Amoklauf: FBI ermittelt mögliche Blogeinträge des Täters

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Fort Hood/USA - Die Ermittlungen nach dem Amoklauf auf einer US-Militär-Basis laufen auf Hochtouren: Das FBI untersucht Blog-Einträge, in denen der Täter möglicherweise über Selbstmordanschläge schrieb.

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Wenige Stunden nach dem blutigen Amoklauf auf dem texanischen Militärstützpunkt Fort Hood sind mehr Details über den Täter bekannt geworden. Die “Washington Post“ berichtete, er sei ein gläubiger Muslim gewesen und habe früher jeden Tag in seiner Gemeinde nahe Washington gebetet. Der Offizier hatte am Donnerstagabend auf dem größten Militärstützpunkt der USA ein Blutbad angerichtet. Zwölf Menschen starben 31 weitere wurden verletzt. Der Schütze überlebte schwer verletzt.

Eine Tante des 39-jährigen Nidal Malik Hasan sagte der Zeitung, er sei seit Jahren wegen seines Glaubens immer wieder schikaniert worden. Seit Jahren habe der Militär-Psychiater auch versucht, aus der Armee entlassen zu werden und sogar angeboten, die Kosten für seine medizinische Ausbildung der Armee zurückzuzahlen.

Die “New York Times“ berichtete, nach Angaben eines Neffen war der Schütze “entsetzt“, dass er Ende des Monats in den Irak geschickt werden sollte. Als Psychiater habe er Soldaten betreut, die nach ihrem Einsatz im Irak unter einem posttraumatischem Schock litten und von den Grauen des Kriegs berichteten.

Nach Informationen der “New York Times“ untersucht die Bundespolizei FBI Blogeinträge im Internet, die möglicherweise von dem Täter stammen. Darin debattiert ein Mann, der sich Nidal Hasan nennt, über Selbstmordanschläge und findet dafür positive Argumente. So vergleicht er in einem Eintrag das Heldentum eines Soldaten, der sich auf eine Granate wirft, um seine Kameraden zu schützen mit einem Selbstmordattentäter, der sich für seine muslimischen Glaubensbrüder opfere.

dpa

Rubriklistenbild: © ap

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