„Fußball ist eine Leistungsgesellschaft"

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München - Im Interview mit dem Männer-Stil-Magazin GQ Gentlemen’s Quarterly spricht Bayern-Spieler Mario Gomez offen über die Schattenseiten des Fußballgeschäfts:

„Fußball ist eine Leistungsgesellschaft. Es gilt: Du musst gewinnen. Was übersehen wird, ist, dass einige diesen Druck nicht verkraften.“ Gomez weiß, wovon er spricht: Vor rund einem Jahr durchlebte der 25-Jährige selbst eine fußballerische Krise und musste einige Zeit auf der Ersatzbank verbringen: „Wenn du jeden Tag zum Training fährst und weißt, dass du keine Chance hast zu spielen, dann ist es schwer, sich zu motivieren. Man muss das Beste fürs Team wollen – ohne wirklich dazu beitragen zu können. Ich hab mir gesagt: Mein Teil ist es, keinen Keil reinzutreiben, keine miese Stimmung zu verbreiten. Denn das würde den Erfolg der Mannschaft gefährden“, beschreibt der Profifußballer rückblickend diese schwierige Phase.

Dass er das Formtief überwinden konnte, habe er vor allem seinem Ehrgeiz zu verdanken: „Ich habe das Vertrauen in mich behalten, weil ich weiß, dass ich in jedem Verein der Welt Tore schieße, wenn ich gesund bin und spiele. Damit habe ich mich motiviert. Und versucht, alles andere fernzuhalten.“

In erfolgreichen Phasen sei es dagegen entscheidend, auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben, so Gomez zu GQ: „Wichtig ist es zu wissen, dass man auch meist nicht so gut ist, wie alle behaupten, wenn es gerade besonders gut läuft. Dazu braucht man eine starke Familie und gute, ehrliche Freunde.“ Wie gut es bei einem Spieler läuft, wird im Fußball in Geld aufgewogen – eine Rechnung, die dem Deutsch-Spanier nach eigenen Angaben jedoch nichts bedeutet: „Marktwerte sind so fiktiv, dass sie mich rein gar nicht interessieren. Echt nicht.“

Was Gomez dagegen irritiert, ist das große öffentliche Interesse an seinen Frisuren: „Ich verstehe die ganze Aufregung nicht. Am Anfang meiner Karriere hatte ich kurze Haare, dann hab ich sie lang und beim Spiel mit Stirnband getragen, worüber sich alle aufgeregt haben. Jetzt trag ich sie wieder kurz, und die Leute diskutieren das trotzdem. Meine Frisur lass ich nur für mich schneiden und für sonst niemanden.“

Das vollständige Interview mit Mario Gomez lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von GQ, die am 14.04. erscheint. Ein Video vom Treffen mit dem Fußballstar finden Sie online oder in der GQ iPad-App.

Pressemeldung Condé Nast

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