Peddy kommt für Whitcomb

Last-Minute-Einkauf beim TSV Wasserburg

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Wasserburg - Schock für die Basketballerinnen: Sami Whitcomb muss aus persönlichen Gründen pausieren. Aber der TSV Wasserburg holt ein neues Ass aus dem Ärmel!

„Insgesamt scheinen wir ein harmonisches Team zusammengestellt zu haben“, beschreibt Bastian Wernthaler, Head-Coach der Wasserburger Basketballerinnen seine ersten  Beobachtungen nach dem Start in die Vorbereitung: „Nach nur einem Training kann man  natürlich noch nicht viel sagen, aber der erste Eindruck stimmt.“ Nicht mit dabei waren  wie erwartet noch Sasha Tarasava, die mit Weißrussland bei der Weltmeisterschaft antritt,  und Tiina Sten, die Ende der Woche zur Mannschaft stößt. Unerwartet war allerdings die kurzfristige Absage von Samantha Whitcomb.

 Das war schon ein kleiner Schock für Abteilungsleiterin Gaby Brei, als sie Mitte der letzten  Woche eine E-Mail von Sami Whitcomb erhielt, die für die Flügelposition verpflichtet worden  war. Darin bat die US-Amerikanerin um Auflösung ihres Vertrages, da sie mental derzeit nicht  in der Lage sei, Basketball zu spielen, und mindestens ein Jahr Pause vom Sport machen  wolle. „Wir haben der Bitte natürlich zugestimmt. Es bringt uns ja auch nicht weiter, wenn wir  sie zwingen zu spielen“, so Brei: „Der späte Zeitpunkt der Absage war natürlich ein Riesen- Problem.“ So glühten die Drähte zwischen Wasserburg und den diversen Agenten, um auf dem  schon abgegrasten Spielermarkt noch einen gleichwertigen Ersatz zu finden, der noch dazu auch rechtzeitig zur Vorbereitungsstart vor Ort sein könnte.

Ersatz für Samantha Whitcomb

Fündig wurden Wernthaler und Brei dann in Sheylani Peddy, die den Sommer über in Puerto Rico spielte und noch keinen Vertrag für die neue Saison hatte. Die 25-jährige US-Amerikanerin ist mit 1,70 Meter zwar kleiner als Whitcomb, kann dafür aber auch auf der Position Eins eingesetzt werden und so Svenja Brunckhorst im Spielaufbau unterstützen – vor allem solange Tarasava noch fehlt.

„Shey“ wurde nach einer herausragenden College-Karriere an der Wright State und der Temple University 2012 in der zweiten Runde des WNBA Drafts  ausgewählt. Nach Trainingscamps in Chicago und Washington schaffte sie den Sprung in die  amerikanische Profiliga knapp nicht. Ihre europäische Laufbahn begann sie in Israel und spielte in der vergangenen Saison bei den  Flying Foxes Wien, mit denen sie österreichischer Meister  und Pokalsieger wurde und auch  die slowakisch-österreichische ASWBL gewann.

Außerdem wurde sie in jedem Wettbewerb als  Wertvollste Spielerin ausgezeichnet. In der Central European Women’s League erreichte Peddy mit ihrer Mannschaft das Top 4. Mit beeindruckenden Statistiken von durchschnittlich 20,9 Punkten, 6,1 Rebounds und 3,8 Assists war sie eine der besten Spielerinnen der CEWL-Saison. Ihre fünf Steals pro Spiel belegen ihre Stärke in der Verteidigung und ihren Kampfgeist.  Die Gelegenheit in der DBBL und auch im FIBA EuroCup anzutreten, war ausschlaggebend für Peddys Zusage, nach Wasserburg zu kommen. Denn auch wenn ihre Zeit in Wien sehr erfolgreich war, war ihr das Niveau der österreichischen Liga etwas zu niedrig. In Wien lässt man sie schweren Herzens ziehen und ist voll des Lobes für Peddy.

Sie ist sicherlich die beste Spielerin, die je für uns aufgelaufen ist “, so das Management der Flying Foxes: „Wasserburg wird viel Freude mit ihr haben!“

TSV Wasserburg

 

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