Italien oder Holland möglich

WM: Deutschland droht Hammergruppe

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Volle Konzentration in der Gruppenphase ist gefragt: Bastian Schweinsteiger und der Nationalmannschaft drohen schon dort schwere Gegner.

Zürich - Die DFB-Elf ist bei der Auslosung der WM-Vorrundengruppen wie erwartet gesetzt, muss aber dennoch schon in der Vorrunde mit sehr schweren Gegnern rechnen.

Der deutsche Fußball braucht ein glückliches Händchen von Lothar Matthäus: Der Nationalmannschaft von Bundestrainer Joachim Löw droht bei der Fußball-WM 2014 in Brasilien schon in der Vorrunde ein Kracher mit dem großen Angstgegner Italien. Auch Holland, England oder Frankreich sind mögliche Rivalen in der Gruppenphase, obwohl Deutschland als Weltranglisten-Zweiter bei der Zeremonie im Atlantik-Badeort Costa do Sauípe am 6. Dezember von der FIFA als Gruppenkopf gesetzt ist. Einer von acht Auslosungspaten wird dann Matthäus sein - als Vertreter des letzten deutschen Weltmeisterteams von 1990.

Im schlimmsten Fall wäre für Philipp Lahm und Co. eine absolute Hammergruppe mit Italien, der Elfenbeinküste und den US-Boys von Jürgen Klinsmann möglich. Losglück ist also gefragt. Eine deutlich günstigere Konstellation wäre sicherlich eine ebenso mögliche Gruppe mit WM-Neuling Bosnien-Herzegowina, Chile und dem Iran.

Die große Diskrepanz der sportlichen Stärke resultiert aus dem teilweise neuen Modus der Gruppeneinteilung durch die FIFA. Neben Gastgeber Brasilien sind die ersten sieben Mannschaften der neusten Weltrangliste im Topf 1 gesetzt. Deutschland wird nach dem erfolgreichen Abschluss der WM-Qualifikation auf Platz zwei hinter Spanien geführt. Außer Rekordweltmeister Brasilien und Deutschland werden Titelverteidiger Spanien Argentinien, Kolumbien, Belgien und auch die Schweizer mit ihrem nach der WM scheidenden Trainer Ottmar Hitzfeld gesetzt. „Dass wir noch in Topf 1 kommen, ist schon eine kleine Sensation“, sagte Hitzfeld.

Belohnt werden diese Teams für ihre gute WM-Qualifikation, die maßgeblichen Einfluss auf das Welt-Ranking hat. Länger zurückliegende sportliche Meriten werden für Topf 1 nicht berücksichtigt. Kritik kam besonders aus Frankreich. „Diese Setzliste ist nicht besonders logisch“, wetterte Nationalcach Didier Deschamps, der wie die Portugiesen mit Superstar Cristiano Ronaldo am 15. und 19. November erst noch in die Europa-Playoffs muss.

Uruguay muss für einen Platz im Premium-Topf die Playoffs gegen Jordanien überstehen. Nur bei einem überraschenden Scheitern des zweifachen Weltmeisters würden die Niederländer noch aufrücken - und das Prestigeduell Deutschland gegen Holland wäre zumindest in der Vorrunde nicht mehr möglich. Italien verspielte durch das 2:2 zum Qualifikationsabschluss gegen Armenien einen Platz als Gruppenkopf. Bei 1135,61 Punkten fehlten der Squadra Azzurra ganze 0,34 Punkte auf den möglichen Nachrücker Holland.

Der Fußball-Weltverband (FIFA) teilt die weiteren 24 WM-Teilnehmer in drei Töpfe à acht Teams ein. Dabei werden neben sportlichen auch regionale Kriterien zurate gezogen. So dürfen in jeder WM-Gruppe nur maximal zwei Mannschaften aus Europa sein, Duelle zwischen Vertretern anderer Konföderationen sind ausgeschlossen. Setzen sich Uruguay und Mexiko (gegen Neuseeland) in ihren Playoffs durch, wäre ein mögliches Szenario: Topf 1 mit den gesetzten Teams, Topf 2 mit acht Europäern, Topf 3 mit vier Teams aus Asien und vier Teams aus Nord- und Mittelamerika und Topf 4 mit fünf Teams aus Afrika, zwei Südamerikanern und dem verbliebenen Team aus Europa. Bisher sind 21 Mannschaften sicher für das Fußball-Fest in Brasilien qualifiziert.

dpa

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