Beim Sieg des US-Amerikaners Timo Eisenhart fuhr Schulze in der Gesamtwertung auf den zehnten Rang. "Das war eine überragende Leistung auf internationalem Top-Niveau", so Trainer Christian Schrot nach dem Auftritt.
Die Grundlage für den Erfolg legten Schulze und das Team bereits im drei Kilometer langen Prolog. Bester bayerischer Fahrer war dabei Johannes Weber mit 4:13,44 Minuten auf Platz zwölf, Schulze kam in 4:18,50 Minuten auf Platz 30 ins Ziel und war damit noch nicht zufrieden: "Dieses Rennen lag mir nicht richtig", so der 17-Jährige aus Hohenbrunn. Auch in den folgenden 110 Kilometern zwischen Cully und Bex benötigte Schulze einige Kilometer, um richtig aktiv zu werden. Danach untermauerte das Team Auto Eder Bayern mit fünf Fahrern in der ersten Gruppe eindrucksvoll seinen Anspruch, die Schweizer Rundfahrt mit zu bestimmen und feierte mit dem 17-jährigen Aichacher Fabian Schormair auf Platz acht und Schulze auf Platz neun gleich zwei Top-Ten-Platzierungen im Tagesklassement. Komplettiert wurde das gute Ergebnis durch Weber auf Platz zwölf, Florian Nowak auf Platz 14 und Yannick Achterberg auf 16.
Im Weißen Trikot des besten Nachwuchsfahrers beendete Julian Schulze auch das 14 Kilometer lange Zeitfahren in Aigle als bester Deutscher. Zweiter Fahrer des Team Auto Eder Bayern wurde Schormair auf Platz 20.
Auf der 120 Kilometer langen Finaletappe von Froideville nach Epalinges konnte sich Schulze dann wieder voll auf seine Mannschaft verlassen. "Das waren 120 Kilometer, von denen kein Meter flach war und es wurde ständig attackiert", so seine Zusammenfassung. "Aber dank einer tollen Mannschaftsleistung hat es mit der Verteidigung des Trikots perfekt geklappt." Im Tagesklassement wurde Achterberg als 20. schließlich bester Fahrer des Team Auto Eder Bayern.
In der Gesamtwertung gab es außer Platz zehn und den Gewinn der Nachwuchswertung einiges zu feiern. Johannes Weber holte in der Schweiz Platz zwei in der Sprintwertung, im Team-Klassement landete das Nachwuchsteam auf Platz vier.
Einen erfolgreichen Auftakt und ein bitteres Ende brachte das Pfingstwochenende dagegen Dario Rapps, der bei drei deutschen Straßenrennen am Start war. Der 17-Jährige aus Kempten fällt nach einem Sturz im Straßenrennen in Merdingen mit Schulterbruch voraussichtlich vier bis sechs Wochen aus. Mit seinem zweiten und dritten Saisonsieg hatte Rapps zuvor nochmals seine Ausnahmeform unterstrichen. Beim Kriterium in Günzach hatte er sich zunächst mit einer vierköpfigen Gruppe vom Feld absetzen können und gewann. Sein Teamkollege Lukas Steger wurde Vierter. Beim Rundstreckenrennen in Altenstadt gewann Rapps im Massenspurt, mit Maximilian Friesinger auf Rang drei und Steger auf Platz fünf hatte das Team noch weitere Spitzenplätze zu feiern.
re/Oberbayerisches Volksblatt












