Gomez und Hummels unzufrieden

DFB-Team: Frust auf der Ersatzbank

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Im Training der Nationalmannschaft hatten Gomez (l.) und Hummels noch Spaß. Nach dem Spiel waren Beide frustriert.

Torshavn/Frankfurt - Mario Gomez und Mats Hummels haben in den beiden WM-Qualifikationsspielen gegen Österreich und die Färöer keine Minute gespielt. Sie waren die Verlierer der Länderspiel-Reise.

Mario Gomez flüchtete wortlos durch den Hinterausgang des Torsvollur-Stadions, Mats Hummels absolvierte am späten Abend nach Spielende noch eine kleine Laufeinheit - vermutlich zwecks Frustabbau. Am Mittwoch dann verließen die beiden Nationalspieler die Färöer als Verlierer: Der Stürmer des AC Florenz und der Verteidiger vom Champions-League-Finalisten Borussia Dortmund spielten bei den 3:0-Siegen gegen Österreich und die Färöer keine Minute und keine Rolle.

Zu wenig für die Ansprüche der beiden Stars, die sich zu ihrer Reservistenrolle aber erst einmal nicht äußern wollten. Doch ihre Mimik sprach Bände, zumal die direkten Konkurrenten um einen Platz in der Startformation mit Blick auf die WM im kommenden Jahr in Brasilien auch noch punkteten.

Im Angriff festigte Rekord-Torschütze Miroslav Klose durch seinen Treffer gegen Österreich seine Position. Der 35-Jährige dürfte nach jetzigem Stand gesetzt sein, auch wenn er gegen die Färöer nicht unbedingt überzeugte. Dass Bundestrainer Joachim Löw gegen den Fußball-Zwerg aber dann auch noch in der 79. Minute für Klose den Gladbacher Max Kruse („Damit habe ich nicht unbedingt gerechnet“) einwechselte, war ein weiterer Schlag für den zuletzt in Florenz gefeierten Gomez.

Er habe auf Kunstrasen eben Kruse mal die Möglichkeit geben wollen, „weil er im Training sehr ballsicher und bewegungsfreudig war. Er hat die Chance verdient“, sagte Löw. Da war es für Gomez ein schwacher Trost, dass ihn Löw dafür lobte, „dass sich Mario in Florenz gut eingeführt hat. Natürlich zähle ich auf ihn. Ich weiß, was er kann.“

Sätze, die Gomez schon oft gehört hat. Auf seinen großen Durchbruch in der Nationalmannschaft wartet der 28-Jährige trotz seiner 25 Tore in 59 Länderspielen. Dabei war er im Sommer für knapp 20 Millionen Euro von Bayern München nach Italien gewechselt, um dort mehr Spielpraxis zu erhalten und dadurch sein Standing in der Nationalelf zu verbessern.

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Auch der Dortmunder Hummels bleibt ein Wackelkandidat in der DFB-Auswahl - nach dem Österreich-Färöer-Doppelpack erst recht. Von der Bank aus musste der 24 Jahre alte Innenverteidiger ansehen, wie Per Mertesacker und Jerome Boateng gut harmonierten und sich äußerst stabil präsentierten. Nach den Endlos-Diskussionen der vergangenen Wochen über die Defensive lieferte das Duo Mertesacker/Boateng mit zwei Zu-Null-Spielen die passende Antwort - sehr zum Leidwesen von Hummels, der zuletzt beim 3:3 gegen Paraguay an der Seite von Mertesacker gepatzt hatte.

Hummels hatte oft genug Führungsansprüche im DFB-Team angemeldet, war von Löw vor dem Färöer-Spiel aber schon einmal eingebremst worden. Bei der Nationalmannschaft sei er ja „noch nicht ganz so lange dabei. Hier gibt es andere Führungsspieler, die Hierarchie ist eine andere als beim BVB“, sagte der Bundestrainer deutlich und fügte an: Hummels sei „ein sehr guter Innenverteidiger, der ein paar Dinge noch lernen kann“. Aber natürlich vertraue er Hummels „nach wie vor. Er hat eine gute EM gespielt, der kann das auf diesem Niveau.“

Das durfte er nicht unter Beweis stellen. Deshalb absolvierte er mit seinem BVB-Kollegen Sven Bender nach dem WM-Qualifikationsspiel im Torsvollur-Stadion von Torshavn noch eine Laufeinheit. Löw, der die Spätschicht nicht angeordnet hatte, bezeichnete dies als „sehr professionell, wenn sie 25 Minuten ein paar Steigerungen machen“. Dies sei eine „gute Vorbereitung fürs Wochenende“. Dann werden Hummels und Gomez bei ihren Klubs wieder im Mittelpunkt stehen - und nicht frustriert die Ersatzbank drücken.

SID

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