Priener Handballer verlieren in Ismaning

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Auch Dominik Wachter konnte die Priener Niederlage nicht verhindern

Chiemgau - Nach einer enttäuschenden ersten Halbzeit verloren die Priener Handballer gegen den TSV Ismaning II mit 30:36 und stehen nun auf dem Vorletzen Tabellenplatz.

Am vergangenen Sonntag reisten die Priener Handballer zur ‚Zweiten‘ des TSV Ismaning. Die Vorzeichen vor der Begegnung standen gut. Trainer Helmut Dulzenberger hatte einen vollen Kader zur Verfügung. Moritz Metze, Felix Laser und Tobias Stadtelmeyer fehlten jedoch im Priener Kader. Zudem hatte der TuS keinen zweiten Torhüter im Kader, da Erik Gaitzsch verhindert und Paul Steines verletzt waren. Dennoch hoffte man im Priener Lager, sich mit einem Sieg im Tabellenmittelfeld festzusetzen.

Jedoch stellten die Priener Mannschaft sowie die mitgereisten Fans schnell fest, dass die Mannschaft heute wohl nicht in Topform ist. Nach 40 Sekunden erhielt David Lehnard eine doppelte Zeitstrafe und Prien sah sich früh im Spiel mit einer vierminütigen Unterzahlsituation konfrontiert. Mit dieser Situation kamen die Priener überhaupt nicht zurecht und gerieten schnell mit 9:1 in Rückstand. Auf ein aufbäumen warteten die Zuschauer vergeblich, denn bis Mitte der ersten Hälfte gelang es den Priener gerade mal, drei Tore zu erzielen. Ismaning führte zu diesem Zeitpunkt mit 12:3. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte gelang es dem TuS dann wenigstens ein paar Tore zu erzielen, jedoch war die Abwehr weiterhin in einer miserablen Verfassung und die Ismaninger Spieler mussten nichts weiter tun als ungestört zum Sprungwurf anzusetzen und den Ball an Priens Torwart Vodermaier vorbei zu lenken. Somit verabschiedeten sich geknickte Priener Spieler beim Spielstand von 19:10 für den TSV Ismaning II in die Halbzeitpause.

In der zweiten Halbzeit versuchte der TuS dann nochmal alles, um vielleicht doch noch einmal an die Ismaninger heranzukommen. Dulzenberger stellte auf eine offensive Abwehr um, um die beiden Rückraumschützen der Ismaninger aus dem Spiel zu nehmen. Diese Maßnahme wirkte sich durchaus auf das Spielgeschehen aus, konnte der TuS doch einige Bälle erobern und schnelle Tempogegenstoßtore erzielen. Auch wenn Prien sich im Angriff in der zweiten Hälfte um einiges steigerte, vergab man viel zu viele Tormöglichkeiten um den Ismaningern nochmal ernsthaft gefährlich zu werden. Allerdings kann der Mannschaft in der zweiten Hälfte weder der Kampfgeist noch die Moral abgesprochen werden. Drei Minuten vor dem Ende der Partie gelang es dem TuS sogar nochmal, auf 32:28 heranzukommen. Allerdings zu spät um dem Spiel nochmal eine entscheidende Wendung geben zu können. Am Ende behielt Ismaning hochverdient die beiden Punkte bei sich und gewann mit 36:30.

Der Priener Mannschaft muss vorgeworfen werden, dass sie die erste Halbzeit komplett verschlafen hat und sich viele Unkonzentriertheiten in der Abwehr so wie im Angriff leisteten. Unzählige Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und überhastete und schwache Torabschlüsse machten es dem TSV Ismaning II leicht, das Spiel für sich zu entscheiden. Allerdings sollte die Mannschaft den Kopf nicht in den Sand stecken.

Am nächsten Samstag gegen den Tabellenführer, den TSV München Ost, kann und muss sich der TuS in einer komplett anderen Tagesform präsentieren und den Zuschauern zeigen, was in der Mannschaft steckt. Prien ist jetzt Vorletzer in der Tabelle und sollte schleunigst versuchen, in dieser ausgeglichenen Liga die untere Tabellenregion zu verlassen. Gegen München Ost am Samstag kann damit begonnen werden. Anpfiff ist um 19:30 Uhr in der Priener LTG Halle.

Für Prien spielten:

Thomas Vodermair im Tor, Bastian Rothmer, Serge Stamm, David Lehnard, Florian Gallinger, Benjamin Huth, Markus Gallinger, Markus Schönhammer, Dominik Wachter, Ole Horstmann, Stefan Gallinger, Raphael Bächtle, Stefan Ziegmann und Matthias Graf.

Die Priener Damen machten ihre Sache deutlich besser. Beim bis dahin ungeschlagenen Tabellenführer, dem SV Erlstätt, setzte sich die Lukac Truppe mit 26:24 durch und bleibt auch im zweiten Saisonspiel ungeschlagen. Prien belegt mit 3:1 Punkten den dritten Tabellenplatz.

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