Flucht aus Spanien

Infantin Cristina verkauft Villa in Barcelona

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Infantin Cristina bricht in Spanien ihre Zelte ab.

Barcelona - Die unter Betrugsverdacht stehende spanische Infantin Cristina und ihr Ehemann Iñaki Urdangarin verkaufen Medienberichten zufolge ihre Luxusvilla in Barcelona.

Das Anwesen sei für einen Verkaufspreis von 9,8 Millionen Euro bei einer Immobilienfirma ausgeschrieben worden, berichteten die Zeitung "El Mundo" und andere spanische Medien am Freitag. Die dreistöckige Villa im vornehmen Stadtteil Pedralbes werde von der Agentur Barcelonarent.info angeboten, zu deren Kunden vor allem reiche Russen zählten.

Das 1000 Quadratmeter große Haus hat sieben Schlafzimmer, zehn Badezimmer, ein großes Wohnzimmer mit Kamin, einen Fahrstuhl sowie einen 1300 Quadratmeter großen Garten mit einem Salzwasser-Pool.

Die 48-jährige Cristina und ihr Ehemann, der ehemalige Handballprofi Urdangarin, hatten das Anwesen den Berichten zufolge im Jahr 2004 für 5,8 Millionen Euro gekauft und rund 300.000 Euro in Umbauarbeiten investiert. Der Königspalast hatte am Montag bestätigt, Juan Carlos habe Cristina für den Kauf 1,2 Millionen Euro geliehen. Zuvor hatten Medien berichtet, das Finanzamt habe die Summe in einer von der Justiz verlangten Aufstellung von Cristinas Vermögensverhältnissen erwähnt.

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Seit Ende Mai laufen gegen die Infantin Ermittlungen wegen Steuerbetrugs und Geldwäsche. Sie musste daraufhin ihre Vermögensverhältnisse offenlegen. Außerdem steht sie im Verdacht, von den mutmaßlichen Machenschaften Urdangarins gewusst zu haben, gegen den Ermittlungen wegen der Veruntreuung öffentlicher Gelder laufen. Die zweite Tochter von König Juan Carlos und Königin Sofia ist seit 1997 mit dem früheren Handballer verheiratet. Die Skandale der beiden haben das Ansehen der spanischen Königsfamilie stark beschädigt.

Cristina zog im August mit ihren vier Kindern nach Genf, wo sie für die Caixa-Bank Projekte mit UN-Institutionen betreut. Urdangarin bleibt in Barcelona.

afp

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