Ruhpoldinger Biathlon nicht nur als Moderator beeinflusst

Fritzenwenger: Mit Axt und Säge Schießstand mit aufgebaut

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Das Biathlon-Duo Christoph Hamm und Herbert Fritzenwenger

Ruhpolding - Fest verbunden mit dem Biathlon-Weltcup sind die Namen Herbert Fritzenwenger und Siggi Walch. Wir stellen die Beiden in einem spannenden Porträt vor.

An diesem Wochenende steuert der Biathlonweltcup in der Ruhpoldinger Chiemgau Arena auf den Höhepunkt zu. Am Samstag geht es für die Frauen und Männer an den Massenstart. Das Finale am Sonntag bringt die Damenstaffel mit einem favorisierten deutschen Team. 

Herbert Fritzenwenger - Untrennbar mit dem Weltcup verbunden

Fester Bestandteil des Ruhpoldinger Weltcups ist die Familie Fritzenwenger. Erika und Herbert Fritzenwenger Senior sind seit Jahren für die Verpflegung der Fans zuständig. Sohn Herbert kommentiert die Rennen für das ZDF. Herbert Fritzenwenger ist einer der Dienstältesten Experten, die im Fernsehen tätig sind. Bei den Zuschauern ist er wegen seiner fachkundigen Kommentare beliebt und geschätzt. Seine Stärke, wenn er Biathlon erklärt, versteht es jeder. Dazu ist er nah an den Athleten und hat immer die neuesten Insider-Informationen. 

Doch Fritzenwenger ist nicht nur Fernsehexperte, er hat die Entwicklung des Biathlons maßgeblich beeinflusst. Als 14-Jähriger hat er mit Axt und Säge am Bau des Schießstandes in der heutigen Chiemgau Arena mit angepackt. „Das ist für uns wie Training gewesen und wir haben es gerne gemacht“, erinnert sich der heute 53-Jährige.

In seiner aktiven Karriere hat er 1988 bei den Olympischen Spielen in Calgary teilgenommen. Bei Weltmeisterschaften eroberte er in der Staffel und Mannschaft eine Silbermedaille und zwei Bronzemedaillen. Nach dem Abschluss seiner sportlichen Karriere ist er treibende Kraft der Entwicklung des Biathlons in Ruhpolding gewesen. Vor allem es ihm zu Verdanken, dass der Service für die Zuschauer in der Chiemgau Arena auf den Standard von heute ist. „Wir haben die Stadionmoderation auf einen sehr persönlichen Level gebracht. Dadurch sind die Sportler für die Zuschauer quasi greifbarer geworden“, so Fritzenwenger.

Unvergessen als Moderator - Sigi Walch

Unvergessen als Moderator ist Sigi Walch, Vater des jetzigen Landrates. Kein Sportler ist nach dem Rennen am Mikrofon von Walch vorbeigekommen. „Der hat schon mal Fragen gestellt, die sich sonst keiner getraut hat. Das ist aber angekommen“, erinnert sich Herbert Fritzenwenger. Unter seiner Regie sind ebenfalls die großen Videowände im Stadion installiert worden. Auch an der Attraktivität der Wettbewerbe hat Fritzenwenger maßgeblichen Anteil. Massenstart und Verfolgung sind in Ruhpolding geplant und getestet worden. Die IBU hat die Wettkämpfe schließlich in ihr Programm genommen.

Als Leiter des Ruhpoldinger Biathlonzentrums hat er die „World-Team-Challenge“ erfunden. Ein Spektakel, das es schließlich von der Chiemgau Arena nach Schalke geschafft hat. Seit 2002 ist die Arena in Schalke Gastgeber für den größten Biathlon-Event der Welt mit über 50.000 Fans. Mitentwickelt hat Fritzenwenger auch den „Star-Biathlon“ in der ARD. Hier blamieren sich regelmäßig Promis mehr oder weniger beim Versuch, im Biathlon eine gute Figur abzuliefern. Den Zuschauern gefällt das offensichtlich, bis zu 5,5 Millionen Zuschauer schalten dazu ein. Sein Hauptaugenmerk liegt derzeit aber beim ZDF und dort wird Herbert Fritzenwenger auch an diesem Wochenende die Fans mit Informationen versorgen, die ihnen so nicht bekannt sind. 

SJH

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