Laböck: "Ich muss quasi von Null anfangen"

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Isabella Laböck.

Aschau - Der Weltcup am Sudelfeld sollte ein Höhepunkt in der Karriere von Isabella Laböck werden. Ein Unfall riss die Aschauerin jedoch aus der Form. Langsam kämpft sie sich nun zurück in den Leistungssport. 

Eigentlich hätte der Heimweltcup am Sudelfeld für Snowboarderin Isabella Laböck einer der sportlichen Höhepunkte der abgelaufenen Saison werden sollen. Nach der verpatzten Weltmeisterschaft und dem dort verlorenen Titel wollte die Aschauerin auf ihrer Hausbahn den Fans zeigen, dass sie zu den besten der Welt gehört. Doch ein fataler Sturz in der Qualifikation hat dafür gesorgt, dass die 29-Jährige unters Messer musste.

Bruch des Sprungbeins und ein Bänderriss im rechten Sprunggelenk, so die niederschmetternde Diagnose die erst nach einiger Zeit in dieser fatalen Dimension feststand. „Ich habe gleich gespürt, dass es was Schlimmes ist. Da verzweifelt du zunächst schon“, so die Sportlerin.

Doch Laböck ist als Kämpferin bekannt und so sucht sie derzeit den Weg zurück in den Leistungssport. Sogar im derzeitigen Urlaubsdomizil hat sie Pläne ihrer Therapeuten und Norbert Notheis vom Leiter des ambulanten Reha-Zentrums der Bad Endorfer Simssee-Klinik dabei. Dort schindet sie sich seit Wochen um im kommenden Winter wieder auf dem Snowboard unterwegs zu sein. „Nach dem ersten Schock hat sie sich wieder gefangen.

„Es sind Geduldsproben mit Höhen und Tiefen. Ich habe lange mit dem Bein nicht auftreten können. Ich habe die Tage gezählt, bis ich die Krücken in die Ecke stellen konnte.“ Die Therapie in Bad Endorf hat sich täglich über mehrere Stunden erstreckt. Laut Notheis gab es physiotherapeutische Anwendungen, Gymnastik im Wasser, Lymphdrainage, Koordination und Ausdauer sowie die Rückkehr zum sportartspezifischen Training.

„Sie ist immer hochmotiviert gewesen und hat gute Fortschritte gemacht“, lobt Notheis seine prominente Patientin. Nach ihrem Urlaub mit Lebensgefährten Björn Kircheisen, dem Nordischen Kombinierer wird sich Laböck weiter schinden. Mittlerweile hat sie aber auch ein Studium der Psychologie angefangen und das neue Heim in Aschau im Chiemgau bezogen. Der sportliche Fokus liegt aber zu einhundert Prozent auf der neuen Saison. „Die vergangene Saison hat mich nicht nur wegen der Verletzung verzweifeln lassen. Ich hatte viel trainiert und trotzdem hat einiges nicht funktioniert“, gibt die Bundespolizistin rückblickend zu. „Jetzt habe ich die Möglichkeit zu einer neuen Chance. Ich muss quasi von Null anfangen und den Kopf freibekommen.“

SJH

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