SV Wacker Burghausen fährt zur UNICON in Spanien

Vizeweltmeistertitel für Nina Herzog bei der Einrad-WM

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Nina Herzog auf der UNICON

Burghausen/Spanien - Fünf Einradfahrerinnen des SV Wacker Burghausen hatten sich über Monate intensiv auf die Wettkämpfe im Baskenland vorbereitet. Das viele Training hat sich letztlich gelohnt.

Nina Herzog startete als deutsche Favoritin in der Einzelkür Expert gegen die amtierende Weltmeisterin Katrine Jensen aus Dänemark. Außerdem hatten sich neben drei weiteren deutschen Starterinnen vier Japanerinnen für den Kampf um den Titel qualifiziert. Hier mitzuhalten war kein leichtes Spiel. Katrine Jensen war in der Startreihenfolge vor Nina und präsentierte „Titanic“ mit einigen sehr originellen neuen Tricks, was das Publikum und insbesondere der dänische Fanblock mit Begeisterungsstürmen belohnten.

Dieser große Jubel aus dem Publikum hat für mich, so kurz vor meinem Start, die Anspannung natürlich noch erhöht“, so Nina. Der Druck war extrem, trotzdem fuhr Nina ihre Kür „Fluch der Karibik“; mit viel Ausdrucksstärke und konnte das Publikum und die Jury begeistern.

Wer schaffte es auf's Treppchen?

Die Japanerinnen zeigten alle durchwegs hochkarätige Tricks und harmonische Präsentationen, so dass es für den Außenstehenden schwierig war zu erahnen, wer wohl das Rennen machen würde. Letztlich setzte die Jury die Dänin Katrine Jensen an die Spitze, Nina auf Platz 2 und die Japanerin Natsume Yamamoto auf Rang 3.

Sehr spannend wurde es beim X-Style Wettbewerb. Insgesamt starteten 46 Sportlerinnen, in fünf Startgruppen. Nina schaffte es in den ersten beiden Runden jeweils auf Platz 1 und damit ins Finale, das drei Japanerinnen, zwei Deutsche und die dänische Weltmeisterin bestritten.

Ein halber Punkt entscheidet über Bronze

Die Damen starteten kurz vor Mitternacht, alle zeigten eine große Vielfalt und Schwierigkeit an Tricks, jede Routine war unterschiedlich, eine schwierige Aufgabe für die Jury. Um 0.15 Uhr erfuhren wir dann, dass Nina nochmal in einem Tiebreak gegen die Japanerin Natsume Yamamoto antreten muss, da sie mit Punktegleichstand auf Platz 3 lagen. Innerhalb von 15 Minuten mussten die beiden Sportlerinnen entscheiden, welche Tricks sie in einer Minute zeigen, um den begehrten Treppchenplatz zu erreichen.

Nina meisterte diese Herausforderung professionell. Es war keine Spur von Müdigkeit oder Anspannung erkennbar, souverän und fehlerfrei spulte sie ihre Programme ab, aber auch die Japanerin zeigte eine einwandfreie Vorführung - sehr spannend für das Publikum, das trotz der späten Stunde bis zum Ende ausharrte. Es war knapp, sehr knapp, nur ein halber Punkt Vorsprung für Nina. Die Bronzemedaille im X-Style war hart erkämpft aber einer der spannendsten Momente dieser WM.

Deutschland vs. Japan Teil zwei

Bei den Expert-Paaren war uns schon beim Blick auf die Startliste klar, dass hier ein Podestplatz kaum erreichbar sein wird. Als amtierende Europameister wollten Nina und ihre Paarkürpartnerin, Lisa Speckbacher aber auf jeden Fall alle europäischen Paare hinter sich lassen. Diese Rechnung ging auf. Mit ihrer Kür „Elfentanz“ landeten sie hinter vier Paaren aus Japan auf Platz 5.

Auch bei den Gruppenküren lief es ähnliche. Gegen die Synchronität, Eleganz und Anmut der Bewegungen der Japaner können Europäer kaum mithalten, das muss man neidlos eingestehen. Platz 3 nach zwei japanischen Gruppen ist demnach ein sehr großer Erfolg für unsere Bayernkader Kür „Arabian Night‘s“.

Goldregen in der Altersklasse 16

Beim Wettbewerb in der Einzelkür der Altersklasse 16 traten Eva Krichel, Julia Schüll und Anna Gratzl als Konkurrentinnen an. Umso bemerkenswerter war es, dass Eva ihre Kür „Pink Panther“ so entspannt fuhr wie noch nie zuvor. Viele schwierige Tricks gepaart mit einer guten, flüssigen Performance bescherten Eva die Goldmedaille der Altersklasse 16. Julia Schüll verfehlte mit ihrer Kür „Au revoir mon Cherie“, die sie, wie immer, sehr anmutig darbot, nur knapp das Podest (Platz 4) und Anna Gratzl landete als Harlekin auf einem guten 6. Platz.

Bei den Paarküren der 16-jährigen setzte sich die Erfolgswelle fort. Hier holten Anna Gratzl und Julia Schüll mit „Alice im Wunderland“ ebenfalls Gold. Das aufwendige Kostüm und Requisite, die schönen Paarelemente und natürlich auch die Darstellung der Geschichte von Alice im Wunderland überzeugten, wie schon häufig, auch hier das Publikum und die Jury.

Pressemitteilung TimeBreak21

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