In Oberbayern gefällt es mir sehr gut und auch in Buchbach fühle ich mich bestens aufgehoben. Das Team, die Trainer und auch die Betreuer des TSV Buchbach sind einsame Spitze. Was die vielen ehrenamtlichen Mitarbeiter leisten, um dem Verein die Regionalliga zu ermöglichen, ist einfach unglaublich. Die "Mannschaft" hinter den Kulissen opfert sich für den Verein auf und macht ihn wirklich außergewöhnlich.
Dass Sie nicht aus Bayern kommen, ist aufgrund Ihres Dialekts kaum zu überhören. Ist das eine große Umstellung für Sie jetzt in Bayern und nicht mehr in Baden Württemberg zu wohnen?
Im Großen und Ganzen eigentlich nicht, wobei ich zugeben muss, dass mich die Jungs aus dem Team das ein oder andere Mal nicht ganz verstanden haben, wenn ich zum Beispiel von "Vesper" oder von "Weckle" gesprochen habe. Aber auch ich muss mich manchmal in Besprechungen in tiefbayerischem Dialekt anstrengen, um etwas zu verstehen.
Sie konnten erst wenige Spielminuten mit Ihren neuen Kollegen absolvieren, durfte aber beim Testspielkracher gegen den FC Alania Wladikawkas ran. War das mit dem Spiel gegen den VfB Stuttgart eines Ihrer größten Spiele bisher?
Ja, es war ein tolles Spiel für mich, da es mein erstes für Buchbach war und ich diesem regelrecht entgegen gefiebert habe. Ich wollte zeigen, wieso ich hier bin und dem Trainer zeigen, dass ich in den Kader gehöre. Ich denke, dieses Spiel war für die ganze Mannschaft ein tolles und unvergessliches Erlebnis.
Auf der Internetseite der Haller wird Ihre Spielweise als eindrücklich beschrieben. "Siegfried Waldbüßer ist ein Kämpfer. Egal, wie die Partie steht - der 24-Jährige gibt immer alles", so heißt es dort. Welches Ziel verfolgen Sie innerhalb der Buchbacher Mannschaft?
Mein Ziel ist es, mich in der Mannschaft zu positionieren und zu etablieren. Ich möchte gemeinsam mit der Mannschaft unser gemeinsames Ziel Klassenerhalt so früh wie möglich erreichen und möglichst gut abschneiden. Viele und vor allem erfolgreiche Einsätze wären ein zusätzliches Bonbon für mich. Zudem hoffe ich auf viele erfolgreiche und glückliche Jahre beim TSV Buchbach.
Sie sind ja nun einer, der Buchbach vorher nicht kannte und der die Dinge hier ganz neutral beurteilen kann. Wie sehen Sie die Buchbacher Fußballfamilie?
In Buchbach fühlt man sich sofort wohl, fast schon heimisch. Das war eines der ersten Dinge, die mir hier aufgefallen sind. Die "Buchbacher Familie", die ehrenamtlichen Helfer, die Betreuer und die Mannschaft - das alles trägt zur tollen Stimmung und der positiven Grundeinstellung in der Buchbacher SMR-Arena bei. Wir repräsentieren den Verein zwar auf dem Platz und sorgen hoffentlich für die sportlichen Erfolge. Aber die größte Leistung wird neben dem Platz von all den freiwilligen Helfern erbracht. Die Zuschauermassen kommen nicht nur um die Mannschaft spielen zu sehen, sondern auch, weil ihnen hier außerhalb des Fußballspiels wirklich etwas geboten wird. Und darüber hinaus wird hier durch Verein und Abteilung sehr professionell und geradlinig gearbeitet.
hai/Mühldorfer Anzeiger










