Ein starkes Viertel zu wenig für Rosenheim

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Jguwon Hogges gelangen gegen Schwabing 21 Punkte.

Rosenheim - Es war ein enttäuschendes Wochenende für die Basketballer des Sportbund Rosenheim: In der Halbzeit ging das Team in Führung, doch schon bald zogen die Schwabinger nach...

Es hätte der erste Saisonsieg und der erste Heimsieg für den Sportbund in der noch jungen Saison in der ersten Regionalliga werden sollen. Die ebenfalls noch sieglosen Schwabinger waren zu Gast in der Gabor Halle. Über 200 Zuschauer kamen um den Sportbund Rosenheim bei dieser schweren Aufgabe zu unterstützen. Trainer Bob Miller hatte sein Team eingeschworen in der Verteidigung aggressiver zu arbeiten. Der Sportbund hatte sich viel vorgenommen für dieses Spiel. 

Doch im ersten Viertel konnte man die Vorgabe von Miller leider nicht ganz umsetzen. Zwar spiele der Sportbund im Angriff gut zusammen und erarbeitete sich freie Wurfmöglichkeiten, doch in der Verteidigung leistete man sich immer wieder Fehler, die die Gäste aus München auszunützen wussten.

Mit einem sechs Punkte Rückstand musste man in das zweite Viertel gehen. Der Sportbund erlaubte Schwabing in den ersten 10 Minuten 22 Punkte und erzielte selber nur 16. In der Viertelpause musste Miller aber die richtigen Worte gefunden haben. Endlich setzte die Mannschaft die Vorgaben des Trainers um. Schwabing fand keinen Weg mehr gegen die gute Zonenverteidigung der Rosenheimer und blieb minutenlang ohne Korberfolg. Insgesamt gelangen den Gästen nur 4 Punkte im zweiten Spielabschnitt. Die Aufbauspieler Peter Breitfeld, Timo Fliege und Jguwon Hogges setzen ihre Gegenspieler unter Druck und die Rosenheimer „Großen“ schnappten sich reihenweise die Rebounds. Es war das beste Viertel, welches der SBR in der neuen Liga bisher spielte. Mit einer zwölf Punkte Führung konnte man zufrieden in die Halbzeit gehen (38:26).

Nach der Halbzeit stellte Schwabing ihre Verteidigung um, gegen die sich die Rosenheimer zu Beginn des dritten Viertels sehr schwer taten. Die Würfe aus der Distanz fielen nicht und Schwabing gelang es durch Schnellangriffe die Rosenheimer immer wieder zu überrumpeln. Der Vorsprung schmolz Punkt um Punkt. Einen einzigen Punkt Vorsprung konnte der SBR in das letzte Viertel retten (49:48).

Für die letzten 10 Minuten nahm sich der Sportbund nochmals vor in der Verteidigung einen Gang zuzulegen. Doch Schwabing hatte jetzt Blut geleckt und war nicht mehr abzuschütteln. Den Rosenheimer gelang keine Aktion, auf die die Schwabinger nicht eine Antwort hatten. Bis zur letzten Minute war das Spiel vollkommen ausgeglichen. Ein Krimi bahnte sich in der Gabor Halle an. Als dreißig Sekunden vor Ende Schwabing mit zwei Zählern vorne war, foulten die Rosenheimer um die Gäste an die Freiwurflinie zu schicken. Schwabing konnte aber nur einen Freiwurf verwandeln. Im Gegenzug schnappte sich Jguwon Hogges den Ball und zog mit allem was er hatte zum Korb, legte den Ball rein und wurde dabei auch noch gefoult. Ihm wurde ein Bonusfreiwurf zugesprochen. Ein Punkt lag man nur noch zurück. Doch Hogges vergab die Chance an der Linie und Schwabing konnte sich den Rebound sichern. Am Ende musste sich der SBR mit 68 zu 72 geschlagen geben. Für die enttäuschten Rosenheimer, die so nah dran waren an ihrem ersten Saisonerfolg, war es eine besonders bittere Niederlage.

„Wir haben heute leider nur in einem Viertel auf dem Niveau verteidigt, auf dem wir eigentlich fähig sind zu spielen. Dann wird das Spiel nach hinten raus eng und dann kommt halt in so einer Phase in der Saison auch noch Pech dazu. Da müssen wir jetzt durch“, so der Kapitän Christian Hlatky über das intensive Spiel. Am kommenden Wochenende hat der SBR die Möglichkeit in Herzogenaurach endlich Punkte einzufahren.

Pressemitteilung Sportbund Rosenheim

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