Deutsche Meisterschaft in Saalbach

Beste Skibergsteiger Deutschlands kommen aus Berchtesgaden

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Der Deutsche Meister beim Vertical-Rennen in Saalbach heißt Toni Plazer (mitte). Auf Platz zwei landete Thomas Trainer (rechts) vom DAV Regionalstützpunkt Berchtesgaden vor Philipp Schädler (links).

Saalbach - Die jungen Skibergsteiger des DAV Regionalstützpunktes Berchtesgaden stellten am Wochenende bei der Deutschen Meisterschaft in Saalbach ihre Klasse unter Beweis.

Toni Palzer lief auf der nassen und steilen Strecke in einer Zeit von 18:20 Minuten unangefochten vor Thomas Trainer (20:03 Minuten) und Philipp Schädler (20:30 Minuten) zum Deutschen Meistertitel. Josef Huber (21:25 Minuten) vom DAV Regionalstützpunkt Berchtesgaden lief vor seinem Freund und Trainingspartner Markus Hölzl (23:13 Minuten) auf den sechsten Platz. Florian Aschauer kam mit einer Zeit von 26:51 Minuten auf den 17. Platz.

Mit diesen Leistungen zeigten die Berchtesgadener Skibergsteiger eindrucksvoll, dass das Berchtesgadener Land zu Recht als Hochburg des deutschen Skibergsteigens bezeichnet wird. 

Das Nachwuchstalent Stefan Knopf zeigte bei seinem erst dritten Rennen, dass er bereits jetzt mit der deutschen Spitze mithalten kann. In einer Zeit von 22 Minuten sicherte er sich den Sieg bei den Junioren. Dass sich das harte Training während der Sommermonate bezahlt macht, merkte die junge Berchtesgadenerin, Theresa Grassl, nachdem sie mit einer Zeit von 33:51 Minuten als Zweite bei den Juniorinnen ins Ziel kam.

Zahlreiche mitgereiste Zuschauer aus dem Berchtesgadener Land feuerten die Berchtesgadener Skibergsteiger auf den letzten Metern zum Ziel lautstark an. Bei fast sommerlichen Temperaturen kämpften sich die Athleten in der sehr nassen und steilen Aufstiegsspur hinauf. Die Wettkampfstrecke führte über 550 Höhenmeter und 1,8 Kilometer hinauf zur Mittelstation der Schönleitenbahn in Saalbach. Nach einem steilen ersten Anstieg von 100 Höhenmetern galt es, auf einem 500 Meter langen Flachstück das Tempo hochzuhalten, bevor die Wettkampfstrecke kontinuierlich steil hinauf in Richtung Ziel führte.

Die besten Skibergsteiger Deutschlands kommen aus Berchtesgaden

Stimmen zum Rennen

Stefan Knopf: Heute war's so heiß, dass mir zum Schluss fast schwindlig geworden ist! Im Großen und Ganzen bin ich total zufrieden. In Schladming war's ja leider nicht so toll für mich. Diese Woche konnte ich vorher zweimal mit Toni trainieren. Das Training mit ihm ist einfach extrem wichtig für mich, weil er mir viele Tipps geben kann.

Theresa Grassl: Ich war so kaputt im Ziel. Die Strecke war heute schon ziemlich steil. Das liegt mir ja ehrlich gesagt nicht so. Ich mag's schon lieber ein bisschen flacher. Ich bin aber ganz zufrieden mit meiner Leistung und war überrascht von meiner Zeit. Zusammen mit Beatrice Soyter habe ich im Sommer richtig gut trainiert und das merke ich jetzt. Die nächsten Wochen werde ich viel im Grundlagenausdauerbereich trainieren. Ich freue mich jetzt schon auf mein Heimrennen beim Jennerstier. Da möchte ich schon gerne auf dem Podium stehen, wenn's geht. Das wichtigste ist aber, dass der Spaß am Skibergsteigen nicht verloren geht!

Toni Palzer: Irgendwie habe ich mich heute nicht so gut gefühlt, wie ich mir das vorgestellt habe. Nach dem Wettkampf am letzten Samstag in Schladming habe vier Tage lang ziemlich viel trainiert. Und vor dem Rennen heute habe ich zwei Tage gar nichts gemacht. Und deshalb war ich heute auch irgendwie mit schweren Beinen am Start. Am Start habe ich mir dann gedacht: das Rennen ist verdammt kurz! Wenn dann musst du gleich vom Start weg Gas geben. Nach 100 Höhenmetern habe ich mir dann gedacht: "Oh, ganz schön schwere Beine hast heute!" Dann habe ich mich umgedreht, habe gesehen, dass keiner dran ist und bin es dann taktisch gelaufen. Ich habe das Gefühl, dass ich dieses Jahr schon ziemlich gut bin. Das sehe ich ja an den Zeiten, zum Beispiel vom letzten Wochenende in Schladming. Wenn ich nicht krank werde und mich nicht verletzte, schaut's schon nochmal deutlich besser aus als letzten Winter. Ich freue mich jetzt brutal auf den Weltcup!

Sepp Huber: Am Anfang sind die vorne ein extrem hohes Tempo gegangen. Da konnte ich nicht mitgehen, weil ich wusste, wie steil und hart es am Ende noch wird. Zum Ende hatte ich dann noch gute Reserven und konnte noch einige überholen. Insgesamt bin ich zufrieden mit dem Rennen. Im Vergleich zum Vorjahr merke ich schon, dass eine Leistungssteigerung da ist. Aber die Saison geht ja jetzt erst los. Für mich ist der Jennerstier der Saisonhöhepunkt. Da ist nämlich auch mehr gefordert als nur die Piste hochlaufen!

Thomas Trainer: Ich konnte die ganze Woche nicht trainieren, weil ich nach Schladming ein bisschen krank geworden bin. Leider konnte ich nicht das Maximale abrufen, weil einfach die Wettkampfvorbereitung fehlte. Ich wusste aber, dass ich ganz vorne mitlaufen kann. Ich will weiterhin so professionell wie möglich trainieren und vielleicht klappt es ja dann noch mit dem Sprung in die Nationalmannschaft.

Pressemitteilung Johannes Schmid

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