Starbulls zünden Feuerwerk gegen Ravensburg

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Rosenheim - Eigentlich gab es an der starken Leistung und dem verdienten Sieg der Starbulls am Sonntagabend nichts auszusetzen. Einer hätte die Tore aber lieber anders verteilt. *NEU: Fotos*

Video: Die Höhepunkte

"Mir wäre lieber gewesen, die sieben Tore hätten sich auf das Wochenende verteilt", sagte Rosenheims Trainer Franz Steer nach dem deutlichen 7:3 (2:2, 3:1, 2:0)-Erfolg seiner Cracks am Sonntagabend im Kathrein-Stadion gegen die zuletzt auswärtsschwachen Ravensburg Towerstars. Der Coach spielte damit auf die mehr als vermeidbare 1:2-Pleite am Freitag in Weißwasser an, wo die Grün-Weißen lediglich zwei Treffer mehr hätten erzielen müssen und damit ein Sechs-Punkte-Wochenende hätten verbuchen können. So aber blieb es bei drei Zählern. Insgesamt haben die Rosenheimer nun deren 35 in der DEL2-Tabelle auf dem Konto.

Die 2.005 Zuschauer sahen eine sehr gute Starbulls-Mannschaft, die Ravensburg eigentlich in keiner Phase der Partie eine echte Chance ließ. Rosenheim begann schon im ersten Drittel mit viel Druck, in der sechsten Minute scheiterten die Starbulls mit einem Pfostenschuss. Nur Sekunden später traf Simon Fischhaber mit einem wuchtigen Schlagschuss zum wichtigen 1:0 (7.) hoch ins Torwarteck.

Zwei Powerplay-Tore in 35 Sekunden

Doch die Oberschwaben zeigten anschließend, wie Überzahl-Hockey funktioniert. Zunächst gelang Radek Krestan in doppelter Überzahl der Ausgleich, als er die Scheibe einfach mal in den Torraum "chippte", wo Micky Rohner ein lupenreines Eigentor unterlief. Da Eigentore im Eishockey aber nicht gezählt werden, ging der Treffer offiziell auf das Konto des Ex-Schwenningers. Nur 35 Sekunden später stand es 1:2, als Johannes Sedlmayr - immer noch im Powerplay - einen Abpraller verwandelte. Rosenheim korrigierte das Ergebnis aber noch vor dem ersten Wechsel, als Kapitän Stephan Gottwald aus kurzer Distanz erfolgreich war.

Im zweiten Drittel legten die Hausherren einen Blitzstart hin: Nach 26 Sekunden traf Sergio Somma zum 3:2, in der 25. Minute legte Gottwald einen vierten Rosenheimer Treffer nach - jeweils nach tollen Energieleistungen. Ravensburg kam zwar durch einen Schuss von Stephan Vogt, der Starbulls-Keeper Patrick Ehelechner durch "die Hosenträger" ging, noch einmal heran, doch Benjamin Zientek sorgte wenig später nach Vorlage von Fischhaber für klare Verhältnisse.

Starbulls vs. Ravensburg

McNeely nicht ernsthaft verletzt

Obwohl die Gäste im letzten Abschnitt die Offensive verstärkten, ließen die Oberbayern nicht mehr viel anbrennen - und legten noch zwei weitere Treffer nach. Erst gelang Fabian Zick im Powerplay das 6:3, ehe Zientek mit seinem zweiten Treffer des Abends in der 56. Minute den klaren Starbulls-Erfolg besiegelte. Und das alles gelang ohne Tyler McNeely. Der Kanadier hatte in Weißwasser einen Schlag auf den Rücken bekommen. Seinen eigenen Angaben zufolge handele es sich aber um "keine ernsthafte Verletzung" und es gehe ihm "schon besser".

In der anschließenden Pressekonferenz ging Steer dann auf die Chancenauswertung ein. Ihm fehlen derzeit die entscheidenden Tore der Leistungsträger, so wie beispielsweise beim Spiel in Weißwasser. Zufrieden hingegen ist Steer mit seinen jungen Verteidigern, die nach der Verletzung von Max Renner und der Sperre von Beppo Frank in die Bresche springen mussten: “Die haben Superspiele gemacht.” Dennoch hofft Steer für die Zukunft: “Vielleicht ist nach den sieben Toren heute der Knoten geplatzt.”

Das Spiel in der Statistik:

Starbulls Rosenheim - Ravensburg Towerstars 7:3 (2:2, 3:1, 2:0)

Tore: 1:0 (8.) Simon Fischhaber (Marcus Götz, Benjamin Zientek), 1:1 (13.) Radek Krestan (Alex Leavitt - Überzahl-Tor 2), 1:2 (13.) Johannes Sedlmayr (Maury Edwards - Überzahl-Tor), 2:2 (17.) Stephan Gottwald (Max Hofbauer, Fabian Zick), 3:2 (21.) Sergio Somma (Mario Trabucco, Andrej Strakhov), 4:2 (25.) Stephan Gottwald (Mondo Hilger, Marcus Götz), 4:2 (30.) Stephan Vogt (Patrick Baum), 5:3 (33.) Benjamin Zientek (Simon Fischhaber, Max Vollmayer), 6:3 (44.) Fabian Zick (Max Hofbauer, Marcus Götz - Überzahl-Tor), 7:3 (56.) Benjamin Zientek (Simon Fischhaber, Tim Kunes).

Schiedsrichter:  Ralph Bidoul (Sonthofen).

Strafen: Rosenheim 8 - Ravensburg 20.

Zuschauer: 2.005.

Pressemeldung Starbulls/redro24/mw

Rubriklistenbild: © Ruprecht

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