Häschen in Not: Hef verkauft Playboy

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Bunny-Chef Hugh Hefner (hier mit Ex-Freundin Holly) will den Playboy verkaufen

Los Angeles - Der Herr der Hasen macht ernst. Playboy-Gründer Hugh Hefner will sein Lebenswerk verscherbeln.

Schuld sind Millionenverluste des Unternehmens.

Der 83-Jährige sucht nach einem Käufer für den Playboy und für das Medienimperium Playboy Enterprises. Einer der Interessenten, so schreibt die Los Angeles Times, ist die Iconix Brand Group, zu der mehrere Modemarken wie Joe Boxer und London Fog gehören.

Playboy wäre für Iconix nicht zuletzt wegen des Häschen-Logos interessant, eine der bekanntesten Marken weltweit, mit der sich vom T-Shirt bis zur Kaffeetasse nahezu alles profitabel verkaufen lässt.

Der andere Bewerber ist Jim Griffiths, ehemaliger Chef der Entertainment-Sparte bei Playboy Enterprises. Gemeinsam mit der Investmentfirma Golden Gate Capital soll er 300 Millionen Dollar bieten.

Der Playboy in den vergangenen Monaten starke Verluste gemacht. Alleine im vergangenen Quartal habe das Unternehmen 1,1 Millionen Dollar (740.000 Euro) Verlust eingefahren, die Einnahmen seien um 20 Prozent gesunken, teilte Playboy Enterprises mit. Bislang habe das Unternehmen im Jahr 2009 bereits mehr als 20 Millionen Dollar verloren.

Grund seien vor allem die fallenden Verkaufszahlen des "Playboy". Die US-Auflage, derzeit rund zwei Millionen Hefte pro Monat, soll ab 2010 heruntergefahren werden.

Hugh Hefner hält 70 Prozent der Firmenanteile. Vor einem Jahr war seine Tochter als Konzernchefin zurückgetreten.

Hefner hat den Playboy 1953 gegründer. Außer für gemäßigte Pornografie ist das Magazin berühmt für anspruchsvolle  Reportagen und Interviews. Heute werden noch 2,6 Millionen Exemplare des Männermagazins verkauft. Hinzu kommen Ausgaben in rund zwei Dutzend Ländern, darunter Deutschland.

dpa/re

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