Köln - Die Dopingaffäre um den Erfurter Sportmediziner Andreas Franke hat offenbar größere Ausmaße als bislang angenommen. Mehrere Top-Athleten seien involviert, berichtet die ARD.
Nach Informationen der ARD-Sportschau und des WDR-Magazins „Sport Inside“ soll Franke das Blut von 28 Athleten, deren Namen der ARD bekannt sind, in seinen Praxisräumen einer UV-Behandlung unterzogen haben.
Unter den Sportlern aus dem Eisschnelllauf, Radsport und der Leichtathletik befinden sich sowohl Top-Athleten als auch erfolgreiche Nachwuchssportler, von denen einige zum Zeitpunkt der Behandlung noch minderjährig waren. Die Staatsanwaltschaft Erfurt ermittelt seit Frühjahr 2011 gegen den Sportmediziner wegen des Verdachts, „zu Dopingzwecken“ gegen das Arzneimittelgesetz verstoßen zu haben.
Mit möglichen Verstößen von Sportlern gegen Doping-Bestimmungen beschäftigt sich die Nationale Anti Doping Agentur (NADA). Deren Chefjustiziar Lars Mortsiefer hat inzwischen bestätigt, dass gegen eine Erfurter Eisschnellläuferin und einen Radsportler wegen des Verdachts der Anwendung einer unerlaubten Blutdoping-Methode Ermittlungen laufen. Für Sanktionen ist das Deutsche Sport-Schiedsgericht (DIS) in Köln zuständig.
SID tl ma



Empfehlen Sie diesen Artikel Ihren Freunden und Bekannten!
Bitte berichtigen Sie oben aufgeführte Fehler und klicken danach noch einmal auf den Absenden Button.
Bitte setzen Sie sich mit der technischen Abteilung in Verbindung.
Nicht alle Aufgaben konnten abgearbeitet werden.