Ein Festival der Querpässe und kein einziger Schuss aufs Tor: 90 Minuten lang schoben die Spieler der spanischen Fußball-Zweitligisten Celta de Vigo und CF Córdoba den Ball hin und her. Niemand versuchte ernsthaft, das Tor des Gegners ins Visier zu nehmen. Die Kicker boten dem Publikum die Simulation eines Fußballspiels, aber von den Rängen kamen keine Pfiffe. Im Gegenteil: Die 32 000 Zuschauer im Balaídos-Stadion bejubelten jeden Quer- und Rückpass.
Der Nichtangriffspakt zwischen beiden Teams hatte einen guten Grund. Celta reichte ein Remis, um nach fünf Jahren in der 2. Liga den Aufstieg in die Primera División perfekt zu machen. Und Córdoba benötigte einen Punkt, um sich einen Platz in der Play-Off-Runde zu sichern, in der ein weiterer Aufsteiger ermittelt wird.
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Das Ballgeschiebe erinnerte an die “Schande von Gijón“ bei der Weltmeisterschaft 1982 in Spanien, wo Deutschland und Österreich ein 1:0 über die Zeit brachten, das beiden Mannschaften das Weiterkommen ermöglichte. Damals sprach man von einem Skandal, und es gab heftige Proteste gegen den “Nichtangriffspakt“. In Vigo nahm jedoch niemand Anstoß an dem skurrilen “Salon-Fußball“. Die Zuschauer hatten auch gar nicht erwartet, ein richtiges Spiel mitzuerleben. Sie waren ins Stadion gekommen, um den Aufstieg zu feiern. Die Darbietung auf dem Rasen nahmen sie mit Humor und feierten Kurzpässe mit “Uuuiii“-Rufen.
Neben Celta, das vor acht Jahren noch im Achtelfinale der Champions League spielte, steigt Deportivo La Coruña in die 1. Liga auf. Um den Platz des dritten Aufsteigers kämpfen Real Valladolid, AD Alcorcón, Hércules Alicante und CF Córdoba.
dpa




































