Biathlon-Weltmeisterschaft

Heiße Vorbereitungsphase: Top-Athleten startklar

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Ruhpolding - In der Ruhpoldinger Chiemgau Arena herrscht derzeit emsiges Treiben. Dort bereiten sich die deutschen Teilnehmer für die Biathlon-Weltmeisterschaft in Oslo vor. Das sind sie:

Fünf Männer und sechs Frauen werden für Deutschland auf Medaillenjagd gehen. Unter ihnen auch eine ganze Reihe die hier am Stützpunkt Ruhpolding das ganze Jahr trainieren.

Wie zum Beispiel Simon Schempp, der derzeit beste deutsche Skijäger im Weltcup. Allerdings kränkelt der 27-jährige seit Anfang des Jahres. Zuletzt hat er wegen Bronchitis aus den USA von den Wettkämpfen abreisen müssen. Teilweise ist in verschiedenen Medien spekuliert worden, „WM in Gefahr!“ „Das stimmt nicht“, hat uns Schempp heute bei einem Medien-Termin in Ruhpolding verraten.

Deutsche Teilnehmer an Biathlon-Weltmeisterschaft

„Ich kann ganz normal trainieren“, beruhigt er seine Fangemeinde. Schließlich ist Schempp der Hoffnungsträger im WM-Team. „Klar, vor der WM krank zu werden ist kein guter Zeitpunkt. Aber ich erhole mich gewöhnlich immer sehr schnell“, so der Sportler und fügt hinzu: „Ich fahre nicht nach Oslo, um nur dabei zu sein. Ich habe schon meine Erwartungen.“

Schlaflose Nächte bei Papa Birnbacher

Die hat auch sein Heimtrainer Andi Stitzl. „Er hat die letzten Tage gut trainiert und ist auf einen guten Weg. Ich habe nicht das Gefühl, dass er krank ist.“ Schlafarme Nächte hat derzeit Andi Birnbacher. Der Schlechinger ist im Januar zum zweiten Mal Vater geworden. Sohn Moritz zwingt ihn dabei nicht nur zum Windeln wechseln. „Letzte Nacht habe ich wenig Schlaf gehabt. Darum ziehe ich in der Vorbereitung ab und zu ins Hotel zu unserer Mannschaft. Man muss halt die Balance finden.“

Oslo ist für den 34-jährigen ein Ort, an dem er gerne hinfährt. Schließlich hat er dort seinen ersten Weltcupsieg feiern können. „Jeder versucht dort seine beste Leistung zu bringen und ganz oben zu stehen. Mal schauen was rauskommt. Auch bei uns im Team ist die Konkurrenz stark. Im Laufen entscheiden oft nur ein bis zwei Prozent.“

Sein Heimtrainer Andi Stitzl weiß, wie knapp es um die vier Startplätze her geht. „Es wird Härtefälle geben. Aber, der Andi gehört immer noch zur Weltspitze.“ Sorgen haben Stitzl die vergangenen Tage mit frühlingshaften Temperaturen bereitet. Bei 10 bis 12 Grad ist der Schnee in der Chiemgau Arena weich. Die nächsten Tage soll es aber kälter werden. „Dann wird es griffiger und das ist gut, weil wir jetzt dann die schnellen Einheiten trainieren“, verrät Stitzl.

Vanessa Hinz als sichere Schützin

Bei den Damen liegt der Focus auf Laura Dahlmaier und Franziska Hildebrand. Sie sind jederzeit in der Lage, um Medaillen mitzulaufen. Stützpunkttrainer Tobias Reiter freut sich, dass momentan alle Damen fit und gesund sind. Derzeit wird am Feinschliff gearbeitet.

Nach den Erfolgen vor allem am Anfang der Saison sind die Erwartungen sehr hoch. „Erfolg kann man nicht planen“, warnt Reiter. „Zuletzt hat das junge Team ein paar Dellen abbekommen. Bei den Heimweltcups ist das Interesse immer sehr groß und das geht an den Athletinnen nicht spurlos vorbei. Momentan schaut es aber gut aus“, gibt sich der junge Trainer zuversichtlich.

Voller Zuversicht ist auch Franziska Preuß vom SC Haag. Sie hat nach einem Haarriss am Steißbein nach langer Leidenszeit keine Schmerzen mehr. „Jetzt muss die Wettkampfhärte wieder kommen. Dazu hilft mir die jetzt die Vorbereitung in Ruhpolding sehr“, sagt die bald 22-jährige.

Zuletzt hat sie mit ihrem Entdecker und Förderer Fritz Fischer am heimischen Stützpunkt an der Form gefeilt. „Wir haben drei Einheiten gemacht. Der Fritz kennt mich in und auswendig, das hat schon viel gebracht.“ Eine Bank in der Staffel ist Vanessa Hinz vom Schliersee. Sie ist vom Langlaufen zum Biathlon gewechselt und gilt als sichere Schützin.

„Ich fühle mich gut und die Vorbereitung macht richtig Spaß.“ So sieht es auch Maren Hammerschmidt, die mit Hinz in Ruhpolding in einer WG wohnt. Die 26-jährige ist eine Spätstarterin und hat erst im vergangenen Dezember ihre Zugehörigkeit zur Weltklasse bewiesen. „Ich fahre nach Oslo um was zu erreichen“, sagt sie voller Zuversicht.

„Die Spannung steigt, das Gefühl ist gut, wie gut, wird sich in Oslo am Tag X zeigen“, gibt sie in ihrer sympathischen Art zu bedenken. Am 3. März wird es am berühmten Holmenkollen dann mit der WM losgehen.

shj

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