"Extrem" gut:

„Dolomitenmänner“ im Wetterglück

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Team „Chiemsee Kälte“: (v.l.) Andreas Hartmann(Bad Reichenhall), Pele Faßbender (Traunstein), Andrey Pomanarev (Grassau), hinten Uwe Eichfelder (München).

Lienz - Es ist "der härteste Wettbewerb der Welt": Zum "Dolomitenmann" schickte auch unsere Region wieder einige "harte Männer" - unter anderem zum Gleitschirmfliegen.

Alles lief wie geplant: Trotz schlechter Prognosen und einer vorangegangenen Schlechtwetterphase fand der 27. Red Bull Dolomitenmann in Lienz bei perfekten Bedingungen auf der Originalstrecke statt. Und die hat es bekanntlich in sich: Beim Berglauf, Gleitschirmfliegen, Mountainbiken und Kajak werden 60 Kilometer und 6.700 Höhenmeter zurückgelegt. Als Neuerungen in diesem Jahr mussten die Kajakfahrer nach der Wildwasser-Regatta das Boot tragend und ziehend in das Ziel am Hauptplatz befördern. Das Siegerteam „Adidas Outdoor“ benötigte für die vier Teilabschnitte nur vier Stunden und sieben Minuten. In den Kampf um die Spitzenplatzierung konnten die einheimischen Teilnehmer natürlich nicht eingreifen, aber die Teams „Zahnarztpraxis am Hochfelln“, „Chiemsee Kälte“ und „Maloja“ zeigten dennoch starke Leistungen. Das „Team Zahnarztpraxis am Hochfelln“, aufgrund einer Punkteregel in der Profiklasse am Start und das Team Chiemsee Kälte in der Amateurwertung waren jeweils bestes deutsches Team. Pech hatte „Maloja“, da der Mountainbiker wegen einem Raddefekt das Rennen nicht beenden konnte.

Ein grandioses Spektakel mit rund 45.000 Zuschauern

Zum Rennverlauf: Erfinder des Wettbewerbes Werner Grissmann schickte mit dem Startschuss 125 Bergläufer auf die Strecke, deren Ziel das alpine Kühbodentörl auf 2.441 Meter ist. Ganz stark in dieser Disziplin Thomas Trainer aus Schönau (Team „Zahnarztpraxis am Hochfelln“) der mit 1:37 als 19. ins Ziel lief. Sein Teamkollege Dietmar Siglbauer, deutscher Meister im Streckenfliegen, knüpfte an diese Leistung an und schaffte die anschließende Flugaufgabe bestehenden aus zwei Starts, samt Berglauf unter 40 Minuten. Das Team „Maloja“ mit Bergläufer Andreas Schuster (1:48) und Gleitschirmflieger Christian Reichenberger (40:11) waren zu diesem Zeitpunkt nicht all zu weit dahinter. Das Team Chiemsee Kälte mit Bergläufer Pele Faßbender und Gleitschirmpilot Andrej Pomanarev, der zum ersten Mal an den Start ging, hatte hier dagegen bereits einen deutlichen Rückstand. Das änderte sich aber bei der Übergabe an Andreas Hartmann. Der Reichenhaller war bester deutscher Mountainbiker und benötigte lediglich 1:47 für die äußerst schwierige Strecke.

Und auch im letzten Teilabschnitt hatte Chiemsee Kälte mit Uwe Eichfelder einen Topathleten im Rennen. Der routinierte Münchener blieb unter 40 Minuten Fahrzeit und konnte mit seinem Boot im Schlepptau als 31. Amateur den Red Bull Zielbogen nach insgesamt fünf Stunden 24 Minuten passieren. 36 Minuten zuvor war bereits die „Zahnarztpraxis am Hochfelln“ im Ziel. Einen großen Anteil an diesem starken Abschneiden hatte Mountainbiker Andreas Huber aus Ruhpolding. Der 28-jährige konnte trotz einer Reifenpanne, die Strecke in 1:50 bewältigen und anschließend an seinen Kajakfahrer Basti Lexa übergeben. Der Rosenheimer hatte keine Probleme mit dem schweren Kurs und dem abschließende Zieleinlauf samt Boot. Dies gelang dem „Maloja"-Team leider nicht, denn ein Raddefekt stoppte Martin Kamml. Sein Kajakfahrer Tobias Kargl durfte nach dem Massenstart zwar seine Disziplin bestreiten, aber in die Gesamtwertung konnte sich das Team nicht einreihen. Die 27. Auflage des Red Bull Dolomitenmann brachte somit wieder alles mit sich, was die Herzen der Extremsportfans höher schlagen lässt. Zudem begeisterten viele Weltklasseathleten, die rund 45.000 Zuschauer an der Strecke. Zum ersten Mal wurde der „härteste Teamwettbewerb der 'Welt“ auch live im Fernsehen übertragen.

Quelle: Pele Faßbender/Team "Chiemsee Kälte"

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