Brandt: Berliner abweisender als Münchner

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Matthias Brandt (l.)

München - Der Schauspieler Matthias Brandt (50), dessen Münchner “Polizeiruf 110“ ausnahmsweise am Freitag im ARD-Programm stand, bescheinigt den Bayern einen besonderen Stolz.

“Es gibt keine Region, die so ein ausgeprägtes regionales Bewusstsein und Selbstbewusstsein hat wie Bayern und München“, sagte der gebürtige Berliner, Sohn des früheren Bundeskanzlers Willy Brandt, der Deutschen Presse-Agentur. “Das ist auf eine Weise intakt, wie es das woanders nicht mehr ist. Deshalb gibt es für einen von außen Kommenden auch ein ausgeprägteres Gefühl von entweder Dazugehören oder nicht Dazugehören.“ Er halte Münchner aber nicht für besonders barsch, sagte Brandt. “Ich glaube nicht, dass die Stadt abweisend ist. Die Berliner sind da viel abweisender als die Münchner.“

Brandts zweiter Fall als Kommissar Hanns von Meuffels ist umstritten: Wegen drastischer und verstörender Bilder plädierten Jugendschützer dafür, den“Polizeiruf“-Krimi über ein Bombenattentat auf die Münchner Allianz Arena erst um 22.00 Uhr zu senden. Deshalb durfte der Krimi “Denn sie wissen nicht, was sie tun“ nicht auf den üblichen Sendeplatz am Sonntagabend um 20.15 Uhr gesetzt werden.

Zurzeit - noch bis Mitte Oktober - dreht Brandt seinen dritten “Polizeiruf 110“. Seine Rolle als zugezogener Preuße in München mag er sehr: “Es sind ganz simple Sachen, dass er zum Beispiel nicht immer versteht, was die Leute hier in Bayern sagen und dass er deshalb einen Dolmetscher braucht. Oder dass er zweimal nachfragen muss. Das waren Situationen, die ich unheimlich mochte. Dieser zurückhaltende, eigenbrötlerische Preuße versucht, hier anzukommen.“

dpa

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