"Das Baby wird der Chef sein"

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Bald zu viert: Martin Tomczyk, Ehefrau Christina Surer und der Familienhund freuen sich auf den Familienzuwachs.

Rosenheim - Martin Tomczyk und Christina Surer erwarten in Kürze ihr erstes Kind. Mit dem OVB sprach der DTM-Champion über seine große Familie, kreative Freunde und Vaterpflichten:

Martin Tomczyk, schnellster Mann Rosenheims, und Christina Surer, hübscheste Rennfahrerin Europas, haben sich vor wenigen Wochen das Ja-Wort gegeben. Mit den OVB-Heimatzeitungen sprach der glückliche Ehemann und DTM-Champion über seine große Familie, kreative Freunde und Vaterpflichten.

Herr Tomczyk, Sie haben Anfang Januar in Rosenheim groß geheiratet. Haben Sie nach der rauschenden Feier nun schon in den Ehealltag gefunden?

Also ehrlich gesagt war das für uns keine große Feier, sondern eher eine kleine Hochzeit. Wenn wir alle eingeladen hätten, die wir kennen, wäre es ausgeartet. Weil meine Frau und ich aber beide aus großen Familien kommen, waren dann mit unseren engsten Freunden doch schnell 130 Gäste zusammen. Einen Ehealltag wird es bei mir und Christina übrigens nie geben, dafür sind unsere Berufe viel zu exotisch.

Hatten Sie schon die Zeit, alle Ihre Hochzeitsgeschenke auszupacken? Oft finden sich ja - höflich formuliert - auch nicht ganz so schöne Präsente auf dem Gabentisch ...

Wir haben bewusst keine Hochzeitsliste gemacht, sondern ganz auf die Kreativität unserer Freunde vertraut. Zum Glück: Wir haben wirklich fantastische Geschenke bekommen!

Mitte Februar steht ja schon das nächste wichtige Ereignis in Ihrem Leben an: Sie werden zum ersten Mal Vater. Wollen Sie bei der Geburt dabei sein?

Ja, ich will dabei sein, das ist ein unbedingtes Muss! Für mich beginnt zwar im Moment wieder die Saisonvorbereitung - Ende dieser Woche muss ich zum Beispiel nach Valencia zum Testen - aber meine Chefs werden Verständnis haben, wenn ich im Februar mal kurzfristig weg muss.

Werden Sie dann auch die in Deutschland so beliebten Vätermonate nehmen?

(Lacht). Nein, dass ist bei mir leider nicht möglich. Aber wir haben schon vor, dass meine Frau mit der Kleinen in ein paar Monaten zumindest zu den Deutschland-Rennen kommt.

Haben Sie Angst, dass die neue Verantwortung, die Sie als Familienvater haben werden, Sie eventuell bremsen könnte?

Viele Väter in meinem Beruf haben schon bewiesen, dass sie nicht langsamer, sondern schneller werden. Ich muss mich ja nur in meinem Team umschauen: Vier von sechs Fahrern sind Väter. Ab Februar sind wir dann zu fünft ...

Inwiefern denken Sie wird das Baby Ihren Alltag verändern?

Natürlich werde ich auch weiterhin viel unterwegs sein. Aber in Zukunft will ich einfach versuchen, früher und öfter nach Hause zu kommen. Fest steht: Das Baby hat oberste Priorität, es wird mein und Christinas Chef sein.

Sie wohnen ja jetzt auch in Rosenheim.

Ja. Und das ist wirklich ein schönes Gefühl: zu wissen, hier bleiben wir. In den letzten 15 Jahren habe ich überall gewohnt, bin ständig herumgereist - deshalb soll Rosenheim nun endlich mein Ruhepol sein.

Martin Tomczyk ganz privat

Martin Tomczyk ganz privat

Wird der DTM-Champion Martin Tomczyk dann auch wirklich daheim in Rosenheim Windeln wechseln?

Na klar, das ist doch selbstverständlich! Eine Familie zu gründen war schon immer mein Traum. Ich bin sehr familienverbunden, ich bin mit Geschwistern aufgewachsen, ich habe das immer so gewollt.

Sie sind Rennfahrer, Ihre Frau ist Rennfahrerin. Wie würden Sie reagieren, wenn Ihr Nachwuchs sich überhaupt nicht für Autos interessieren sollte und stattdessen zum Beispiel Balletttänzerin werden will?

Dann soll sie's werden! Hauptsache sie wird glücklich in dem was sie macht. Und irgendetwas von meinem und Christinas Temperament wird sie schon mitbekommen, darum mach ich mir um ihre künftigen Interessen gar keine Sorgen.

Auch wenn werdende Eltern vor der Geburt nicht so gern darüber reden, wir fragen trotzdem: Haben Sie schon einen Namen für den Nachwuchs?

Also erstmal muss ich sagen, dass es diese Geheimniskrämerei um den Namen nur bei uns in Deutschland gibt. In der Schweiz, der Heimat meiner Frau, ist das ganz anders. Allerdings muss ich die Frage dennoch verneinen. Wir haben Favoriten, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen.

Interview: Stefanie Zipfer/Oberbayerisches Volksblatt

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