"Haben am Ende eine Schippe draufgelegt!"

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Bad Nauheim – Der Traumstart in die neue DEL2-Saison ist perfekt: Die Starbulls gewannen am Abend auch ihr zweites Saisonspiel – diesmal sogar nach einem klaren Rückstand.

Die Rosenheimer Eishockeyspieler gewannen auch ihr zweites Saisonspiel in der DEL2 – diesmal nach einem 0:2-Rückstand in Bad Nauheim. Vor 1.984 Zuschauern gelang den Steer-Schützlingen im Schlussabschnitt mit drei Toren noch die Wende und sie gewannen die Begegnung bei den Roten Teufeln mit 4:3 (0:0, 1:2, 3:1).

Lange Zeit sah es aber nicht gut aus. Es fehlte Genauigkeit im Passspiel und Zug zum Tor, in der Abwehr durfte man sich bei Keeper Patrick Ehelechner bedanken, der seine Farben vor allem im zweiten Abschnitt mehrmals vor einem höheren Rückstand (und damit der Vorentscheidung) bewahrte. Doch mit großer Moral haben sich die Starbulls schließlich zurückgekämpft und mit sechs Punkten aus zwei Spielen einen idealen Start in die neue Spielzeit hingelegt.

Interview mit Starbulls-Coach Steer:

Die Gastgeber agierten im ersten Drittel mit aggressivem Forechecking und hatten dadurch nicht nur Feldvorteile, sondern auch ein deutliches Chancenplus. In der Anfangsphase war es mehrmals gefährlich vor dem Kasten von Patrick Ehelechner, der in der 9. Minute dann auch eine "Hundertprozentige" von Max Campbell nach einem Break zu Nichte machte. Im zweiten Teil wurde es aus Starbulls-Sicht zwar etwas besser, doch den Oberbayern fehlte bis auf einen Schuss von Marcus Götz und einen Versuch von Benjamin Zientek, dem die Scheibe in aussichtsreicher Position versprang, das nötige Tempo und der wirkliche Drang zum Tor.

Bad Nauheim vs. Starbulls

Im Mitteldrittel entwickelte sich zunächst ein regelrechtes „Scheibenschießen“ auf Ehelechner, der seine Farben mit Paraden gegen Campbell, Matt Beca oder Dusan Frosch im Spiel hielt. Bei einem Pfostenschuss von Frosch kam dann auch noch kurzzeitig viel Glück dazu, ehe die Hessen im Powerplay zweimal verdientermaßen zuschlugen. Erst fälschte Vitalij Aab einen Schuss von Drew Paris unhaltbar zum 1:0 ab (30.). Beim zweiten Nauheimer Treffer, von Campbell vorbereitet, fühlte sich kein Verteidiger für den eigenen Slot zuständig, so dass sich Frosch artig „bedanken“ konnte (34.). Glücklicherweise hatten die Rosenheimer kurz darauf die Antwort parat, als Andrej Strahkov abstauben konnte, nachdem Fabian Zick einen Schuss an die Latte gelenkt hatte. Trotzdem waren die Grün-Weißen mit dem Ergebnis nach 40 Minuten alles in allem sehr gut bedient, weil die Hausherren gut und gerne auch ein drittes oder viertes Tor hätten vorlegen können.

Klare Steigerung im letzten Drittel

Ein anderes Bild dann in den letzten 20 Minuten: Die Rosenheimer bekamen mehr und mehr die Spielkontrolle und schlugen dann gegen immer müder werdende Nauheimer eiskalt zu. Erst netzte Benjamin Zientek aus kurzer Distanz zum Ausgleich ein (51.), nur eineinhalb Minuten später gelang Simon Fischhaber nach einem herrlichen Angriff die erstmalige Rosenheimer Führung (52.). Die Vorentscheidung fiel in Minute 54, als Strakhov einen Penalty cool und sicher zum 2:4 verwandelte. Die Roten Teufel versuchten zwar noch einmal das Ruder herumzureißen, doch der Treffer zum 3:4-Endstand fiel drei Sekunden vor Schluss natürlich deutlich zu spät.

Die Pressekonferenz als Video:

„Wir haben in den ersten beiden Dritteln die Scheibe viel zu spät abgespielt und hatten viel zu wenig Bewegung in unserem Spiel. Das war nicht gut. Erfreulich war, dass wir im letzten Drittel dann eine Schippe haben drauf legen können. Wir haben mit vier Reihen durchgespielt und waren dann am Ende immer einen Schritt schneller“, konstatierte Starbulls-Coach Franz Steer, der mit seinem Team am Freitag zum nächsten Spiel bei den Ravensburg Towerstars antreten muss (20 Uhr).

Das Spiel in der Statistik:

Rote Teufel Bad Nauheim – Starbulls Rosenheim 3:4 (0:0, 2:1, 1:3) 

Tore: 1:0 (30.) Vitalij Aab (Drew Paris, Patrick Strauch – Überzahl-Tor), 2:0 (34.) Dusan Frosch (Max Campbell, Drew Paris – Überzahl-Tor), 2:1 (37.) Andrej Strakhov (Fabian Zick, Mondo Hilger), 2:2 (51.) Benjamin Zientek (Fabian Zick), 2:3 (52.) Simon Fischhaber (Mario Trabucco, Tim Kunes), 2:4 (54.) Andrej Strakhov (Penaltyschuss), 3:4 (60.) Matt Beca (Drew Paris – sechster Feldspieler).

Schiedsrichter: Alfred Hascher (Miesbach).

Strafen: Bad Nauheim 10 – Rosenheim 8.

Zuschauer: 1.984.

redro24/mw

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