Attel - Zum Herbstfest im letzten Jahr hatte man sich die "barrierefreie" Speisekarte für das Attler Herbstfest ausgedacht - alle Angebote auf der Karte waren in Bildern zu sehen plus in Blindenschrift geschrieben.

So einfach: Die Bar wird abgesenkt und schon können Rollstuhlfahrer ihr Bier abstellen wie alle anderen Gäste. Beim Test freuten sich über das gelungene Möbelstück nicht nur Rolli-Fahrer, sondern auch Bert Ober, Eugen Münch, Wolfgang Slatosch und der Festwirt Fritz Seipel mit seinem Team.
Und auch zum heuer 38. Herbstfest haben sich die Festorganisatoren etwas einfallen lassen: Die barrierefreie Bar für Rollstuhlfahrer. Gebaut haben die Theke die Schreiner und andere Handwerker der Stiftung. Im alten Kuhstall wurde sie jetzt quasi in Betrieb genommen und sie kam bei den Rollstuhlfahrern gut an. "Endlich können wir genauso unser Bier abstellen wie alle anderen", freuten sie sich. Bisher schauten Rollstuhlfahrer an der Bar gegen die Wand der Theke, bei der Rollstuhlbar ist die Abstellfläche einfach abgesenkt. Beim Herbstfest steht das neue barrierefreie Möbelteil dann in der "Rollstuhl-Bar" gegenüber vom Festzelt.
Zwar ist es noch ein bisschen hin, bis in Attel am Freitag, 10. September, wieder Herbstfestanstich ist, aber für Festwirt Fritz Seipel und sein Team gibt es viel zu tun. Am stressfreiesten wird da wohl noch der Besuch von Bräu Eugen Münch gewesen sein, der das eigens fürs Atteler Fest gebraute "Bräu im Moos-Bier" mitbrachte.
vo/Wasserburger Zeitung
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