Ein historischer Sieg

Zehn Deutsche Meistertitel für Wasserski-Team

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Das Bild zeigt den Deutschen Mannschaftsmeister mit Jana Wittenbrock, Simon Herrmann, Daniel Maltzahn, Marius Schimanski, und Christian Weiland mit Pott

Kiefersfelden - Der WSC hat es mal wieder geschafft! Ein warmer Medaillenregen begleitete das Team bei der Deutschen Meisterschaft. Wie eroberten sie sich welche Titel?

Einen warmen Medaillenregen gab es für das Team des WSC Kiefersfelden Rosenheim. Zum ersten Mal wurden die Titelkämpfe im ostfriesischen Idafehn bei Bremen durchgeführt. Das Team vom Hödenauer See präsentierte sich in absoluter Top Form und dominierte diese Meisterschaft schon fast nach Belieben. Es wurden alle Altersklassen und die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft gleichzeitig durchgeführt.

Senioren und Youngster erreichen Finale

Am frühen Samstagmorgen startete die Deutsche Meisterschaft mit den Jugendklassen. Dabei präsentierten sich die beiden Oberaudorfer Youngster Cassandra Hannes und Felix Astner jeweils zum ersten mal in der Jugendklasse U15. Während die erst 11-jährige Cassandra im Trick und Slalom noch etwas nervös wirkte, zeigte Felix Astner bereits etwas mehr Routine und dominierte die Vorläufe in fast allen Disziplinen. Beide kamen in Ihren Disziplinen in die Finalläufe, die am Sonntag stattfanden. Während das Seniorenteam um Routinier Michi Weiland praktisch mühelos die Finalläufe erreichte, war es für den 70-jährigen Senior Herbert Reischl in der Seniorenklasse 3 ein.

Knapp vorbei am Weltrekord

Zum ersten Höhepunkt kam es bereits im Vorlauf der Damen, bei dem Jana Wittenbrock zeigte, daß dieses Jahr wieder stark mit Ihr zu rechnen ist. Mit einer Fabelleistung von zwei Bojen an der 10,25 Meter kurzen Leine blieb sie eine Boje über dem amtierenden Weltrekord der Britin Lisa Adams. Leider war die Strecke in Idafehn nicht weltrekordfähig. Von dieser Vorgabe anscheinend motiviert fuhren Simon Hermann (Platz eins) , Marius Schimanski und Christian Weiland ebenfalls in das Finale am Sonntag und legten so den Grundstein für den erneuten Titel in der Mannschaftswertung. In der Disziplin Figuren zeigte Marius Schimanski schon fast gewohnt zwei sichere 20-Sekunden-Durchgänge und setzte sich an die Spitze des Feldes. Simon Herrmann und Daniel Maltzahn liesen sich nicht zu weit abschütteln. Somit führte die Mannschaft des WSC Kiefersfelden nach zwei Disziplinen bereits souverän. Das anschliessende Springen dominierten Marius Schimanski mit Platz zwei und der frisch von einer Knieverletzung genesende Daniel Maltzahn, der den Vorlauf klar mit 52,90 Metern klar für sich entschied.

Große Zahl an Titeln für den WSC

Somit stand fest, daß in diesem Jahr der Titel des Deutschen Wasserskimannschaftsmeister wieder nach Kiefersfelden geht. Das Team mit Jana Wittenbrock, Marius Schimanski, Simon Hermann und Daniel Maltzahn, sowie Christian Weiland feierte den Sieg vor dem WSV Kallethal und dem WSC St. Leon. In den Finalläufen am Sonntag wurden die Titelträger in den einzelnen Disziplinen genauso wie die Sieger in der Kombinationswertung ermittelt. Den ersten Paukenschlag lieferte die 11-jährige Cassandra Hannes die bei Ihrem ersten großen nationalen Auftritt sich den Titel im Figurenlauf und die Vizemeisterschaft im Slalom holte. Die hervorragende Nachwuchsarbeit der Läufer vom Hödenauer See wurde durch drei weitere Titel von Felix Astner belohnt. Felix fuhr mit zwei Bojen an der 16-Meter-Leine persönlichen Rekord und gewann das Springen mit einer Weite von 24,50 Metern. Der Sieg in der Kombination war ihm durch einen Hervorragenden zweiten Platz im Trick nicht mehr zu nehmen. Mit dieser Leistung wurde Der Oberaudorfer Schüler für das Team der Jugend Nationalmannschaft nominiert. Im September wird Felix das erste mal bei einer Jugendeuropameisterschaft für Deutschland starten. Thorsten Jellonnek in der Seniorenklasse 1 erreichte wie Michael Weiland in der Seniorenklasse 2 und Herbert Reischl in der Altersklasse 3 einen hervorragenden 2 Platz im Slalom. „Toto“ Jellonek qualifizierte sich mit drei weiteren zweiten Plätzen im Figuren, Springen und in der Kombination für das Senioren Team das in drei Wochen bei der EM in Schloss Dankern an den Start gehen wird.

Amtierende Weltmeisterin Jana Wittenbrock wieder spitzenklasse

Von vielen Verletzung im Vorjahr geplagt ist die amtierende Weltmeisterin im Slalom Jana Wittenbrock auf einem guten Weg Ihren Titel Ende September zu verteidigen. Mit dem Sieg im Europa Cup vor vier Wochen zeigte sie bereits aufsteigende Form. Im Finale dominierte sie die Konkurrenz und fuhr einen souveränen Sieg mit einer Leistung von einer Boje am 10,25 Meter kurzen Seil ein. In dieser Form ist die gebürtige Bielefelderin Mitfavorit bei der in vier Wochen stattfinden Weltmeisterschaft.

Historisch: Triple Sieg für den WSC

Der Slalom der Herren wurde dann zu einem WSC Festival wie es es in Deutschland noch nie gab. Gleich vier Läufer fuhren die 10,75 Meter kurze Leine durch. Während der Kalletaler Helge Schermer mit drei Bojen am 10,25 Meter Seil scheiterte schafften die drei Slalomathleten des WSC Kiefersfelden einen historischen Sieg. Alle drei durchfuhren die 10,25 Meter kurze Leine und stellten damit einen „Triple Sieg“ für Kiefersfelden sicher. Am Ende siegte der amtierende Weltrekordhalter Simon Herrmann vor Marius Schimanski und Christian Weiland. Im abschliessenden Springen wurde es nocheinmal spannend. Nach zwei Sprüngen führte der Kirchheimer Robin Senge das Feld vor Daniel Maltzahn und Daniel Zinser an. Maltzahn, der nach überstandenen Knieproblemen gerade im Aufbautraining ist, und als klares Saisonziel die WM in vier Wochen vor Augen hat, riskierte beim letzten Sprung etwas zuviel und konnte den Abdruck an der Schanzenkante leider nicht optimal erwischen. Marius Schimanski, der bekannterweiser immer die besten Leistungen bringt, wenn er unter Druck steht zauberte im letzten Versuch die Tagesbestweite von 54,70 aus den Ärmeln und sicherte sich somit nicht nur zum ersten mal den Titel des Deutschen Meisters im Springen sondern wurde auch souverän Deutscher Meister in der Kombination und war somit der herausragende Athlet der Titelkämpfe.

Pressemeldung des WSC Kiefersfelden

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