Wenn Eishockeyspieler Fahrt aufnehmen und in Richtung Tor stürmen, tun sie das in den meisten Fällen in gebückter Körperhaltung - den Blick nach unten auf den Puck gerichtet. Da vergisst man schnell einmal, was um einen herum passiert, noch dazu wenn ein gegnerischer Verteidiger auf einen zukommt, dessen Check man ausweichen muss. Diese Situationen erlebt Starbulls-Stürmer Gregory Squires zig-mal pro Partie, doch in den letzten Spielen hat er zu viel auf eigene Faust probiert, sich dabei in Alleingängen und Zweikämpfen verzettelt und das ausgerechnet im Überzahlspiel.
"Ich habe mit ihm unter der Woche gesprochen, ihn darauf aufmerksam gemacht, dass er und seine Mitspieler besser zur Geltung kommen, wenn schnell gepasst wird", erklärte Starbulls-Coach Franz Steer vor dem Heimspiel heute, Freitag, 19.30 Uhr, gegen Crimmitschau und dem Gastspiel am Sonntag, 18 Uhr, beim Spitzenreiter Bietigheim. Einfach und effektiv spielen heißt das Motto und deshalb hat sich Greg Squires auf seinen Schläger eine Botschaft geschrieben: "Simple" steht auf dem Schläger-Schaft, und jedesmal wenn Squires puckführend nach unten schaut und er zu einem Alleingang ansetzt, wird er an die Vorgabe seines Trainers erinnert.
Beinahe wäre der Coup mit Quirk gelungen
Dem wäre in den letzten Tagen fast ein großer Coup gelungen, denn es hat nicht viel gefehlt, dann hätte Corey Quirk heute das Starbulls-Trikot übergestreift. "Wir haben miteinander telefoniert, ich habe ihm gesagt, die Tür in Rosenheim steht für ihn immer offen, er hätte für das gleiche Gehalt wie im letzten Jahr gespielt und er hätte die besser dotierten Angebote aus Ravensburg, Heilbronn, Schwenningen und von den Hannover Indians ausgeschlagen", berichtet Steer. Letztendlich ist Quirk doch in Hannover gelandet, allerdings in der DEL bei den Scorpions. "Er hatte immer den Traum, in der DEL zu spielen, jetzt ist es so weit. Ich gönne es ihm", freut sich Steer für Quirk.
Mayer statt Häkkinen im Tor
Heute können es die Starbulls besser machen, auch wenn die Einsätze von Michael Fröhlich (krank) und Marcus Marsall (im Training umgeknickt) fraglich sind. Im Tor steht heute mit ziemlicher Sicherheit Beppi Mayer. "Das hat er sich verdient und außerdem zwickt bei Pasi Häkkinen die Leiste", sagte Steer gestern.
Am Sonntag sind die Rosenheimer bei Spitzenreiter Bietigheim nur Außenseiter. "Die haben momentan einen Lauf, aber sie haben auch sehr gute Spieler", weiß Steer. Top bei Bietigheim sind die beiden Rodman-Brüder David und Marcel. Die Slowenen haben es in zusammen 46 Spielen auf 67 Skorerpunkte gebracht. "Mit ihnen steht und fällt das Bietigheimer Spiel", erklärte Steer. Für sein Team bedeutet das hart kämpfen und einfach spielen. Ein Blick auf den Schläger von Greg Squires genügt....
bz/Oberbayerisches Volksblatt

















