Reiserechtler erklärt die Lage

Anschlag in Istanbul: Kostenlos stornieren geht nicht

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Es hat sich noch niemand zu dem Angriff in Istanbul bekannt, aber es gibt Hinweise, dass die Terrormiliz Islamischer Staat dahintersteckt. Foto: Sedat Suna

Die Türkei kommt nicht zur Ruhe - erneut hat ein Anschlag Istanbul erschüttert. Welche Rechte haben Urlauber jetzt, die eine Reise in die Türkei geplant haben?

Hannover (dpa/tmn) - In Istanbul hat es erneut einen Anschlag gegeben - das dürfte viele verunsichern, die jetzt im Sommer in die Türkei reisen oder bereits dort sind. Der Reiserechtler Paul Degott erklärt, welche Rechte Urlauber haben.

Wie sollten sich Urlauber in der Türkei derzeit verhalten?

Das Auswärtige Amt rät allgemein in Istanbul, Ankara und anderen Großstädten der Türkei zu erhöhter Vorsicht - insbesondere auf öffentlichen Plätzen und vor touristischen Attraktionen. Landesweit sei weiter mit terroristischen Anschlägen zu rechnen. Paul Degott rät Pauschalurlaubern, mit ihrem Veranstalter Kontakt aufzunehmen und zu erfragen, wie er die Situation vor Ort einschätzt.

Kann ich meinen geplanten Badeurlaub in der Türkei jetzt kostenlos stornieren?

Wer nun eine gebuchte Türkeireise etwa nach Bodrum oder Antalya lieber stornieren oder umbuchen will, ist dabei auf die Kulanz des Veranstalters angewiesen, solange es keine Reisewarnung des Auswärtigen Amts gibt. Die Angst vor dem Terror allein reiche nicht aus, um den Vertrag kostenlos zu kündigen, erklärt Degott.

Und wie ist es mit gebuchten Städtetrips nach Istanbul?

Auch hierbei sind die Hinweise des Auswärtigen Amts maßgeblich - es rät lediglich dringend ab von Reisen in das Grenzgebiet der Türkei zu Syrien und Irak, nicht aber von Reisen nach Istanbul. Urlauber bleiben laut Degott also auf den Stornokosten sitzen, wenn sich der Veranstalter nicht kulant zeigt.

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