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Kiel besiegt CL-Titelverteidiger Barcelona - Flensburg droht das Aus

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Kiel konnte sich im Hinspiel gegen Barcelona ein Fünf-Tore-Polster erarbeiten.

Kiel - Das 28:28 im Viertelfinal-Hinspiel der Champions League gegen Kielce könnte für Flensburg zu wenig gewesen sein. Kiel schlägt Barcelona 29:24. Im deutschen Duell im EHF-Pokal verschaffte sich Göppingen ein Sechs-Tore-Polster.

Rekordmeister THW Kiel hat sich eine ordentliche Ausgangsposition für das Erreichen des Final Four in der Handball-Champions-League erspielt. Am Sonntag bezwangen die „Zebras“ vor 10 285 Zuschauern in der ausverkauften Sparkassen-Arena Titelverteidiger FC Barcelona im Viertelfinal-Hinspiel mit 29:24 (16:12).

Top-Torschütze Dominik Klein (9), Torhüter Niklas Landin und Abwehrbollwerk Patrick Wiencek, der sechs Monate nach seinem Kreuzbandriss sein Comeback feierte, waren die stärksten „Zebras“. Das Rückspiel findet am Samstag bei den Katalanen statt. THW-Coach Alfred Gislason lobte im TV-Sender Sky die „phänomenal gute Abwehr“ seiner Mannschaft.

Der Flensburger Holger Glandorf weiß, dass im Rückspiel am Mittwoch beim polnischen Meister KS Vive Kielce eine schwierige, aber keinesfalls unlösbare Aufgabe auf sie wartet. „Wenn wir mit einem Tor gewinnen, sind wir weiter“, sagte Glandorf, der am Samstagabend beim 28:28 mit elf Treffern der überragende Akteur der SG war.

Das Remis vor 5370 Zuschauern in der heimischen Flens-Arena war sicher nicht das Wunschergebnis der Norddeutschen, doch auch SG-Geschäftsführer Dierk Schmäschke gab sich unmittelbar nach dem Abpfiff zuversichtlich: „Das Ergebnis lässt alles offen.“

Beim Stand von 22:19 nach 42 Minuten schienen die Flensburger das Spiel im Griff zu haben. Doch die clever aufspielenden Polen ließen nicht locker. „Wir hatten die Möglichkeit zu gewinnen“, haderte der Flensburger Trainer Ljubomir Vranjes mit dem Remis. „Aber jetzt freuen wir uns auf die Herausforderung in Kielce.“

Gäste-Coach Talant Dujshebaev warnte schon: „Das Unentschieden ist für uns ein gutes Ergebnis. Aber es ist erst Halbzeit“, sagte der Spanier. Tobias Reichmann war da schon optimistischer: „Wir haben viele Fehler in der Abwehr gemacht. Aber wir wissen, dass wir nicht am Limit gespielt und noch Luft nach oben haben“, sagte der deutsche Europameister im Team von Kielce. Auf die eigenen Stärken setzt auch Flensburgs Rückraum-Kanonier Glandorf: „Im zweiten Spiel sind wir immer besser als im ersten.“

Dass nur drei Tage nach dem Auftritt in Polen in Hamburg das Halbfinale im DHB-Pokal gegen den Bundesliga-Primus Rhein-Neckar Löwen auf dem Programm steht, interessierte Schmäschke noch nicht. „Daran denken wir, wenn die letzte Minute in Kielce gespielt ist.“

Das Hinspiel im deutschen Viertelfinale des EHF-Pokals entschied Gastgeber Frisch Auf Göppingen für sich. Vor 4200 Zuschauern setzten sich die Schwaben mit 31:25 (13:11) gegen den SC Magdeburg durch. Frisch Auf erarbeitete sich den komfortablen Vorsprung vor dem Rückspiel am Mittwoch in den Schlussminuten der Partie. „Ich bin enttäuscht von der Höhe des Ergebnisses“, sagte SCM-Coach Bennet Wiegert.

In der Bundesliga vermeldete Tabellenführer Rhein-Neckar Löwen die Verlängerung der Verträge von drei tragenden Säulen des Clubs: Trainer Nikolaj Jacobsen, Rückraum-Shooter Mads Mensah Larsen und Regisseur Andy Schmid bleiben bis zum 30. Juni 2020 bei den Mannheimern. Vor allem der Schweizer Schmid zeigte sich beflügelt und steuerte beim 33:19 (17:9) über den TBV Lemgo 15 Treffer bei.

Schlusslicht TuS N-Lübbecke gewann das Kelleduell mit dem TVB 1898 Stuttgart nach 10:13-Pausenrückstand mit 23:22 und schöpfte neue Hoffnung im Abstiegskampf. Die HSG Wetzlar und der VfL Gummersbach trennten sich 30:30 (13:15).

dpa

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