Rückschlag am 43. Spieltag der DEL2

War's das schon mit Platz sechs für die Starbulls?

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Der Einsatz stimmte bei den Starbulls - das Ergebnis aber nicht!

Rosenheim - Chancen zuhauf, aber ein Tor weniger als der Gegner: Der Abend für die Starbulls verlief dramatisch und am Ende bitter, weil auch die Konkurrenz um die direkten Playoff-Plätze fleißig punktete.

Vor 2.312 Besuchern im städtischen Eisstadion unterlagen die Rosenheimer Eishockeyspieler in einer temporeichen und bis zum Schluss spannenden Begegnung mit 3:4 (1:2, 0:1, 2:1) den Ravensburg Towerstars und liegen damit nun acht (Ravensburg) bzw. sieben Punkte (Frankfurt: 3:2 n.P. in Freiburg) hinter dem sechsten Tabellenplatz in der DEL2. 

Auch Dresden zog an den Grün-Weißen vorbei und verdrängte diese auf Rang acht! Knapp einen Monat vor dem Ende der Hauptrunde muss deshalb die Frage erlaubt sein: Wars das schon mit den direkten Playoff-Träumen für die Starbulls?

Alle Tore des Spiels: 

Dabei versuchten die Starbulls gegen die Towerstars bis zum Schluss alles, feuerten deutlich mehr Schüsse als der Gegner ab, aber verzweifelten immer wieder am eigenen Abschluss oder am starken Ravensburger Torhüter Christian Rohde.„Bis auf die Chancenverwertung kann ich meiner Mannschaft nichts vorwerfen“, sagte Starbulls-Coach Franz Steer nach dem Spiel, der allerdings auch selbstkritisch einräumte: „Vielleicht sind wir auch nicht gut genug!“

Beide Mannschaften mussten ersatzgeschwächt antreten. Rosenheim musste auf Neuert, Veisert und Strahkov verzichten, bei den Oberschwaben fehlten mit MacLean und Tousignant gleich zwei Kontingentspieler. Dennoch sahen die Fans von Beginn an ein gutes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Doch in Überzahl waren die Blau-Roten gnadenlos: Beim ersten Treffer stimmte die Zuordnung in der Rosenheimer Defensive allerdings überhaupt nicht, so dass Austin Smith rechts neben dem Tor sträflich frei war und mit der Rückhand verwandeln konnte (14.).

48 Sekunden später antwortete Rosenheim jedoch mit dem Ausgleich durch Wade MacLeod (15.), doch dieses Ergebnis konnten die Grün-Weißen nicht in die erste Pause retten, da Torwart Timo Herden beim Schlenzer von Fabio Carciola - wiederum im Powerplay - von der blauen Linie die Sicht verdeckt war, 1:2 (19.).

Spätestens ab dem Mitteldrittel war es aus Sicht der Hausherren zum Haare raufen: Rosenheim war nun klar besser, nützte aber zunächst eine Fünf-gegen-Drei-Situation nicht und hatte anschließend reihenweise beste Chancen. Manuel Edfelder zog knapp drüber, Max Vollmayer vergab knapp und David Vallorani versemmelte erst einen Penalty kläglich (36.) und traf dann nur Sekunden später nach einem herrlichen Angriff nur die Querlatte. Zu diesem Zeitpunkt stand es allerdings längst 1:3, weil die clever aufspielenden Ravensburger ein drittes Überzahl-Tor durch Kapitän Radek Krestan erzielt hatten (26.).

Starbulls - Ravensburg Towerstars 3:4

20 Sekunden nach Beginn des letzten Abschnitts brachte Top-Scorer CJ Stretch mit dem 2:3 die Hoffnung in die Starbulls-Fankurve zurück. Doch Ravensburg spielte stur weiter seinen Stiefel runter und schlug durch Brian Roloff ein weiteres Mal eiskalt zu (47.). In der Schlussphase wurde es dann richtig dramatisch - und auch ärgerlich aus grün-weißer Sicht. Erst brachte MacLeod die Starbulls gut drei Minuten vor Schluss wieder auf ein Tor heran, ehe er zu Beginn der letzten Minute hinter dem Towerstars-Tor glasklar gefoult wurde.

Schiedsrichter Sascha Westrich, der insgesamt eine sehr schwache Leistung ablieferte, sah jedoch keine Regelwidrigkeit und schickte stattdessen den Kanadier wegen Reklamierens für 10 Minuten in die Kühlbox. Anschließend brummte Westrich auch noch Peter Lindlbauer, der seinen Schläger aus Wut gegen das Plexiglas gedonnert hatte, eine Spieldauerstrafe wegen angeblicher Beleidigung auf. „Was der Schiedsrichter da zu meinem Kapitän gesagt hat, geht überhaupt nicht und wird ein Nachspiel haben“, schimpfte Steer, dessen Team das Ruder in den dann noch verbleibenden hektischen 38 Sekunden nicht mehr herumreißen konnte. 

„Unser Torhüter war heute sehr gut und wir waren im Powerplay clever. In Unterzahl haben wir zudem sehr gut gearbeitet und nichts kassiert. Es war aber nicht einfach, hier zu gewinnen“, resümierte Ravensburgs Coach Danny Naud. Steer hingegen haderte weiter mit den Chancen: „Wir hatten unter anderem zweimal den Pfosten, einen Penalty und einmal das komplett leere Tor. Hinzu kamen die am Ende nicht nachvollziehbaren Schiedsrichter-Entscheidungen. Insgesamt ist das heute sehr unglücklich gegen uns gelaufen!“

Die Pressekonferenz nach dem Spiel:

Das Spiel in der Statistik: 

Starbulls Rosenheim - Ravensburg Towerstars 3:4 (1:2, 0:1, 2:1) 

Tore: 0:1 (14.) Austin Smith (Brian Roloff, Konstantin Schmidt - Überzahl-Tor), 1:1 (15.) Wade MacLeod (CJ Stretch, Stefan Loibl), 1:2 (19.) Fabio Carciola (Lukas Slavetinsky, Radek Krestan - Überzahl-Tor), 1:3 (26.) Radek Krestan (Fabio Carciola, Lukas Slavetinsky - Überzahl-Tor), 2:3 (41.) CJ Stretch (Stefan Loibl, Beppo Frank), 2:4 (47.) Brian Roloff (Konstantin Schmidt, Radek Krestan), 3:4 (57.) Wade MacLeod (CJ Stretch, Peter Lindlbauer)

Schiedsrichter: Sascha Westrich (Zweibrücken)

Strafen: Rosenheim 24 plus 10 für Wade MacLeod plus Spieldauerstrafe für Peter Lindlbauer - Ravensburg 16 

Zuschauer: 2.312

mw

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