Knapp an einem WM-Punkt vorbeigeschlittert – Erneut starke Aufholjagd des Ainringer Moto3-Piloten

Philipp Öttl macht in Silverstone sieben Plätze gut

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Als Führender seiner Gruppe beendete Philipp Öttl (Im Bild vorne) aus Ainring am vergangenen Sonntag beim WM-Grand Prix in Silverstone/Großbritannien das Moto3-Rennen mit Platz 17, nur zwei Ränge getrennt von einem WM-Punkt.

Silverstone - Starke Aufholjagd, Sieg in der Gruppe, aber zwei fehlende Plätze zu einen WM-Punkt – das war die Bilanz von Philipp Öttl auf seiner Kalex-KTM beim britischen Grand Prix.

Der Ainringer Motorradrennsportler vom Interwetten Paddock Moto3 Racing Team war zunächst in einem dichten Pulk versteckt. Doch in der fünften Runde tauchte der 18-Jährige plötzlich an der Spitze dieser Gruppe auf, fuhr seinen Verfolgern sogar einige Meter davon und blieb bis zum Rennende so konstant schnell, dass der Widerstand seiner direkten Kontrahenten immer weiter abbröckelte. Damit bewies Öttl, dass er auf bestem Wege ist, zu seiner alten Kampfkraft zurückzufinden – auch wenn es mit Rang 17 nicht ganz zu WM-Punkte reichte.

„Philipp hat sich im Rennen von Startplatz 24 auf Rang 17 verbessert, und wir sind mit seiner Leistung zufrieden. Die Art und Weise, wie er sich in der Gruppe durchgesetzt hat, war beeindruckend", bilanzierte Peter Öttl, seines Zeichens fünffacher Grand-Prix-Sieger und Philipps Vater, zugleich auch Manager. „Es ist nicht einfach, in einer Gruppe vorneweg zu fahren. Mich hat besonders überzeugt, dass er diesen Pulk zum Ende hin sogar distanzieren konnte. Mein Sohn selbst war nach dem Rennen nicht ganz zufrieden, weil der Abstand zur Spitze mit 27 Sekunden relativ groß war. Doch was für uns alle heute zählt, ist der Sieg in dieser Gruppe".

Auch der 18jährige Moto3-Rennsportler sah den gewonnenen Kampf in der Gruppe positiv und meinte, man könne darauf aufbauen. „Ich bin schnelle, konstante Rundenzeiten gefahren und habe besonderen Wert darauf gelegt, das Tempo gleichmäßig durchzuhalten." Bei dieser Zermürbungstaktik fielen die unmittelbaren Kontrahenten zurück, nur einigen gelang es mitzuhalten, ohne Öttls Gruppensieg gefährden zu können. „Jetzt denke ich, dass wir mit einem guten Gefühl zum nächsten Rennen nach Misano weiterfahren können. Wir haben uns deutlich gesteigert, und wenn wir noch etwas mehr Glück gehabt hätten und zwei, drei Fahrer ausgefallen wären, hätten wir Punkte nach Hause mitgenommen. Unser Ziel für die nächsten Rennen ist es, die Spitze näher zu kommen. Ich denke, wir müssen am Bike ebenso wie an meinen Fähigkeiten weiterarbeiten, um fürs nächste Jahr gut aufgestellt zu sein und in dieser Saison nach Möglichkeit noch den einen oder anderen Top-ten-Rang zu holen".

Komplimente hörte Philipp Öttl von Teambesitzer Daniel Epp: „Philipp gelang es, dieses für ihn schwierige Wochenende mit einem hart erkämpften 17. Platz im Rennen versöhnlich abzuschließen. Er hat sich in seiner Gruppe durchgesetzt, und das war heute sehr wichtig. Ab dem nächsten Rennen in Misano geht es darum, dass er sich langsam, aber sicher wieder in die Top-15 vorkämpfen kann."

Das Rennen in Silverstone/Großbritannien gewann der Spanier Alex Rins auf Honda in 38.11,330 Minuten vor seinem Landsmann Alex Marquez, ebenfalls Honda, 0,911 Sekunden zurück. Der Italiener Enea Bastianini auf KTM (- 0,072 sec.) wurde Dritter. Vom Sieger trennten Philipp Öttl exakt 27,163 Sekunden.

schl

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