EM-Viertelfinale Deutschland - Italien

Das würde sich bei einer Dreierkette ändern

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Wen stellt Joachim Löw am Samstag auf?

Bordeaux - Es wird der Klassiker bei der EM. Deutschland trifft im Viertelfinale auf Italien. Joachim Löw ließ sich einige Details bezüglich der Aufstellung herauslocken.

Update vom 4. Juli 2016: Deutschland hat sich den Sieg im Elfmeterschießen gegen Italien am Samstag teuer erkauft. Zwei Verletzte und eine Gelbsperre sind die Folge für das EM-Halbfinale. Wir haben uns Gedanken gemacht: So könnte die DFB-Elf gegen Frankreich aussehen.

Deutschland - Italien: Der Vorbericht

Joachim Löw erwartet im EM-Viertelfinale ein enges Spiel. „Die Italiener sind sicherlich auf Augenhöhe, klar“, sagte der Bundestrainer am Freitagabend bei der Pressekonferenz im Stadion von Bordeaux. Löw schließt taktische und personelle Überraschungen beim Gegner am Samstagabend (21.00 Uhr/live im TV und im Live-Stream) nicht aus: „Auch damit müssen wir klarkommen.“

Zu Aufstellung und Spielsystem des Weltmeisters ließ sich Löw nichts Konkretes entlocken. Der Gewinner des Viertelfinales sei nicht automatisch erster Anwärter auf den Finalsieg bei dieser Europameisterschaft. „Der Titel ist noch in weiter Ferne“, sagte Löw, der weitere Weg sei „kein Honigschlecken“. Im ZDF-Interview aber verneinte er nach mehreren Sekunden Nachdenkens die Frage, ob Benedikt Höwedes für Joshua Kimmich eingesetzt wird. Mit „Nein“ beantwortete Löw auch die Frage, ob die selbe Mannschaft wie beim 3:0-Achtelfinalsieg gegen die Slowakei spielen werde. „Ich kann die Aufstellung natürlich nicht verraten, bevor die Mannschaft es nicht weiß. Aber Höwedes kommt nicht für Kimmich“, erklärte Löw.

Özil zuversichtlich, die Negativ-Serie zu beenden

Mittelfeldregisseur Mesut Özil äußerte sich zuversichtlich, dass die Sieglos-Serie gegen Italien in EM- und WM-Spielen endet. „Wir wollen morgen beweisen, dass das anders geht, dass wir gegen die Italiener bestehen können“, sagte Özil und fügte hinzu: „Wir haben das Potenzial, jede Nation schlagen zu können.“ Vor vier Jahren bei der EM in Polen und der Ukraine waren die Italiener im Halbfinale die Endstation für die deutsche Elf.

Mit der Erfolgself des Achtelfinals oder mit der Dreierkette? Vor dieser Frage steht Bundestrainer Joachim Löw vor dem Viertelfinal-Hit am Samstag (21.00 Uhr/ARD) in Bordeaux gegen Italien. Im ersten Fall würden die elf Spieler auflaufen, die beim 3:0 gegen die Slowakei in der Runde der letzten 16 überzeugten. Kapitän Bastian Schweinsteiger ist laut Löw zwar fit für einen Einsatz von Beginn an, wird ihn aber wohl noch nicht bekommen.

Die Folgen der Dreierkette

Im Falle der Umstellung auf die Dreierkette müsste der Bundestrainer wohl einen "Sechser" opfern - wahrscheinlich ausgerechnet den Italien-Legionär Sami Khedira - und einen Innenverteidiger ins Team bringen. Dies wären dann Shkodran Mustafi, der in der Dreierkette seine besten Länderspiele machte, oder der zu Turnierbeginn rechts agierende und danach zweimal eingewechselte Benedikt Höwedes. Mesut Özil würde dann leicht zurückrücken und eine Art "offensive Sechs" spielen.

Für die Umstellung auf die Dreierkette spricht der erfolgreiche Test im März, als Deutschland Italien mit diesem System beim 4:1 fest im Griff hatte. Dagegen spricht, dass der Weltmeister bisher in allen vier Spielen mit Viererkette agierte und so noch ohne Gegentor ist. "Bis jetzt hat die Viererkette ganz gut geklappt", sagte Abwehrchef Jerome Boateng. Wogegen Toni Kroos andeutete: "Wir werden das im März nicht aus Spaß getestet haben." Löw wollte am Freitagabend nichts verraten: "Ob Dreier- oder Viererkette spielt nicht die entscheidende Rolle", sagte er: "Wichtig ist, dass das Gleichgewicht stimmt und man wenig Fehler macht."

Dennoch gibt es wohl eine leichte Tendenz zur Viererkette. Dann würden vor Kapitän und Torhüter Manuel Neuer wieder (von rechts) Joshua Kimmich, Jerome Boateng, Mats Hummels und Jonas Hector beginnen. Im zentralen Mittelfeld dann Kroos und Khedira, in der offensiven Dreierreihe Thomas Müller, Özil und der gegen die Slowakei starke Julian Draxler sowie Mario Gomez im Sturmzentrum.

Alle Entwicklungen vom Freitag können Sie in unserem EM-News-Blog nachlesen.

dpa/sid

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