Dem Sechs-Punkte-Wochenende zum Auftakt folgte ein Null-Punkte-Wochenende, und das gegen Gegner, mit denen Franz Steers Jungs in der Vergangenheit keine größeren Probleme hatten.
Gegen Hannover war die Zweitliga-Bilanz bisher mit je fünf Siegen ausgeglichen, Ravensburg dagegen hatte sich in der vergangenen Saison in vier Spielen keinen einzigen Punkt gegen Rosenheim sichern können. Heuer dagegen warten die Starbulls nach drei Begegnungen gegen die Towerstars noch auf den ersten Sieg.
Man muss nicht lange suchen, um die Ursachen für den "Durchhänger" zu finden, nämlich die mangelnde Offensivkraft. In den letzten fünf Matches ließen die Starbulls dreimal nur einen einzigen Gegentreffer zu, zweimal deren drei, und dennoch verloren sie drei dieser Spiele. Am Sonntag in Ravensburg gleich zu null, ein Novum für die laufende Saison. In den beiden kompletten Spielzeiten seit dem Aufstieg hatten sie je dreimal torlos verloren. Und schaut man genauer auf die Tabelle, sieht man, dass die Starbulls als einzige der Top Six die Hundert-Tore-Marke noch nicht geknackt haben. Sogar die Eispiraten aus Crimmitschau, an der Grenze zum Play-off kämpfend und nächster Gegner der Starbulls, haben schon mehr Treffer erzielt. Gegen das Defensivverhalten ist dagegen nichts einzuwenden, haben doch nur die Schwenninger Wild Wings weniger Tore zugelassen als Pasi Häkkinen und seine Vorderleute.
Ravensburg konnte seinen dritten Sieg gegen Rosenheim ohne den abgewanderten NHL-Spieler Adam Hall feiern, und nach dem Ende des "Rent-a-Star"-Spuks kann man eine kleine Bilanz ziehen, wie stark die Kräfte aus der stärksten Liga der Welt den Starbulls geschadet haben. Neben dem erwähnten Adam Hall, der zu beiden Ravensburger Siegen je einen Treffer beigesteuert hat, profitierte vor allem Crimmitschau von den "Leiharbeitern". Die sechs Punkte, die die Sachsen gegen Rosenheim holten, basierten vor allem auf den fünf Toren und fünf Vorlagen der NHL-Profis Chris Stewart, Clark MacArthur und Wayne Simmonds. Zu den beiden Bietigheimer Siegen steuerten Joshua Bailey und Terry Galiardi je zwei Scorerpunkte bei, während Matt d'Agostini für Riessersee und Bruno Gervais für Heilbronn erfolglos blieben. Auch der Heilbronner Torhüter Steve Bernier, immerhin amtierender Stanley-Cup-Sieger, konnte die Niederlage gegen die Starbulls nicht verhindern. Gesamtbilanz aus Rosenheimer Sicht: je acht Tore und Vorlagen aus NHL-Reihen des Gegners in acht Begegnungen, von denen sechs (eine davon im Penaltyschießen) verloren gingen. Gott sei dank ist der Lockout in der NHL ja vorbei!
Oberbayerisches Volksblatt

















