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Nach schlimmer Erkrankung: Fenin zurück

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Cottbus - Martin Fenin ist nach seiner im Oktober erlittenen Hirnblutung und der Erkrankung an Depressionen ins Mannschaftstraining von Zweitligist Energie Cottbus zurückgekehrt.

© dpa

Martin Fenin

Am Ende ging Martin Fenin ein wenig die Puste aus, doch das Lächeln in seinem Gesicht verschwand nicht. Nach seiner im Oktober erlittenen Hirnblutung und der Erkrankung an Depressionen ist der tschechische Fußballprofi am Mittwoch ins Mannschaftstraining des Zweitligisten Energie Cottbus zurückgekehrt. Seine Teamkollegen beklatschten jeden Treffer des Stürmers, der sich vor allem beim Torschusstraining so präsentierte, als wäre er nie weg gewesen.

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„Es war anstrengend, aber es ist schön, dass ich wieder dabei sein durfte“, sagte Fenin. Zuvor hatte ihm ein Spezialisten-Team des Unfall-Krankenhauses Berlin die Leistungssportlichkeit attestiert. Das Gutachten besagt: Der Spieler ist voll belastbar und ab sofort gesund geschrieben.

„Für mich ist es ein Neustart. Darauf habe ich hingearbeitet. Ich bedanke mich bei allen, die mich dabei unterstützt haben“, sagte der Tscheche, der zuletzt schon Einzeltraining betrieben hatte: „Nun liegt es an mir, Spielpraxis, Wettkampfhärte, Rhythmus und Timing Stück für Stück auf ein höchstmögliches Niveau zu bringen.“

Energie-Trainer Rudi Bommer warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen. „Für Martin war es ein extrem weiter Weg bis hier hin. Er hat ihn mit Hilfe des Vereins bewältigt, das allein ist schon eine tolle Leistung“, sagte Bommer: „Nun sollte er mit der gleichen Geduld und Zielstrebigkeit die nächsten Schritte gehen. Wir tun Martin Fenin gewiss keinen Gefallen, wenn wir sofort Wunderdinge von ihm erwarten.“

Der 24-jährige Fenin war im Oktober nach einem Sturz mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus eingeliefert worden und gab anschließend bekannt, an Depressionsschüben zu leiden. Außerdem räumte der frühere tschechische Nationalspieler eine „vorübergehende Flucht in Medikamente und Suchtmittel“ ein. Nach dem Unfall begab sich Fenin in psychologische Behandlung und unterzog sich einer weiteren neurologischen Physiotherapie in einem Cottbuser Reha-Zentrum.

Fenin war 2008 aus seiner tschechischen Heimat zu Eintracht Frankfurt in die Bundesliga gewechselt und absolvierte dort 89 Ligaspiele. Frankfurts neuer Trainer Armin Veh plante nicht mehr mit ihm, deshalb wechselte er zu Beginn der laufenden Saison für 200.000 Euro in die Lausitz. Der Stürmer hatte bereits in Frankfurt durch Eskapaden für negative Schlagzeilen gesorgt. Schon damals hatte es Gerüchte um Alkoholprobleme und Parties gegeben. Doch diese Zeit will Fenin nun für immer hinter sich lassen.

sid

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