optimum angenähert. Nun soll das Derby auf eigenem Eis den Wendepunkt aus Sicht der Allgäuer darstellen, die gegen die Starbulls mit Stefan Vajs wohl auch wieder auf ihre zuletzt erkrankte etatmäßige Nummer eins zwischen den Pfosten zurückgreifen können. Und dass der ESV Kaufbeuren nach dem jüngsten Herausfallen aus den Pre-Playoff-Rängen zum Punkten fast gezwungen ist, macht die Rosenheimer Aufgabe an der Wertach sicher nicht leichter.

Dass die Starbulls ihren positiven Trend – endlich eine Punktausbeute von über 50 Prozent, drei Auswärtssiege in Folge – aber in Kaufbeuren etablieren wollen, steht außer Frage. Allerdings sind gleich eine Handvoll Spieler im Kader angeschlagen, so dass durchaus mit dem ein oder anderen Ausfall zu rechnen ist. Die gute Nachricht: Andrej Strakhov hat vom ungeahndeten Kniecheck gegen ihn beim Heimspiel gegen Heilbronn keine ernsthafte Blessur davongetragen und kann am Wochenende aller Voraussicht nach wieder spielen. Und auch Stürmer Stefan Loibl steht, zumindest für das Auswärtsspiel in Kaufbeuren, zur Verfügung.

Vollmayer wieder in der Abwehr?

Das bedeutet aber, dass Franz Steer für den Förderlizenspieler einen geeigneten Platz in der zuletzt gut funktionierenden zweiten oder dritten Sturmreihe finden muss. "Die Aufstellung am Wochenende wird wohl von der Einsatzfähigkeit unserer Defensivspieler abhängen. Gut möglich, dass Maximilian Vollmayer wieder in der Verteidigung ran muss", so der Rosenheimer Coach, der sich auch bei der Besetzung der Position zwischen den Torpfosten noch nicht entschieden hat: "Lukas Steinhauer hat gegen Riessersee einen guten Job gemacht, Timo Herden hat in den beiden siegreichen Auswärtsspielen davor gut gehalten. Im Training unter der Woche haben beide überzeugt."

rosenheim24.de berichtet von der Partie, die um 19.30 Uhr in der Sparkassen-Arena beginnt, wie gewohnt per LIVE TICKER. Außerdem sind auch unsere Kollegen von Radio Charivari vor Ort und berichten in Ausschnitten. Zudem kann bei Sprade TV ein kostenpflichtiger Live Stream gebucht werden.

Starbulls Rosenheim/mw

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Martin Weidner

Martin Weidner

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