Starbulls holen nur ein Pünktchen in Kaufbeuren

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Kaufbeuren - Nichts wurde es mit dem erhofften 6-Punkte-Wochenende: Dabei brachte Kim Staal die Grün-Weißen zweimal in Führung!

Fazit vom rosenheim24-Liveticker

Die Starbulls verlieren beim Tabellenschlusslicht mit 3:2 nach Verlängerung. Im ersten Drittel war es noch die mangelhafte Chancenverwertung, die einer klaren Rosenheimer Führung im Wege stand. Mit zunehmender Spieldauer agierten die Grün-Weißen dann aber immer nachlässiger und überließen den anfangs fast überfordert wirkenden Gastgebern mehr und mehr die Initiative. Diesen Trend konnten die Starbulls nicht mehr umdrehen. In der Verlängerung hatten dann zwar die Rosenheimer die klareren Chancen, dennoch haben sich die Gastgeber den Sieg letztlich mehr verdient.

Der Live-Ticker zum Nachlesen

Tabellensituation

Durch die vier Punkte am Wochenende rutschten die Starbulls hinter den Dresdner Eislöwen mit 54 Punkten auf Platz 3 ab. Der EV Landshut, der am Sonntag bei den Bietigheim Steelers verlor, liegt mit 57 Punkten an der Tabellenspitze. Am nächsten Freitag haben die Rosenheimer daheim gegen die Heilbronner Falken die Chance, den Abstand weiter zu verkürzen!

Statistik:

Zuschauer: 1.160

Schiedsrichter: Alfred Hascher

Tore:

1. Drittel

0:1 (5:28) Kim Staal (Shawn Weller)

2. Drittel

-

3. Drittel

1:1 (43:03) Maury Edwards (Stephen Schultz, Hans Detsch)

1:2 (45:02) Kim Staal (Shawn Weller)

2:2 (55:49) Matti Näätänen (Sami Ryhänen, Max Schmidle)

Overtime

3:2 (64:30) Stephen Schulz (Penalty)

Vorbericht:

Konnte am Freitag noch der Vorletzte Crimmitschau vor eigenem Publikum mit 5:2 besiegt werden will man jetzt mit Auswärtssieg Nummer Elf das Sechspunkte- Wochenende perfekt machen.

Unterdessen entwickelt sich unter den Anhängern der Oberbayern eine lebhafte Diskussion über die kurzfristige Leihgabe von Norman Hauner an Kooperationspartner München, der auch heute Abend nochmals für den DEL-Ligisten auflaufen wird. Immerhin ist Hauner mit 14 Toren der treffsicherste Schütze innerhalb des Kaders.

Ansonsten kann Steer auf alle Stürmer zurückgreifen und somit auf alle Fälle mit vier Sturmreihen agieren. Zuletzt rückte Kim Staal für Hauner in die erste Reihe und verlieh durch sein Mitwirken dem ersten Rosenheimer Block ungeahnte Durchschlagkraft.

Selten zuvor in der so langen Geschichte der beiden bayerischen Kontrahenten waren die Rollen derart klar verteilt: Während die Oberbayern kontinuierlich punkten und den Anschluss an der Tabellenspitze halten, befinden sich die Allgäuer derzeit im freien sportlichen Fall. Sieben Mal in Folge gingen die Joker jetzt schon als Verlierer vom Eis, holten dabei ein mageres Pünktchen und mussten in dieser Zeit 48 Gegentreffer schlucken. Das Verhängnis nahm dabei mit dem letzten Gastspiel der Starbulls am Berliner Platz seinen Lauf, welches die Innstädter mit 8:1 für sich entscheiden konnten.

Quo Vadis ESV Kaufbeuren? Das vom ehemaligen Nationalspieler und einstigem Kaufbeurer Aushängeschild Didi Hegen geführte Team bleibt momentan jeden Beweis seiner Zweitligatauglichkeit schuldig. Die Mannschaft hat zwar auch vor der Verletzung von Stammtorhüter Stefan Vajs häufig verloren, jedoch zumeist immer knappe Ergebnisse abgeliefert. Auch gelang es der mit vielen einheimischen Spielern bestückten Mannschaft immer wieder zu punkten und den Anschluss in der Tabelle zu halten.

Kann man die Misere also am jungen Backup- Goali Johannes Wiedemann festmachen, welcher seither das Tor der Allgäuer hütet? Sicher kann Wiedemann einen Stefan Vajs nicht ersetzen, jedoch beklagt Didi Hegen vor allem den mangelnden Einsatz seiner Verteidiger, die ihren jungen Torhüter schmählich im Stich lassen würden. Mit jetzt schon 119 Gegentreffern ist Kaufbeuren die Schießbude der Liga und auch vorne will so gar nichts gelingen. Nur 69 Mal konnten die Kanoniere der Joker selber treffen und damit sind sie auch in dieser Kategorie das abgeschlagene Schlusslicht in der DEL2.

Der quantitativ und qualitativ von Haus aus schon dünn besetzte Kader stößt aktuell klar an die Grenzen. Dazu mehren sich die Stimmen rund um den ESVK, die einen internen Trainertausch fordern und statt Hegen lieber den Trainer des Kaufbeurer DNL- Teams, Juha Nokelainen, hinter der Bande sehen würden.

Auch das ansonsten so treue und heißblütige Publikum kehrt dem Allgäuer Traditionsteam den Rücken. Zuletzt wollten grade einmal 953 Fans das Gastspiel von Meister Bietigheim sehen.

Trotz der Kaufbeurer Misere fand Starbulls- Trainer Franz Steer zuletzt mahnende Worte an sein Team, die Aufgabe im Allgäu nicht zu unterschätzen. "Wenn wir glauben, wir können dort mit halber Kraft spielen, dann werden wir verlieren", so der Rosenheimer Übungsleiter. "Nur wenn wir eine gute Leistung abliefern, können wir dort gewinnen."

Pressemitteilung Starbulls Rosenheim e.V. (O.L.)

Rubriklistenbild: © Foelsner Christian

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