Seine Aussagen im Wortlaut

So hat uns Armstrong jahrelang belogen

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Lance Armstrong bei seinem TV-Geständnis

Austin - Über ein Jahrzehnt hat Lance Armstrong stets jegliche Dopinganschuldigungen vehement zurückgewiesen. Wir zeigen, wie uns der Radsportler belogen hat. Seine Aussagen im Wortlaut:

Nun hat der ehemalige Radprofi in einem Interview mit Star-Moderatorin Oprah Winfrey gestanden, seit Mitte der 1990er Jahre leistungssteigernde Mittel benutzt zu haben und bei allen seinen sieben Tour-Siegen gedopt gewesen zu sein. Diese Lebensbeichte ist eine radikale Abkehr von seinen gewohnten Verhaltensmustern. Der 41-jährige Armstrong hatte über lange Zeit alles und jeden scharf attackiert, der ihn mit Doping in Verbindung brachte.

Pressestimmen zur Armstrong-Beichte: "Er bereut nichts"

Pressestimmen zur Armstrong-Beichte: "Er bereut nichts"

Eine Übersicht von Armstrongs Aussagen:

2001: „Das ist mein Körper, und ich kann mit ihm machen, was immer ich will... Jeder will wissen, was ich nehme. Ich nehme mir mein Rad und reiße mir sechs Stunden am Tag den Arsch auf. Was nimmst du?“ (Werbung für Nike)

Juli 2005: „Ich sage zu den Leuten, die nicht an den Radsport glauben, den Zynikern und Skeptikern: Ihr tut mir leid. Es tut mir leid, dass ihr nicht an Wunder glaubt. Das ist ein großartiges Sportereignis, und ihr solltet es euch ansehen und daran glauben. Ihr solltet an diese Athleten glauben und an all diese Leute. Ich werde ein Fan der Tour de France sein, so lange ich lebe. Es gibt hier keine Geheimnisse - das ist eine harte Veranstaltung, wo harte Arbeit siegt. Vive Le Tour.“ (Nach dem siebten und letzten Tour-de-France-Sieg)

August 2005: "Ich habe nie gedopt, ich kann das immer wieder sagen. Ich habe das schon sieben Jahre lang gesagt, aber es nützt nichts.“ (Bei der CNN-Sendung „Larry King“, nachdem die L'Equipe gemeldet hatte, in Armstrongs Urinproben von der Tour 1999 sei EPO nachgewiesen worden)

2005: "... der Glaube aller, die den Krebs überlebt haben, und fast alles, was ich neben dem Radfahren noch tue, würde ebenfalls verschwinden. Denkt nicht eine Sekunde, dass ich das nicht verstehen würde.“ (Bei einer Zeugenaussage unter Eid im Rahmen eines Gerichtsverfahrens)

2007: "Ich lag auf dem Sterbebett. Glaubt ihr wirklich, ich gebe mein Comeback im Sport und sage: “Okay, okay, Doktor, gib mir alles, was du hast, ich will einfach nur schnell sein.' Auf keinen Fall, das würde ich niemals tun.„ (Während eines Interviews mit einem CBS-Reporter in Aspen)

Juli 2009: "Die Kritiker sagen, ich sei arrogant. Ein Dopingsünder. Gescheitert. Ein Betrüger. Dass ich es einfach nicht hinter mir lassen kann. Sie können sagen, was sie wollen. Ich sitze nicht für sie wieder auf dem Rad.“ (Nike-Werbung zum Comeback von Armstrong)

Mai 2010: „Unser Wort steht gegen seins. Ich mag unser Wort. Wir mögen unsere Glaubwürdigkeit. Floyd hat seine schon vor langer Zeit verloren.“ (Antwort auf die Behauptungen seines ehemaligen Teamgefährten Floyd Landis, bei US Postal sei systematisch gedopt worden)

13. Juni 2012: "Ich habe niemals gedopt. Und anders als meine vielen Ankläger habe ich 25 Jahre lang Ausdauersport betrieben ohne einen Ausreißer in meinen Leistungen. Ich habe mehr als 500 Dopingtests bestanden.“ (aus Armstrongs Stellungnahme zur Anklage der US-Anti-Doping-Agentur USADA)

23. August 2012: "Es kommt ein Punkt im Leben, da kann man nur noch sagen: “Genug ist genug'. Dieser Punkt ist nun erreicht. Ich habe mich seit 1999 mit Betrugsvorwürfen herumschlagen müssen.„ (Armstrong gibt auf und will sich nicht mehr gegen die schweren Dopingvorwürfe zur Wehr setzen)

15. Januar 2013: Lance Armstrong legt in einem Interview mit Star-Moderatorin Oprah Winfrey angeblich eine Dopingbeichte ab. Das Interview wurde am 17. Januar (Ortszeit) ausgestrahlt. Unter anderem sagte er: "Ich betrachte das als eine große Lüge, die ich sehr häufig wiederholt habe. Wahrscheinlich ist es für die meisten Leute zu spät, und das ist mein Fehler. Diese Episode meines Lebens ist geprägt von Respektlosigkeiten. Der Sport zahlt jetzt den Preis dafür. Das tut mir leid.“

sid

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