Nach Allianz-Deal mit Bayern

Seifert sieht Beteiligungen positiv

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Christian Seifert.

Düsseldorf - Christian Seifert, Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung, sieht weiter Nachholbedarf bei der Auslandsvermarktung im Vergleich zu den englischen Klubs. Beteiligungen wie der Allianz bei Bayern sieht er positiv.

„Was die Auslandsvermarktung angeht, hat die Bundesliga einen Rückstand von zehn Jahren im Vergleich zur Premier League“, sagte der DFL-Chef dem Handelsblatt (Dienstag-Ausgabe).

Er hält das Markenpotenzial vieler Bundesligavereine im Vergleich zu den englischen Premier-League-Vereinen für ausbaufähig. „Wenn man sieht, dass Puma gerade einen dreistelligen Millionenbetrag als Ausrüster von Arsenal London zugesagt hat, macht das nachdenklich“, betonte der 44-Jährige. Klubs wie Arsenal oder der FC Barcelona seien global präsent - und das sei der Unterschied zu den meisten deutschen Vereinen.

Für Seifert ist nach dem rein deutschen Champions-League-Finale 2013 zwischen Bayern München und Borussia Dortmund (2:1) die sportliche Basis für ein weiteres Umsatzwachstum gelegt: „Ich bin davon überzeugt, dass die Bundesliga von dauerhaft guten Leistungen in der Champions League in der globalen Vermarktung profitieren wird.“ Im Achtelfinale des Königsklasse-Wettbewerbs 2013/2014 ist die Bundesliga erstmals mit vier Teams vertreten.

Mit Sorge betrachtet Seifert die immer größer werdende Kluft zwischen Arm und Reich im europäischen Profifußball. „Von den Klubs, die in den vergangenen zehn Jahren im Finale der Champions League standen, gehörten nur drei nicht zu den zehn umsatzstärksten Vereinen in Europa. Die UEFA muss deshalb in den nächsten Jahren berücksichtigen, dass der Wettbewerb in den nationalen Ligen durch die Mittel aus der Champions League nicht weiter zementiert wird“, äußerte Seifert im Handelsblatt.

Beteiligungen, wie jüngst die des Versicherungskonzerns Allianz beim FC Bayern und des US-Finanzinvestors KKR bei Hertha BSC beurteilt Seifert grundsätzlich positiv: „Aus meiner Sicht können solche finanziellen Engagements durchaus sinnvoll sein. Immerhin ist die Bundesliga wirtschaftlich und sportlich eine der stärksten Profiligen der Welt.“ Entscheidend sei indes ein nachhaltiges und langfristiges Engagement.

sid

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