"Wir sind schließlich gute Freunde"

Putin bietet Depardieu russischen Pass an

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Kremlchef Wladimir Putin (60) hat dem Schauspieler Gérard Depardieu (63) die russische Staatsbürgerschaft angeboten

Moskau - Nachdem Gérard Depardieu seiner Heimat Frankreich wegen zu hoher Steuern den Rücken gekehrt hat, ist ihm nun sein Freund Wladimir Putin zur Seite geeilt. Er bot ihm die russische Staatsbürgerschaft an.

Im Streit um hohe Steuern für Reiche in Frankreich hat Kremlchef Wladimir Putin (60) dem Schauspieler Gérard Depardieu (63) die russische Staatsbürgerschaft angeboten. „Falls Gérard wirklich eine russische Aufenthaltsgenehmigung oder einen russischen Pass will, so ist diese Frage bereits positiv entschieden“, sagte der Präsident am Donnerstag vor Journalisten in Moskau. Allerdings fühle sich Depardieu als Europäer. „Er liebt sein Land und dessen Kultur sehr, er lebt sie.“ Depardieu mache gerade harte Zeiten durch. Putin betonte, er habe enge freundschaftliche Beziehungen mit dem Schauspieler - „obwohl wir uns wenig sehen“.

Depardieu ist nach Belgien ausgewandert, um den hohen Steuern in Frankreich zu entgehen. Doch um einen belgischen Pass zu bekommen, muss der 63-Jährige zuerst Belgier werden. Seinen französischen Pass und seine nie benutzte Sozialversicherungskarte wollte er zurückgeben.

Bevor der Schauspieler seiner Heimat den Rücken kehrte, hatte es einen scharfen Briefwechsel zwischen ihm und dem französischen Premierminister Jean-Marc Ayrault gegeben. Dieser hatte Depardieus Ärger über einen neuen Spitzensteuersatz von 75 Prozent als „unpatriotisch“ und „ziemlich erbärmlich“ bezeichnet. Daraufhin hatte sich der 63-Jährige in einem offenen Brief gegen Ayraults Kritik verwahrt.

dpa

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