Jugend-Winterspiele in Norwegen

Heimische Biathleten erobern Silber in Lillehammer

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Julia Frühwirt, Simon Groß, Franziska Pfnür und Danilo Riethmüller

Lillehammer - Am Ende hat es für die zwei heimischen Stützpunkt-Nachwuchsbiathleten doch noch mit einer Medaille geklappt. Bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Lillehammer konnten Simon Groß vom SC Ruhpolding und Franziska Pfnür von der SK Ramsau Silber in der Mixed-Staffel erobern.

Zusammen mit Julia Frühwirt und Danilo Riethmüller lieferte das Quartett den Norwegern einen heißen Kampf, den sie am Ende nur um wenige Sekunden verloren. Nicht so gut ist es vorher für Pfnür und Groß im Sprint und Verfolgung gelaufen. Nach ihrer Heimkehr schwärmten beide Sportler von dem Flair bei den Spielen. „Ich habe es mir toll vorgestellt und tatsächlich ist es noch eine Spur schöner gewesen“, so Simon Groß. Der 17-jährige sprach nach dem Staffel-Silber von einem perfekten Tag. „Ich habe da mein bestes Rennen abliefern können“, so Groß. Ähnliche Eindrücke hat auch Franziska Pfnür aus Norwegen mitnehmen können. Bei ihrer Heimkehr hat es in der Ramsau sogar einen kleinen Empfang gegeben. „Ich habe viele neue Erfahrungen sammeln können. Natürlich ist das mit der Medaille im Mixed toll. Ich bin ohne Nachlader durchgekommen. Silber passt, wird wollten einfach eine Medaille“, freute sich Pfnür, die wie Groß gleich einen Tag nach der Heimkehr wieder die Schulbank drückten.

Sprint und Verfolgung mit Licht und Schatten

Nicht ganz zufrieden war die 15-jährige mit dem Sprint. Vier Fehler bedeuteten den 33. Platz, was für den Verfolger eine schlechte Ausgangsposition war. Immerhin schaffte sie es in diesem Wettkampf mit nur einem Schießfehler einige Plätez gut zu machen. „Da habe ich auch ein wenig Lehrgeld bezahlt, ich bin ganz schön nervös gewesen“, gab sie nach ihrem ersten internationalen Auftritt zu. Auch Simon Groß konnte im Sprint nicht seine gewohnte Leistung abrufen. Am Ende stand mit drei Schießfehlern der 18. Platz. Im Verfolger konnte er zunächst zur Aufholjagd blasen. Bis zum letzten Schießen hatte er sich auf den siebten Platz vorgearbeitet und nur noch eine Minute Rückstand auf eine Medaille. Beim letzten Stehendanschlag zerlegte es allerdings den Ruhpoldinger sprichwörtlich. Drei Strafrunden warfen ihn auf den 21. Platz zurück. „Ich bin die ersten Tage ein wenig angeschlagen gewesen. Trotzdem, ich habe vieles lernen können“, so das Fazit des jungen Sportlers der wie Franziska Pfnür am Wochenende schon wieder im Deutschland-Pokal in Oberhof laufen darf.

Top-Leistung in der Mixed-Staffel

Stützpunkt-Nachwuchstrainer Kristian Mehringer sah einiges Positives bei seinen Athleten, hatte aber auch einige Kritikpunkte anzubringen. „Er hat sich etwas zu viel unter Druck gesetzt und hat so seine gewohnte Leistung nicht abliefern können“, meinte Mehringer. Versöhnlich zeigte sich der Coach mit der abschließenden Medaille im Mixed und auch mit der Verfolgung bis zum letzten Stehendanschlag. „Da können wir aufbauen“, so der Trainer. Für Franziska Pfnür galt es laut Mehringer als sehr junge Athletin Erfahrungen zu sammeln. Leider ist sie kurz vor den Spielen krank geworden und konnte nicht richtig trainieren. „Im Sprint hat man gesehen, dass noch nicht so fit ist“, erklärte Mehringer den 33. Platz. Viel Lob gab es vom Coach für den Verfolger. Nach zunächst null Fehlern nach drei Schießen, blieb am Schluss doch noch eine Scheibe stehen. „Da hat sie auch läuferisch eine ordentliche Leistung gezeigt“, sagte Mehringer. In der Mixed-Staffel gelang der 15-jährigen ein tolles Rennen, sie vergrößerte sogar noch den Vorsprung auf die Drittplazierten aus Italien. Angetan von den Leistungen der gesamten deutschen Mannschaft bei den Olympischen Winterspielen der Jugend ist auch Bayerns Kultusminister Ludwig Spänle gewesen. In diesem Zusammenhang lobte er vor allem die Arbeit der bayrischen Eliteschulen des Wintersports. Alleine vom CJD Berchtesgaden drei Medaillengewinner. Gold gab es für Celia Funkler im Ski-Snowboard Cross Team und Jonas Stockinger im Ski Alpin Mixed Team sowie bereits ausführlich erwähnt, Franziska Pfnür in der Biathlon Mixed Staffel.

sjh

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