Kraiburger Motorradfahrer bei Meisterschaft in Schleiz

Luca Grünwald mit zwei starken Rennen

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Sichtlich zufrieden: Luca konnte mit zwei Zweitplatzierungen wieder viele Punkte einheimsen.

Waldkraiburg/Schleiz - Luca Grünwald kam am Sonntag auf dem Schleizer Dreieck zwar zweimal als Zweiter der Superstock-Wertung ins Ziel. Allerdings bekam er nach dem zweiten Rennen die Punktezahl des Siegers, nachdem Gaststarter Marc Moser als Erster die Zielflagge sah.

Für den 21-jährigen Waldkraiburger Yamaha-Pilot des Freudenberg Racing Teams hatte das fünfte Rennwochenende zur Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft in Schleiz nur einen oder besser gesagt zwei Wermutstropfen. Abgesehen von wechselhaften Wetter am Freitagmorgen startete Grünwald planmässig in die fünfte Meisterschaftsrunde. Sobald es abtrocknete, konnten er und sein Team von einem Test auf gleicher Strecke vor einem Monat profitieren.

Doch am Samstagnachmittag ärgerte sich Grünwald über die verpasste Chance sich für die Superpole zu qualifizieren. In seiner Zeitattacke in der Schlussphase des zweiten Qualifying wurde er von viel Verkehr auf der Piste aufgehalten, während sich sein härtester Konkurrent im Titelkampf, der Niederländer Danny de Boer, als Fünfter der Startaufstellung qualifizierte.

Meisterschaftsrennen bleibt spannend

Im ersten Rennen am Sonntagvormittag fand jedoch Grünwald schnell seinen starken Speed und konnte bis zur Schlussphase De Boer einholen. Doch als Grünwald seine Attacke starten wollte, musste er wegen Gelber Flaggensignale in diesem Streckenabschnitt zurückstecken. Im zweiten Rennen am Nachmittag behielt er aber gegenüber De Boer die Oberhand und kassierte wertvolle 25 Punkte für die Meisterschaft.

Das nächste Rennen findet bereits in zwei Wochen auf dem TT Circuit im niederländischen Assen statt.

So äußerte sich Luca selbst zum Rennen:

"Im Grossen und Ganzen bin ich zufrieden; Schleiz war allemal ein gutes Wochenende. Es begann zwar mit wechselhaften Verhältnissen, als es am Freitagvormittag regnete. Doch ich denke, es hat auf keinen Fall geschadet, einmal auch im Regen zu fahren. Die zwei anderen Sessions wurden unter trockenen Bedingungen abgewickelt und mit jedem Exit konnten wir uns steigern. Schliesslich war ich schneller als bei unserem Test in Schleiz vor einem Monat. Von dem her war es schon mal ein ordentlicher Start in das Wochenende und ich bin am Samstag mit einem super Gefühl in die Qualifyings gegangen. In QP2 am Nachmittag war ich auf einer richtig schnellen Quali-Runde, die ich aber wegen viel Verkehr auf der Piste nicht zu Ende brachte. Schade, deshalb habe ich auch die Superpole verpasst. Viel ärgerlicher war allerdings, dass Danny (De Boer) in der Superpole auf P5 in der Startaufstellung gestürmt war. Er startete also jedes Mal zwei Reihen vor mir, was sicher keine erfreulichen Aussichten für mich waren. Doch ich fuhr zwei sehr starke Rennen. Am Start des ersten Heats konnte ich zwar einige Positionen gutmachen, doch zu Danny ist gleich eine Lücke von ca. fünf Sekunden entstanden. Bis kurz vor Ende des Rennens konnte ich aber den Rückstand aufholen. Ich war auch schon an Danny dran, als sich urplötzlich Superbike-Fahrer Bastien Mackels einmischte. Wegen dessen Überholmanöver habe ich etwas Zeit verloren. Doch in der letzten Runde war ich in der Schikane schon fast wieder auf gleicher Höhe mit De Boer, aber wegen Gelber Flaggensignale dort musste ich meine Attacke abbrechen. Das war wirklich ärgerlich, weil ich hatte den Speed, um in diesem Rennen die Superstock-Wertung zu gewinnen. Mein Start in das zweite Rennen war noch einmal besser. Nachdem ich zwei Konkurrenten überholt hatte, fuhr ich sofort direkt hinter Danny. Ich folgte ihm die meiste Zeit der Distanz. Ein paar Runden vor Schluss nutzte ich die Gelegenheit beim Überholen eines überrundeten Fahrers und überholte ihn. Danny klemmte sich zwar an mein Hinterrad, doch in den letzten drei Runden gab ich nochmals alles und konnte sehr starke Rundenzeiten fahren. Somit gelang es mir, mich etwas von ihm zu lösen und, dass er nicht mehr angreifen konnte. Da Marc Moser als Gaststarter keine Punkte bekam, konnte ich mit diesem zweiten Rang in der Superstock-Wertung die fünf Punkte vom Vormittag wieder aufholen. So gesehen war es sicher ein positives Wochenende und jetzt gilt es eben auf diesem Level weiterzumachen. Wir haben ganz klar zu Danny aufgeschlossen, doch das nächste Rennen in Assen ist sein Heimspiel. Dort wird er ungleich stärker sein. Doch ich denke, der TT Circuit sollte eigentlich auch uns gut liegen. Ich freue mich jedenfalls schon auf Assen in zwei Wochen."


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