Steer: "Unser Ziel ist weiter Platz zwei"

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Starbulls-Torwart Claus Dalpiaz spielt bislang eine starke Saison.

Rosenheim (OVB) - Zwei höchst unterschiedliche Aufgaben warten am Wochenende auf die Starbulls Rosenheim in der Eishockey-Oberliga.

Am heutigen Freitag gastiert die Mannschaft von Trainer Franz Steer beim Tabellenzweiten EC Peiting (Beginn 19.30 Uhr), am Sonntag steht dann das Heimspiel gegen den Drittletzten Deggendorf Fire auf dem Plan (Beginn 18 Uhr).

Nach der Niederlage im Nachholspiel am Dienstag gegen Landsberg sucht Steer nach der Erfolgsformel und mutiert dabei fast schon zum Mathematik-Professor - Wahrscheinlichkeitsrechnung ist angesagt: "Wir müssen mehr schießen, dann werden wir auch mehr Tore machen", gibt er seinem Team mit auf den Weg. Zuletzt hatte man viele gute Gelegenheiten ausgelassen, beziehungsweise manchmal auch den direkten Weg zum Tor vermissen lassen. "Wir wollen in Peiting gewinnen, dazu müssen wir Tore schießen", macht Steer klar - und Gegentore vermeiden. "Die Dinger gegen Landsberg dürfen einfach nicht passieren", meinte der Starbulls-Coach noch zwei Tage später - zumal er seiner Mannschaft zuvor noch eine DVD von den Landsberg-Toren aus dem Spiel gegen Herne gezeigt hatte: "Das waren fast die- selben Tore wie dann gegen uns", ärgerte sich Steer. Vermieden werden sollten am heutigen Freitag auch Strafzeiten und damit Unterzahlsituationen. "Speziell in Peiting müssen wir von der Strafbank fernbleiben", fordert Steer Disziplin und cleveres Verhalten von seinem Team. Insofern hat der Rosenheimer Coach die Erfolgsformel dann auch beisammen: x (mehr Tore) + y (weniger Gegentore) - z (Strafminuten) = drei Punkte!

Dass die Aufgabe natürlich schwer werden wird, ist Steer auch klar: "Peiting hat fast die gleiche Truppe wie im Vorjahr zur Verfügung, die stehen nicht von ungefähr wieder auf Rang zwei." Mit Stefan Horneber habe man zudem einen guten Torhüter verpflichten können. "Der ist auf dem gleichen Niveau wie Stefan Vajs", weiß Steer - und eben jener Vajs wurde in der Vorsaison zum besten Goalie der Oberliga gekürt. Allerdings gibt sich der Rosenheimer Trainer auch optimistisch: "Unsere Leistung in den letzten Spielen war überwiegend gut, die Mannschaft ist fit, hat zuletzt permanent Druck erzeugt. Und in Peiting haben wir uns immer gut verkauft."

Ein Erfolg wäre für die Starbulls wichtig, schließlich sind die Rosenheimer in der Tabelle der Oberliga mittlerweile auf Rang fünf abgerutscht. Bei vier Zählern Rückstand auf Peiting hat man den zweiten Rang aber weiterhin fest ins Visier genommen. "Unser Ziel ist weiter Platz zwei", macht Steer unmissverständlich klar. Spitzenreiter Herne dürfte in den restlichen Spielen wohl einsam seine Kreise ganz oben ziehen, der Rest (Peiting, Dortmund, Landsberg, Rosenheim) ist eng beisammen - und da sieht der Starbulls-Trainer für sein Team in den verbleibenden 17 Partien alle Chancen. "Wir spielen noch zweimal gegen Dortmund, dreimal gegen Peiting und dreimal gegen Landsberg", zählt Steer auf, "da ist noch alles offen".

Diese Direktduelle könnten und werden wohl richtungsweisend sein, jedoch darf man sich in der entscheidenden Phase auch keine Ausrutscher gegen die hinteren Teams leisten. Unter diesem Motto dürfte das Heimspiel am Sonntag gegen Deggendorf stehen. Während die Starbulls (25 Punkte aus zwölf Spielen) nämlich die zweitbeste Heimbilanz aller elf Oberligisten aufweisen, steht Deggendorf in der Auswärtsstatistik ganz hinten, konnte bei zwölf Partien in der Fremde ganze sieben Zähler sammeln. Dennoch warnt Steer davor, die Niederbayern zu unterschätzen: "Wir müssen hochkonzentriert spielen und unsere Chancen verwerten", sagt der Starbulls-Trainer und verweist darauf, dass "Deggendorf eine kampfstarke Mannschaft hat". Allerdings kommen die Gäste als harmlose Truppe nach Rosenheim: Ganze 47 Treffer stehen bislang für Deggendorf zu Buche, lediglich 17-mal konnte das Team auswärts jubeln. Von einem Pflichtsieg will Franz Steer ("Normal ist gar nix") nichts wissen, Freunde der Stochastik dürften aber feststellen: Die Wahrscheinlichkeit eines Rosenheimer Erfolges ist hier sicherlich groß...

tn/Oberbayerisches Volksblatt

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