Tolles Starbulls-Comeback im letzten Drittel

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Weißwasser - Harte Arbeit wird zumeist belohnt. So auch im Fall der Starbulls bei ihrem sonntäglichen Auftritt in Weißwasser. Die Wende folgte dabei im letzten Drittel:

Video: Die Höhepunkte des Spiels

Die Rosenheimer Eishockeyspieler feierten beim 5:3 (0:2, 1:1, 4:0)-Erfolg bei den Lausitzer Füchsen im letzten Abschnitt nämlich ein tolles Comeback – und machten aus einem 1:3-Rückstand (nachdem sie vorher schon 0:2 zurückgelegen hatten) noch einen insgesamt verdienten Auswärtssieg. Und die Vorstellung und mannschaftliche Geschlossenheit ist umso höher zu bewerten, wenn man bedenkt, dass die Grün-Weißen mit einer absoluten Rumpftruppe ohne sechs Stammspieler (Pasi Häkkinen, Stephan Gottwald, Florian Müller, Benjamin Zientek, Max Hofbauer, Shawn Weller) an die polnische Grenze gereist waren. Mann des Abends aus Sicht der Rosenheimer war diesmal Kim Staal. Der dänische Nationalspieler war mit zwei Toren und zwei Assists maßgeblich am Auswärtssieg beteiligt. Auch Andrej Strahkov konnte mit vier Vorlagen positiv von sich reden machen.

In der Defensive zu nachlässig

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Bericht der Lausitzer Füchse

Doch zunächst lief aus Sicht der Oberbayern nicht viel zusammen. In ihrer schicken neuen Eisarena waren die Füchse im ersten Drittel eindeutig die tonangebende Mannschaft. Dies lag auch daran, dass Rosenheim in der Defensive ungewohnt nachlässig und offensiv zumeist ungefährlich agierte. Bereits in der 4. Minute gingen die Hausherren in Führung, als ein langer Pass aus dem eigenen Drittel Markus Lehnigk erreichte. Sein Schuss schlug über der Schulter von Frederic Cloutier unter dem Querbalken ein. Auch in der Folge gewann Weißwasser mehr Zweikämpfe und konnte die Führung in der 15. Minute folgerichtig ausbauen, als Staals "Dänen-Spezl" Christoffer Kjärgaard im Powerplay erfolgreich war. Erst in der Schlussphase konnten auch die Starbulls erste Akzente setzen: Micky Rohner traf im Powerplay nur den Pfosten und nur Sekunden später vergab Strahkov frei vor dem nahezu leeren Tor.

Gegentor neun Sekunden vor der Sirene

Der Mittelabschnitt begann beiderseits recht zerfahren, ehe aber wiederum die Gelb-Blauen zunächst Oberwasser bekamen. Sebastian Klenner und Casey Piero-Zabotel hatten jeweils den dritten Treffer auf dem Schläger, ehe der Starbulls-Anschluss eher aus dem Nichts fiel. Fabian Zick bediente Strahkov, der behielt hinter dem Tor die Übersicht und schaufelte die Scheibe in den Slot, wo Staal per Direktabnahme erfolgreich war - 2:1 (32.). Doch neun Sekunden vor der zweiten Sirene schienen die grün-weißen Felle wieder davon zu schwimmen, als Weißwasser in Person von Kjärgaard einen zweiten Powerplay-Erfolg verbuchen konnte. Der Schuss des Dänen war zwar klasse, doch zuvor klärten die Starbulls an der eigenen blauen Linie einfach nicht konsequent genug.

Vier Tore im letzten Drittel

Trainer Franz Steer fand in der Kabine dann aber ganz sicher die richtigen Worte, denn im Schlussdrittel folgte die große "Auferstehung" der Innstädter - genau so, wie es Dresden am Freitag im Kathrein-Stadion vorgemacht hatte. Obwohl die Rosenheimer nur drei Reihen zur Verfügung hatten (Hauner/McNeely/Marsall, Staal/Strahkov/Zick, Hanselko/Schopf/Tausch bzw. Hilger im letzten Drittel), berannten sie nun fast nahezu unterunterbrochen das Tor von Dustin Strahlmeier. Dominic Auger, Robin Weihager und Robin Hanselko hatten schon gute Chancen, ehe Tyler McNeely in der 47. Minute im Powerplay per simplem Bauerntrick der wichtige Anschlusstreffer gelang. Wenig später war die komplette Wende fällig: Fabian Zick ließ einen Gegenspieler per Finte aussteigen und traf durch die "Hosenträger" von Strahlmeier zum 3:3 (53.). Und nur 48 Sekunden später führte Rosenheim erstmals, als Staal eine tolle Einzelleistung ins kurze Eck abschloss (54.). Weißwasser hatte nun nichts mehr entgegenzusetzen und so war es Robert Schopf vorbehalten, in der 58. Minute für die endgültige Entscheidung zu sorgen. Nach einem Abpraller von Strahlmeier staubte er aus kurzer Distanz zum 3:5-Endstand ab.

Mit diesem Erfolg behaupteten die Starbulls mit jetzt 23 Punkten einen Zähler hinter Spitzenreiter Bietigheim den zweiten Tabellenplatz. Die kommenden Aufgaben sind aber nicht minder schwer: Am Freitag gastieren die Grün-Weißen in Hessen beim Aufsteiger EC Bad Nauheim (19.30 Uhr), am Sonntag kommen dann die Fischtown Pinguins (18 Uhr) ins Kathrein-Stadion.

Das Spiel in der Statistik:

Lausitzer Füchse – Starbulls Rosenheim 3:5 (2:0, 1:1, 0:4)

Tore: 1:0 (4.) Markus Lehnigk (Sebastian Klenner, Markus Schmidt), 2:0 (15.) Christoffer Kjärgaard (Peter Boon, Danny Pyka), 2:1 (32.) Kim Staal (Andrej Strahkov, Fabian Zick), 3:1 (40.) Christoffer Kjärgaard (Danny Pyka, Scott King – Überzahl-Tor), 3:2 (47.) Tyler McNeely (Kim Staal, Robin Weihager – Überzahl-Tor), 3:3 (53.) Fabian Zick (Andrej Strahkov, Michael Rohner – Überzahl-Tor), 3:4 (54.) Kim Staal (Andrej Strahkov, Robin Weihager), 3:5 (58.) Robert Schopf (Andrej Strahkov, Kim Staal).

Schiedsrichter: Sascha Westrich (Zweibrücken).

Strafen: Weißwasser 8 – Rosenheim 14.

Zuschauer: 1.793.

redro24/mw

Rubriklistenbild: © Fölsner

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