Gefährliche Monsterjagd

Hauseigentümer schießt auf Pokémon-Sammler (16, 19)

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Palm Coast/Florida - Dass die neue Smartphone-App "Pokémon-Go" bei seinen Spieler nicht nur für Freude, sondern auch für Gefahr sorgen kann, belegt nun ein erneuter Vorfall im US-Bundesstaat Florida. Auf ihrer nächtlichen Monsterjagd wurden zwei Teenager von einem Mann unter Beschuss genommen. 

Wenn Pokémon-Go-Spieler durch die Gegend streifen, kann die Umgebung schon einmal völlig in den Hintergrund rücken. So auch, als drei Monsterjäger in ihrem Jagd-Modus mitten in eine Schießübung auf einem Truppenübungsplatz bei Hannover stolperten. Nun wurden zwei jugendliche Spieler während ihres nächtlichen "Streifzuges" am Samstag durch die Stadt Palm Coast im Bundesstaat Florida auch noch beschossen, wie das Internetmagazin games-news berichtet. 

Offenbar hatten die 16- und 19-jährigen Spieler die begehrten Pokémon Knogga und Taurus vor einem fremden Haus gesichtet und versuchten die Taschenmonster von ihrem geparkten Auto aus einzufangen. 

Anwohner hielt Teenager für Einbrecher

Völlig in ihre Handy-App vertieft, bemerkten sie nicht, wie der Hauseigentümer eine Handfeuerwaffe auf sie richtete, da er die unbekannten Jugendlichen für Einbrecher hielt. Sein Verdacht erhärtete sich, als einer der Monsterjäger seinen Kumpanen fragte, ob dieser etwas bekommen hätte. 

Erst als der Hauseigentümer die Spieler anwies, sich nicht zu bewegen, registrierten die Jugendlichen den Mann mit der Waffe. Völlig überrascht durch die plötzliche Bedrohung gab der junge Fahrer Vollgas. Durch den Aufprall mit dem Wagen wurde der Hauseigentümer auf den Gehweg geschleudert, wovon er dem davonbrausenden Auto noch eine Salve Kugeln hinterherfeuerte

Pokémon-Vorfall blieb nicht unbemerkt

Glücklicherweise wurde keiner der Teenager durch die Schüsse getroffen. Das nächtliche Abenteuer wäre wahrscheinlich auch gar nicht aufgeflogen, wenn die Mutter des 19-jährigen Fahrers nicht Einschusslöcher in der Karosserie am darauffolgenden Tag entdeckt hätte. 

Nachdem er ein umfangreiches Geständnis bei seiner Mutter ablegte, wurde die Polizei in die Untersuchung des Falls eingeschalten. 

mwi 

Rubriklistenbild: © Christian Bruna

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