Skirennläuferin wieder Fit und Einsatzbereit 

Marina Wallner wieder gesund!

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Marina Wallner

Inzell - Die Skirennläuferin Marina Wallner ist nach ihrer Verletzung wieder auf dem Damm. Ihre nächsten größeren Ziele hat sie schon vor Augen und trainiert für WM und Olympia.

"Es kribbelt, ich bin ja seit dem Januar auf keinem Renn-Ski mehr gestanden", Skirennläuferin Marina Wallner aus Inzell kann es kaum mehr erwarten, dass es im Weltcup Mitte November im finnischen Levi wieder los geht.Die bald 21-jährige hat sich kurz vor der alpinen Skiweltmeisterschaft in Vail/Colorado eine schwere Verletzung am Sprunggelenk zugezogen. Ganze fünf Monate hat es gedauert, bis sie endlich wieder erste zaghafte Versuche auf dem Schnee unternehmen konnte. Ausgerechnet bei der Abfahrt in St. Moritz ist das Malheur passiert, wenige Tage vor dem Abflug zur WM in den USA. "Man hat mich nicht operiert. Die Ärzte haben alles versucht, dass ich noch zur WM fahren kann", erzählt die Slalomspezialistin. Schließlich wären es die ersten Titelkämpfe für sie im Seniorenbereich gewesen. "Letztendlich habe ich dann aber selber entschieden, darauf zu verzichten. Ich bin ja nicht einmal in den Skischuh hineingekommen." Diese bittere Pille hat Marina Wallner mittlerweile verdaut, wenn das Zuschauen vor dem Fernseher auch weh getan hat.

Statt therapeutisch gleich Vollgas

Was stattdessen folgte, waren Reha-Maßnahmen bei Josef Schadhauser in Traunreut beim Therapeuten Jürgen Winkler und bei Margot Zeitvogel in Bad Reichenhall. Mitte des Jahres ist sie dann wieder richtig in die Saisonvorbereitung eingestiegen. "So ganz bin ich noch nicht zufrieden. Die Schmerzen sind immer noch und teilweise habe ich das Training abbrechen müssen. Aber ich bin mir sicher, dass ich das bis zum Saisonstart hinbekommen werde." Trotz aller Schmerzen hat die Inzellerin das Gefühl auf Schnee genossen und wieder Schwünge zu fahren beschreibt sie als "Geil". "Eigentlich hätte ich therapeutisch, also vorsichtig fahren sollen. Aber ich habe es einfach durchgezogen", meint sie mit einem Lächeln. Die Erwartungen für die neue Saison sind groß. Sie will sich im Slalom-Weltcup etablieren und sich in der Startliste einen Platz unter den besten 30 ergattern. Schließlich ist in dieser Startgruppe wieder Platz, da einige Stars der Szene ihre Karriere beendet haben.

WM 2017 und Olympia 2018 im Visier

Was sie besonders freut, ist der Rückhalt der Trainer in dieser schweren Phase ihrer Karriere. Deswegen setzt sie auch einige Hoffnung in das neue Technik-Trainerteam von Robert Krumbacher. Slalom und Riesenslalom will sie vorrangig fahren, aber auch die Speed-Disziplinen hat sie noch nicht ganz aufgegeben. Als einen Vorteil sieht sie in dieser Saison die Tatsache, dass es keine Großereignisse wie WM oder Olympia gibt. "Da ist der Druck nicht so groß", meint sie. Die WM 2017 in St. Moritz ist das nächste große Ziel, wenn sie auch da ihren fatalen Sturz hingelegt hat. Ein Jahr später will sie an den Olympischen Spielen teilnehmen. Für diese Ziele schindet sie sich täglich und verzichtet deshalb auch auf die Annehmlichkeiten des Lebens, die "normale 21-jährige" genießen. "Ich habe halt keinen 8-Stundentag", sagt die frischgebackene Polizeimeisterin. "Aber das ist mein Leben, meine Leidenschaft und wenn ich auf Schnee stehe, vergisst man alles und ist glücklich."

SJH

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