Keine Zweifel im Schlussspurt

Schalke demonstriert im Millionenspiel Gelassenheit

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Klaas-Jan Huntelaar

Gelsenkirchen - Nach zwei Niederlagen in Folge droht Schalke den direkten Einzug in die Champions League noch zu verpassen. Doch davon wollen die Königsblauen nichts wissen.

Leitwolf Kevin-Prince Boateng schwor seine Teamkollegen noch auf dem Spielfeld auf den Saisonendspurt ein, Sportvorstand Horst Heldt erstickte aufkommende Zweifel im Keim: Trotz zwei Niederlagen in Folge will beim FC Schalke 04 von einem Scheitern im Kampf um den direkten Einzug ins Millionenspiel Champions League niemand etwas wissen. „Wir haben noch genügend Benzin. Ich bin davon überzeugt, dass wir die notwendigen Punkte holen werden“, sagte Heldt.

Nach der verdienten 0:1 (0:1)-Niederlage gegen Borussia Mönchengladbach fehlen den Königsblauen aus den Begegnungen in Freiburg und gegen Nürnberg noch vier Zähler, um auch in der kommenden Saison ganz sicher in der europäischen Königsklasse mitzumischen. „Ich habe immer gesagt, dass es bis zum Ende spannend bleiben wird, auch wenn wir das gerne vermieden hätten“, sagte Heldt. Der jungen, durch viele Verletzungen geplagten Schalker Mannschaft scheint im Saisonendspurt etwas die Puste auszugehen.

Bei der ersten Liga-Heimniederlage seit Oktober 2013 erspielte sich die Mannschaft von Trainer Jens Keller keine nennenswerte Torchance, Pfiffe des Publikums waren die Quittung für den schwachen Auftritt. „Wir haben nicht aufgegeben, aber wir haben ohne Kopf Fußball gespielt“, kritisierte Keller: „Die Jungs überlegen zu viel und haben nicht die Leichtigkeit im Spiel. Die müssen wir wieder reinbringen.“

Boateng versammelte die Schalker Truppe nach dem Schlusspfiff am Mittelkreis. Über den Inhalt der Ansprache wollten die Spieler zwar nichts verraten, nach dem missglückten Auftritt gegen die Borussia zeigten sie sich aber einsichtig. „Die letzten Spiele waren nicht mehr so gut wie die Spiele vorher“, räumte Klaas-Jan Huntelaar ein. Der niederländische Torjäger richtete den Blick aber auf die bevorstehenden Aufgaben: „Wir haben zwei Spiele Zeit, um den dritten Platz zu sichern. Das schaffen wir. Wir werden nicht nervös."

Während die Schalker ihre Wunden leckten, freuten sich die Gladbacher darüber, den Einzug in die Europa League zu "99,7 Prozent" (Sportdirektor Max Eberl) perfekt gemacht zu haben. Ein Punkt fehlt dem fünfmaligen deutschen Meister noch für das internationale Geschäft, doch die Borussia will mehr.

Heiße Reporterinnen: Eine heißt sogar Scharf!

Netwoman, Wontorras Tochter und Frau Scharf: Heiße Sportreporterinnen

„Die Europa League war unser erstes Ziel, daher können wir jetzt befreiter aufspielen. Mit zwei Siegen zum Abschluss ist noch alles möglich“, sagte Max Kruse. Nach dem ersten Auswärtssieg in Gelsenkirchen seit 22 Jahren haben die Gladbacher drei Zähler Rückstand auf Leverkusen auf dem Champions-League-Qualifikationsplatz. „Wir werden jetzt noch einmal richtig Gas geben“, versprach Torschütze Patrick Herrmann (35.). Und Eberl richtete eine kleine Kampfansage an die Konkurrenz: „Wir wollen mehr, wir haben Blut geleckt.“

sid

Zurück zur Übersicht: Fußball

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser